Wolfsbeute besteht durchschnittlich zu 32 Prozent aus Nutztieren

Wölfe reißen zwei Kälber und neun Schafe – Wolfssichtung im Landkreis Stade

Durchschnittlich 32 Prozent der Beute von Wölfen “geht auf den Menschen zurück”, heißt es in einem Artikel der österreichischen Tagesszeitung Standard. In dem lesenswerten Beitrag wird eine wissenschaftliche Studie vorgestellt, die sich mit der Frage beschäftigt, ob derzeit eine weitere Domestikation der Wölfe stattfindet. Darin heißt es, dass sich Wölfe in Griechenland vorwiegend von Schweinen, Ziegen und Schafen ernähren, während ihre Artgenossen in Spanien überwiegend Pferde und anderes Vieh erbeuten. Im Iran fressen Wölfe vor allem Hühner, Ziegen und Abfälle. Diese Wölfe seien Kandidaten für eine mögliche neuerliche Domestikation.

Zu der Studie “Making a New Dog? von  Thomas M. Newsome, Peter J. S. Fleming, Christopher R. Dickman, Tim S. Doherty, William J. Ripple, Euan G. Ritchie, Aaron J. Wirsing geht es hier.

Vielleicht gilt das auch für die Wölfe, die in Karow (Sachsen-Anhalt, Landkreis Jerichower Land) in der Nacht zu Mittwoch zwei Kälber gerissen haben, wie die Volksstimme berichtet. Oder für den Wolf, der einem Bericht von nord24.de zufolge bei Wollingst (Niedersachsen, Landkreis Cuxhaven) fünf tragende Schafe und vier Lämmer gerissen hat.

Einem Jäger aus Oersdorf ist der erste Foto-Nachweis eines Wolfs im niedersächsischen Landkreis Stade gelungen, so das tageblatt.de.

Beitragsbild: Wolfsfutter. Foto: SE

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