Wolfsangriff: Tierschutzpartei zeigt Kontaktbüro und Besitzer von getöteter Bracke an

Die “Tierschutzpartei Ethia” hat nach Darstellung auf der Internetseite der Organisation Strafanzeige erstattet bzw. eine wegen eines Wolfsabschusses bereits erstattete Strafanzeige erweitert, indem auch gegen das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen und den Besitzer der von einem Wolf gerissenen Deutschen Bracke, Jan Prignitz, Anzeige erstattet wurde. Die Anzeige erfolge aufgrund angeblicher Verstöße “gegen das Tierschutzgesetz, das Jagdgesetz, sowie des Verdachts der Falschaussagen und weiterer in Betracht kommender Straftatbestände”.

Begründet wird dies damit, dass der getötete Hund “im Gegensatz zur Ursprungsbehauptung auf der Jagd eingesetzt” gewesen sei, und “dieses im Wolfsgebiet zur Ranzzeit”. Als “Zeuge” wird die Darstellung durch den Besitzer des getöteten Hundes auf JAWINA angeführt. Die Tierfreunde von Ethia vertreten die Auffassung, damit habe sich der Jäger “gegenüber seines eigenen Hundes sowie des getöteten Wolfes [sic!]im Sinne des Tierschutzgesetzes strafbar gemacht.”

“Zudem war [sic!]”, so heißt es weiter, “die vorangegangenen Behauptungen, der Hund sei nicht auf der Jagd gewesen, als er getötet wurde, einer der Tötungsgrunde für den erschossenen Wolf. Weiter heißt es auf der Internetseite von Ethia: “Der Jagdhund agierte zudem in offensichtlich nicht angememeldeter Drückjagd, was einen weiteren Verstoß gegen das Jagdgesetz bedeuten würde. Hier sei angemerkt, dass in diesem Falle der multiplen Unzuverlässigkeit in Tat und Aussage der sofortige Entzug des Jagdscheines und der Waffenbesitzkarte des Verantwortlichen erfolgen müsste.”

Da das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen in einer Pressemitteilung behaupte, der Hund sei nicht im Jagdeinsatzgewesen, müsse man “eine wissentliche Falschaussage annehmen, um den Abschuss des Wolfes im Nachhinein zu rechtfertigen.”

Beitragsbild: Aus der Pressemitteilung der “Tierschutzpartei Ethia” zur erweiterten Strafanzeige (Screenshot).

Die Red. dankt JAWINA-Leser DS für den Hinweis!

 

7 Gedanken zu „Wolfsangriff: Tierschutzpartei zeigt Kontaktbüro und Besitzer von getöteter Bracke an

  1. Kr.-Itisch

    Wieder einmal wird der Tierschutz prostituiert, um dubiosen Spendensammlern eine Bühne und Forum zu bieten.
    Widerlich!! Wann lernt unsere Rechtsprechung endlich, dass sie hier auf infame Weise missbraucht werden.

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  2. Grimbart

    Die Klage hat wenig Aussicht auf Erfolg. Der Wolf, der geschossen wurde, hat mit der Bracke nichts zu tun. Auch war der Einsatz der Bracke rein rechtlich völlig in Ordnung, auch wenn man über Sinn und Unsinn unterschiedlicher Meinung sein kann. Ungeschickt war die widersprüchliche Darstellung des Geschehens, was nun zu diesem juristischen Nachspiel führt. Unerfreulich, aber vermeidbar. Man bleibe von Anfang an bei den Fakten.

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  3. fakt

    wolf-sachsen.de/de/464-auf-dem-truppenuebungsplatz-oberlausitz-vom-wolf-getoeteter-jagdhund-war-nicht-im-jagdlichen-einsatz

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    1. Grimbart

      Habe ich mittlerweile auch gelesen. Das ganze Hin und Her ist wirklich blöd gelaufen. Daraus resultieren dann solche Anzeigen. Von Anfang an bei den Fakten bleiben, ansonsten bleibt zumindest immer ein Geschmäckle.

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  4. Franky

    Die wer? Tierschutzpartei Ethia??? O Gott! Denk’ ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht…
    Mehr als Heines Wintermärchen fällt mir zu so einer Scheiße nicht mehr ein…

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  5. Ronbi

    Arme Staatsanwälte.

    Und alles was uns gnädig ist, bewahre uns vor und erlöse uns von dem Ökofaschismus.

    Oder ganz einfach – Herr gib Verstand, wo keiner ist.

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  6. Cedrik

    Ein Hinweis für die Tierschutzpartei.
    Sie soll den Staat, besser die ganze EU aus Gründen des Tierschutzes verklagen. Der Staat und die EU lassen die Produktion von KFZ zu und unterstützt diese. Unzählige Lebewesen, einschließlich dem Menschen, werden im Straßenverkehr getötet. Frei laufende Katzen sind ein Problem. Sie können das Töten von Mäusen und Vögeln nicht lassen, obwohl sie zu Hause genug zu fressen bekommen! Die Beutetiere sind auch Tiere! Weshalb hat Gott die Tiere nicht als Veganer geschaffen? Aber Planzen haben auch eine Seele… Wenn schon Tierschutz, dann konsequent! Das Problem mit Diesel und Feinstaub wird mit dem Verbot von KFZ usw. gelöst! Übrigens auch die zu Recht zu verurteilenden sinnlosen Tiertransprte.

    Ein anderer Gedanke: Das Problem des Tietschutzes gibt es nur weil es Menschen gibt. Konsequent wäre es die Natur sich selbst zu überlassen. Menschen sind keine Tiere und unterliegen nicht dem Tierschutz. Also konsequenter Tierschutz ist: Menschheit ausrotten!

    Oder geht es hier nur um Polemik gegen die Jäger und Jagd?

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