Wölfe aus Sperrgebiet um Tschernobyl überfallen Dörfer

Die Einwohner mehrerer Dörfer im Süden Weißrusslands klagen über zunehmende Angriffe von Wölfen. Das berichtet der staatliche russische Nachrichtensender “Stimme Russlands”. Die Wölfe kommen aus der Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl und greifen Hunde und Vieh an. Ein Wolf hat dem Bericht zufolge im Dorf Krasnoje in den letzten Tagen 20 Hunde, fünf Kälber und ein Schwein getötet.

Nach Ansicht von russischen Experten ist das aggressive Verhalten der Wölfe darauf zurückzuführen, dass sie derzeit eine Hungerperiode erlebten. Deshalb “erweiterten sie ihr Futtergebiet”. Während der Hungerperiode seien auch Überfälle auf Menschen möglich, heißt es weiter. In den letzten zehn Jahren wurden im Süden von Weißrussland mindestens sechs Personen von Raubtieren angegriffen, die aus der Sperrzone kamen. SE

Ein Gedanke zu „Wölfe aus Sperrgebiet um Tschernobyl überfallen Dörfer

  1. Joachim Ernst

    In Hungerperioden hat es in Europa immer wieder Übergriffe von Wölfen auf menschliche Siedlungen gegeben. Dies nicht nur bezogen auf kleine Dörfer oder einsam liegende Gehöfte. Auch Städte wie Paris hatten gelegentlich mit solchen Problemen zu kämpfen. Anschaulich nachzulesen ist dies bei Fernand Braudel “Sozialgeschichte des 15. bis 18. Jahrhunderts”.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.