Wilderer tötet vier Menschen und sich selbst

Der Wilderer, der bei seiner versuchten Festnahme und anschließenden Flucht drei Polizisten und einen Rettungswagenfahrer erschoss, ist vermutlich tot. Fahnder fanden bei der Stürmung seines Anwesens im niederösterreichischen Örtchen Großpriel eine brennende, bereits verkohlte Leiche. DNA-Proben sollen nun Gewissheit bringen, ob es sich bei dem Mann um den Täter handelt, den 56jährigen Transportunternehmer und bislang unbescholtenen Familienvater Alois H.

Dem Mann wird zur Last gelegt, in mindestens sechs Fällen Hirsche gewildert, ihre Häupter abgetrennt und die Wildkörper an der Straße liegen gelassen zu haben. Zu Klärung des Falls wurde extra eine Sonderkommission gegründet, die Alois H. offenbar auf die Spur gekommen war. Die Straßensperre, die H. mit seinem Fluchtwagen durchbrach, war wohl zu seiner Festnahme errichtet worden. Beim versuchten Zugriff erschoss Alois H. zwei Polizisten und einen Rettungswagenfahrer und nahm einen weiteren Polizisten als Geisel, der später tot aufgefunden wurde.

Dann flüchtete er auf sein Anwesen in Großpriel bei Melk, wo er sich verschanzte. Mehr als hundert Polzisten und Hilfskräfte des Bundesheers mit Schützenpanzern hatten das Gehöft in der Nacht belagert. Die Polizei prüft, ob Alois H. weitere Straftaten zur Last gelegt werden müssen. Möglicherweise soll er an einem Mordversuch an einem Jäger beteiligt gewesen sein. SE

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