Zwei Wölfe überfahren

In dieser Woche sind zwei weitere Wölfe auf deutschen Autobahnen überfahren worden: Am Montag erwischte es eine Wölfin auf der A39 bei Winsen, es ist der neunte tote Wolf in Niedersachsen in diesem Jahr. Das Wolfsbüro des NLKWN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) teilt dazu mit, dass am 19. März am späten Abend ein Verkehrsunfall mit einem Wolf auf der A39 gemeldet wurde, nahe der Anschlussstelle Winsen-Ost im Landkreis Harburg gemeldet. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei der Wölfin um einen Welpen.

Wie in diesen Fällen üblich koordiniere das Wolfsbüro den Transport des Kadavers zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Zur Feststellung des genetischen Fingerabdrucks schickt das IZW Gewebeproben an das Senckenberg-Institut in Gelnhausen bei Frankfurt. Die Ergebnisse der pathologischen und genetischen Untersuchungen liefern Informationen zur Todesursache, zum Gesundheitszustand, zum Alter und zur Herkunft des toten Tieres. Zudem kann mit dem Ergebnis der DNA-Analyse eventuell das Rudel bestimmt werden, von dem das Tier stammte.

Ein weiterer Wolf wurde am am Donnerstag um 01:50 Uhr in Brandenburg auf der A15 zwischen den Anschlussstellen Cottbus-West und -Süd überfahren. Der Wolf hatte die Fahrbahn überquert und der Fahrer eines Transporters hatte trotz eingeleiteter Gefahrenbremsung den Zusammenstoß nicht verhindern können. Das Tier verendete, der Transporterfahrer blieb unverletzt. Mit einem Schaden von etwa 1.000 Euro wurde der Transporter abgeschleppt. Die Wolfsbeauftragte des Landes Brandenburg wurde umgehend durch die Polizei verständigt.

Derzeit kommt es aufgrund von Abwanderungen aus den elterlichen Territorien und Exkursionen der Jungwölfe zu vermehrten Wolfssichtungen. Im Fall von Verkehrsunfällen mit Wölfen sollten sich die betroffenen Autofahrer bei der Polizei melden. Diese informiert die zuständigen Stellen. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

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