Wildschweine machen Stress

Kriegsgräberstätte verwüstet – Volksbund ruft zu Spenden auf

In Berlin ist am Samstag gegen 14.00 Uhr eine Wildschweinrotte in der Nähe des Flughafens Tegel am belebten Kurt-Schumacher-Platz im Bezirk Reinickendorf aufgetaucht. Ein Keiler sonderte sich von der Rotte ab und verletzte im Volkspark Rehberge einen Mann und zwei Frauen. Die Polizei erschoss den Keiler, der Rest der Rotte zog sich ohne weitere Komplikationen in die umliegenden Grüngebiete zurück.

In Siegen (NRW, Kreis Siegen-Wittgenstein) streifte ein Wildschwein gegen 16.00 Uhr durch die Innenstadt und überquerte von Autos und Fußgängern stark frequentierte Straßen und Gehwege. Ein Polizeiwagen nahm die Verfolgung auf, woraufhin das Tier die Flucht ergriff und durch die Glastür eines Friseursalons sprang. Die Polizei blockierte die Tür mit dem EInsatzfahrzeug, ein zur Unterstützung herangezogener Jäger erlegte das Tier im Friseursalon.

Erheblichen Sachschaden haben Wildschweine auf der deutschen Kriegsgräberstätte Maissemy in Frankreich angerichtet. Es sei nicht das erste Mal, diesmal aber besonders schlimm, sagte ein Mitarbeiter des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Schadensfläche dehnt sich auf über einen Hektar aus. Die Behebung der Schäden wird schätzungsweise 20.000 Euro kosten und kann aufgrund der derzeitigen Wetterlage erst im Frühling erfolgen. Der Volksbund ruft zu Spenden zwecks Wiederherstellung des Gräberfelds auf. SE

Beitragsbild: Wildschwein. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Lesern JG und NoS für ihre Hinweise!

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