Wolf soll Pferd bei Bremen angefallen haben

+++ Brandenburg: Wolf auf A13 totgefahren +++ Baden-Württemberg: “Volksmeinung total flach halten” – Betroffene enttäuscht von Informationsveranstaltung des Umweltministeriums zum Wolf +++ Schweiz: Ständerat strebt EU-konformes Waffenrecht an +++ Brandenburg: Anwohner im Wolfsgebiet fordern wolfsfreie Zonen +++ Bayern: Jäger schießt angeblich in Richtung von Spaziergängern – Polizei widerspricht +++

Im Bremer Umland soll ein Wolf eine Warmblut-Stute in einem Schulbetrieb angefallen und schwer verletzt haben. Nach einem Bericht des Weser-Kuriers sahen die Betreiber des Reiterhofs in Grasberg, ca, zehn Kilometer nordöstlich von Bremen, bei einem Kontrollgang am Abend einen Wolf auf der Pferdekoppel. Laut schreiend seien sie auf den Wolf zugelaufen, womit es gelang den Beutegreifer zu vertreiben. Für eines der Pferde sei der selbstlose Einsatz jedoch zu spät gekommen: Eine Stute trug am Hinterlauf im Bereich des Sprunggelenks eine schwere Verletzung davon, zwei Sehnen sind durchtrennt. Es sei unklar, ob die Stute jemals wieder im Reitunterricht eingesetzt werden könne. Auf einen Ersatz des Schadens können die Reitstallbetreiber nicht hoffen: Nach dem Vorfall kümmerten sich diese zuerst um die Reinigung und provisorische Erstversorgung der Wunde – an eine DNA-Probe zwecks Wolfsnachweis dachte niemand. Der Wolf gehöre in die Natur, meint die Reitstallbetreiberin im Weser-Kurier, dass die Kinder abends nun nicht mehr alleine auf die Weide gehen könnten, weil es zu gefährlich sei, das interessiere die zuständigen Behörden nicht: Damit müssten sie sich abfinden, habe man ihnen gesagt. red.

Beitragsbild: Pferd. Foto: SE

8 Gedanken zu „Wolf soll Pferd bei Bremen angefallen haben

  1. RK

    Der Wolf mag in “die Natur” gehören. Ob er aber bedingungslos in unsere künstlich geformte und sehr dicht besiedelte Kulturlandschaft gehört, wage ich anzuzweifeln. Da der Wolf europaweit keinesfalls mehr bedroht ist, muss der Schutzstatus verringert werden. Wirksame Vergrämung (dazu gehört auch Abschuss/”Entnahme” von Tieren, die menschlichen Siedlungen nahekommen) ist essentiell. Wir laufen gegen die Wand – die absehbaren und prognostizierten Probleme werden größer werden bis hin zum Tod von Menschen. Das sollte verhindert werden.

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  2. Christian

    Mein Gott immer diese Aufregung über Wölfe ist doch lachhaft. Und immer kommt die Hetze von Bauern . Millionen von Rindern , Schweine usw in Deutschland die die Umwelt kaputt machen usw aber rummeckern über ca 1000 Wölfe in ganz Deutschland . Nachts alleine durch ein Assiviertel zu gehen ist deutlich gefährlicher aber sowas interessiert keine Sau.

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    1. Ralf

      @Christian:
      Ihnen ist alles egal, oder? Hin und wieder sollte man sich überlegen, bevor man kommentiert. Ich bezweifele, dass auch Sie Ihr Kind (haben Sie eines?) in Zukunft nachts durch ein Gebiet alleine laufen lassen werden, in dem die Wölfe keine Scheu mehr vor den Menschen haben und in dem es Tierrisse gab. Das hat nichts mit Rotkäppchen der Gebrüder Grimm zu tun. Jemandem im Hochhaus können Sie das versuchen, so zu erklären wie Sie es hier gerade dargeboten haben. Sie sollten mal mit Menschen in betroffenen Gebieten in Brandenburg sprechen, um sich ein wirkliches Bild zu machen.

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      1. Titus von Unhold

        Wenn so viele Kinder (womöglich die mit rotem Kopftuch auf dem Weg zur Oma?) vom Wolf gerissen werden, wo sind dann die entsprechenden Meldungen aus anderen europäischen Ländern? Ach, die gibt es nicht? Tja, dann ist das wohl nur Panikmache.

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        1. Ralf

          @Titus …:
          Auch für Sie gilt: Hin und wieder sollte man sich überlegen, bevor man kommentiert. Hatte von der Zukunft geschrieben.
          Dennoch:
          Ich habe nur “Wolfangriff” bei Google eingeben und folgendes zuoberst entdeckt:
          https://www.berliner-kurier.de/news/panorama/wolfsangriff-wolf-soll-zwei-kinder-attackiert-haben-30698612

          Weitere Recherche habe ich nicht durchgeführt. Sie haben natürlich Ihre Frage bewusst gewählt, da Sie sicherlich recherchiert hatten, dass es Übergriffe von Wölfen auf Menschen Ende des 2.WK in Russland und außerhalb von Europa gegeben hatte, nicht wahr?
          Die Gefahr, die von Wölfen von Natur aus ausgeht, hier zu beschönigen, herabreden und in Zweifel ziehen zu wollen, ist schlicht und ergreifend VERANTWORTUNGSLOS!

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  3. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Man muss nachts nicht durch ein “Assiviertel” gehen, sehr geehrter Christian. Viele Leute leben aber eben auf dem Land und wollen auch weiterhin dort leben, ohne Angst vor dem Wolf zu haben. Selbst wenn die Angst vieler Menschen vor dem Wolf derzeit objektiv noch nicht angebracht zu sein scheint, muss man doch wohl damit rechnen, dass es auch Übergriffe auf den Menschen geben wird, wenn die Ausbreitungs- und Reproduktionsdynamik (30 – 35 Prozent Jahreszuwachs) von Canis lupus so weitergeht. Wer das leugnet, handelt verantwortungslos.
    Wenn über kurz oder lang die Weideviehhaltung aufgegeben werden muss, wird sich in unserem Land manches ändern. Informieren Sie sich einfach mal über den Einfluss der Beweidung auf unsere Kulturlandschaft. Und gehen Sie mal in ein Dorf auf dem flachen Land, beispielsweise in Brandenburg, und schauen Sie dort mal dem Volk aufs Maul. Die Anfangseuphorie dem Wolf gegenüber hat sich ins Gegenteil verkehrt.
    Im Baltikum wird der Wolf regulär bejagt und dennoch billigt die EU den dortigen Wolfsbeständen einen günstigen Erhaltungszustand zu. Warum geht das bei uns nicht? Weil Regierungen und Ministerialbürokratie den ideologisch motivierten Naturschutz fürchten, der sich ständig laut jammernd für den weiteren Totalschutz des Wolfs einsetzt. Hinter vorgehaltener Hand hört man, dass die EU auch Deutschland eine reguläre jährliche Wolfsabschussquote zubilligen würde, wenn man es denn nur beantragte!

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  4. Ronbi

    Wie ist das in NDS leben jetzt geschätzt 200 adulte Wölfe, in etwa so viel, wie in Schweden.

    In Süd Tirol, Polen, der Ukraine, Armenien, Türkei, Israel beißen Wölfe auch Menschen krankenhausreif.

    Viel Spaß beim Gang zu den unbeleuchteten Mülltonnen in der Nacht, auch in der Stadt.

    Was ist mit den vielen vermißten Personen?

    Ich finde von Rehen, wenn überhaupt, nur noch die Wirbelsäule.

    Wölfe lassen so wenig übrig.

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