Zwei Versionen einer Pressemitteilung

Die Landesforsten Niedersachsen führen einen Schießnachweis ein – gut. Dazu bringen sie zwei Pressemitteilungen, die sich deutlich unterscheiden. Die krasse Altersdiskriminierung der ersten Version durch einen öffentlichen Träger ist dann wohl doch noch einem aufgefallen.

Version 1:

Braunschweig – Die Landesforsten reagieren auf das
zunehmende Alter vieler Jäger und führen für alle gut 2000
Jagdscheinbesitzer in ihren Wäldern einen Schießnachweis ein. Wer
weiter in den Landesforsten jagen möchte, muss mindestens einmal im
Jahr auf dem Schießstand oder im sogenannten Schießkino mit einer
entsprechenden Waffe trainieren und einen Nachweis darüber vorlegen.
Die Regelung greift ab 1. Oktober, sagte am Donnerstag der Sprecher
der Landesforsten, Dennis Glanz. In anderen Bundesländern gebe es
vergleichbare Vorgaben bereits.

«Reflexe, Beweglichkeit und Sinne lassen mit dem Alter nach, deshalb
ist die regelmäßige Übung mit der Waffe wichtig», sagte der Sprecher.
Die neue Regel mache die Jagd auch tierschutzgerechter: «Wir müssen
sicherstellen, dass ein Schuss so gut ist, dass er das Tier tötet und
es sich nicht unnötig quält.» Der Wald sei heute stärker ein
Mischwald, das Gelände sei deswegen anspruchsvoller geworden.

Version 2:

(Berichtigung: Landesforsten korrigieren Begründung für Einführung
von Schießnachweis)
Landesforsten führen Schießnachweis für Jäger ein =

Braunschweig – Die Landesforsten führen für alle gut 2000
Jagdscheinbesitzer in ihren Wäldern einen Schießnachweis ein. Wer
weiter in den Landesforsten jagen möchte, muss mindestens einmal im
Jahr auf dem Schießstand oder im sogenannten Schießkino mit einer
entsprechenden Waffe trainieren und einen Nachweis darüber vorlegen.
Die Regelung greift ab Oktober, sagte am Donnerstag der Sprecher der
Landesforsten, Dennis Glanz. In anderen Bundesländern gebe es
vergleichbare Vorgaben bereits.

Der Wald sei heute stärker ein Mischwald, das Gelände sei deswegen
anspruchsvoller geworden, sagte Glanz. Deshalb sei regelmäßige Übung
wichtig. Die neue Regel mache die Jagd auch tierschutzgerechter: «Wir
müssen sicherstellen, dass ein Schuss so gut ist, dass er das Tier
tötet und es sich nicht unnötig quält.»

Beitragsbild: Jäger trainiert im Schießkino. Foto: SE

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.