Wyoming: Grizzlies töten Outfitter und verwunden Jagdgast

Bärin und Jungtier in Folge der Attacke getötet

Am Freitag (14.9.) informierte der Sheriff von Teton County im US-Bundesstaat Wyoming die Wild- und Fischbehörde (Wyoming Fish and Game Department, WFGD), dass ein Jagdführer und sein Jagdgast von zwei Grizzlybären angegriffen wurden, als sie einen am Vortag von dem Gast geschossenen Wapitihirsch verarbeiten wollten. Die Untersuchungen des WFGD zeigten, dass der Kadaver des Wapitis unberührt war, als die Jäger sich näherten, es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass Bären in der Nähe seien oder den Wapiti in Besitz genommen hätten. Der Angriff ereignete sich, nachdem die beiden begonnen hatten, den Hirsch zu verarbeiten.

Unmittelbar nach der Benachrichtigung durch den Sheriff beteiligte sich WFGD an der Suche nach dem Opfer: Während der Jagdgast nach der Attacke per Hubschrauber in ein nahe gelegenes Krankenhaus geflogen wurde, wo seine Verletzungen behandelt wurden, blieb der Jagdführer zunächst vermisst.

Am Freitag Abend musste die Suche abgebrochen werden, erst am Samstag fand das Suchteam die sterblichen Überreste von Mark Uptain, einem erfahrenen Outfitter. Die Verletzungen Uptains entsprechen den bei einem Bärenangriff üblichen. In der Nähe des Toten fanden Ermittler eine leergesprühte Dose Bärenabwehrspray. “Es ist eine Tragödie”, schreibt ein WFGD-Mitarbeiter auf der Internetseite der Behörde, “Unsere Gedanken und Gebete gelten der Familie und den Freunden des Getöteten.” Mark hinterlässt seine Frau Sarah und fünf Kinder. Um die Hinterbliebenen zu unterstützen, ist auf gofundme eine Spendensammelaktion gestartet worden.

Am Samstag Nachmittag wurden Lebendfangfallen (foot snares) in der Umgebung der Fundstelle ausgebracht. Diese ermöglichen es den Mitarbeitern von WFGD, Bären lebend zu fangen, zu untersuchen, ob diese an der vorangegangenen Attacke beteiligt waren und dann ggf. Managementmaßnahmen einzuleiten. Als die Leute vom WFGD am Sonntag die Fallen visitierten, hatte sich ein Grizzly-Jährling in einem der Eisen gefangen, eine ausgewachsene Bärin war in der Nähe. Die Bärin attackierte die WFGD-Mitarbeiter in einer aggressiven Weise und wurde von Angestellten der Fisch- und Wildtierbehörde erschossen.

Der Jungbär wurde zunächst betäubt und untersucht. Da die Untersuchung ergab, dass der Jährling ebenfalls an dem tödlichen Angriff beteiligt war, wurde er euthanisiert. Das Verhalten der Bären ist nach Einschätzung der WFGD-Experten untypisch für Bären, insbesondere einen Familienverband. Diese verteidigten ihre Nahrung, Jungtiere oder ihren Nahbereich in üblicherweise eher defensiver Weise, wenn man sie überrascht. red.

Beitragsbild: Der verstorbene Familienvater Mark Uptain auf der gofundme-Seite. (Screenshot)

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