Wolfsbestand im westlichen Polen wächst weiter

Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland weiter angestiegen. Das belegen die Ergebnisse des vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und der Naturschutzstiftung EuroNatur finanzierten Wolfsmonitorings, das die polnische Naturschutzorganisation Association for Nature Wolf (AfN Wolf) durchführt und zu dem nun ein aktueller Bericht vorliegt. Die Wissenschaftler schätzten aufgrund ihrer Forschungen den Wolfsbestand zum Ende des Monitoring-Jahres 2015/16 westlich der Weichsel auf insgesamt 43 sich reproduzierende Rudel und zehn Wolfspaare oder Gruppen, deren Reproduktionsstatus unbekannt ist. Insgesamt konnte bei 81 Prozent der beobachteten Wolfsrudel Nachwuchs bestätigt werden.

Zusammen mit den mindestens zwölf Rudeln auf deutscher Seite bilden die neun Rudel im Wald von Niederschlesien (östlich von Bad Muskau) und Lubsko (30 km östlich der Stadt Forst/Lausitz) inzwischen den größten zusammenhängenden Wolfsbestand im zentraleuropäischen Flachland. Andere größere Wolfsbestände in Westpolen finden sich mit acht bis neun Rudeln in den Wäldern von Notec (bei Pila) und Drawa (bei Drawno), mit vier bis fünf Rudeln im Walcz Wald (bei Walcz) und mit weiteren fünf Rudeln im Tuchola Wald (etwa 80 Kilometer östlich von Stettin).

„Die Ergebnisse des Wolf-Monitorings in Westpolen bleiben erfreulich“, so Robert Kless vom IFAW-Deutschland. „Sie zeigen, dass die Schutzmaßnahmen in Polen greifen. Positive Bestandsentwicklungen dort wirken sich auch immer günstig auf die Wölfe in Deutschland aus, da sie mit den westpolnischen Wölfen eine Population bilden.“ PM

Beitragsbild: Wolf. Copyright: Joachim Flachs, Quelle: PM IFAW/EuroNatur

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