Wolfskacke suchen mit Laura und Maple

Wissenschaft ganz unten bzw. ganz hinten: Das Senckenberg-Institut im hessischen Gelnhausen setzt bei der Suche nach Losungsproben von Wolf, Wildkatze und Luchs im Rahmen von Wildtiermonitoring und Naturschutzforschung auf die Nasenleistung von Spürhunden. Die Verhaltensforscherin Laura Hollerbach schreibt ihre Promotion über “Einsatz von Suchhunden für Wildtierforschung und -Monitoring”. Unverzichtbare Mitarbeiterin ist ihre Labrador-Hündin  Maple, die auf das Finden von Wolfs- und Luchslosung konditioniert wurde. Mit Erfolg: Während menschliche Probanden in einem 176 Quadratkilometer großen Untersuchungsgebiet gerade einmal zehn Proben sammelten, kamen Laura und Maple auf über 50. Mit Hilfe von DNA-Untersuchungen des aufgefunden Materials können einzelne Individuen identifiziert und wieder erkannt werden, was Aussagen über deren genetische Herkunft, Rudelzugehörigkeit oder Wanderbewegungen wie bei den Lausitzwölfen ermöglicht.

Bei der Ausbildung der Hunde setzt Laura Hollerbach auf positive Verstärkung, wie die Doktorandin auf hessenschau.de erklärt: In einer eher reizarmen Umgebung wird Luchslosung ausgelegt, wenn der Hund daran schnüffelt wird er belohnt. Bei der Belohnung setzt Hollerbach auf eine bewährte Methode: Verabreichung angemessen portionierter Abschnitte von Wiener Würstchen.

Die Hundeführerin hat den Einsatz von Spürhunden beim Wildtiermonitoring in Australien im Rahmen eines Projekts für ihre Masterarbeit kennen gelernt, wie hessenschau.de berichtet. In Australien und Amerika werden Hunde schon seit längerem in der Naturschutzforschung eingesetzt, während es in Deutschland noch wenig verbreitet sei. SE

Beitragsbild: Wolfslosung mit Wildschweinborsten. Foto: SE

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