WWF: Mehrheit der Deutschen “pro Wolf”

Etwa 71 Prozent der Deutschen stehen der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland positiv gegenüber. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen, von der Naturschutzorganisation WWF in Auftrag gegebenen Umfrage. Nur 15 Prozent der Befragten sehen Canis lupus demnach kritisch. In Sachsen, wo sich im Jahr 2000 das erste Rudel seit der Ausrottung etabliert hatte, sind nur 58 Prozent der Bevölkerung Wolfs-Befürworter. Die geringere Rückendeckung zeige, so der WWF, dass es gerade in den ländlichen Wolfsregionen weiterhin gelte, sich um die Akzeptanz der Bevölkerung zu bemühen.

Insgesamt zeigten die Ergebnisse, so der WWF, dass sich der Wolf nicht nur in der Natur wieder etablieren konnte, sondern auch “in den Köpfen und Herzen der Menschen.” Zugleich gelte es, bestehende Vorbehalte und Ängste weiterhin ernst zu nehmen und “durch ein effektives Wildtiermanagement” abzubauen.

„Die Rückkehr des Wolfs ist ein Gewinn und zugleich eine Herausforderung für Deutschland. Ziel muss es nun sein, ein reibungsloses Management der Wolfspopulation zu garantieren und Konflikte, etwa mit der Nutztierhaltung, der Jagd oder dem Tourismus, zu vermeiden. Einige Bundesländer haben hier noch Nachholbedarf“, sagt Wildbiologe Dr. Janosch Arnold, zuständiger Naturschutzreferent beim WWF.

Das sehen auch die Befragten so: Knapp die Hälfte, nämlich 48 Prozent, finden, insgesamt sei Deutschland nicht ausreichend auf die Rückkehr der Wölfe vorbereitet.

Die Umfragedaten wurden vom Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des WWF erhoben. Die Stichprobengröße betrug 1030 Personen. Die Umfrage wurde vom 22.01.2014 bis zum 24.01.2014 durchgeführt. Die Daten wurden mittels Online-Befragung erhoben. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren. PM WWF/SE

 

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