Wie (un)gefährlich sind Legalwaffen? Petition soll Klarheit schaffen

44.000 Unterschriften fehlen noch – DJV ruft zum Mitmachen auf.

Trägt legaler Schusswaffenbesitz maßgeblich zur Ausübung von Straftaten bei? – Diese Frage kann im Moment keine Statistik so recht klären. Damit sich das ändert und zukünftig die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zwischen legalem und illegalem Waffenbesitz unterscheidet, läuft seit 15. März eine Petition (Nummer 40274) im Ausschuss des Bundestages. 50.000 Unterschriften werden benötigt, damit das Thema im Bundestag auch diskutiert wird. Nach drei Wochen Laufzeit haben rund 6.000 Personen die Petition unterschrieben. Es fehlen somit 44.000 Unterschriften. Ein mageres Ergebnis in Anbetracht der 357.000 Jagdscheininhaber in Deutschland.

Deshalb ruft der DJV jede einzelne Jägerin und jeden einzelnen Jäger auf, diese Petition mit zu zeichnen! Nachdem das Mitzeichnen auf der Internetseite des Bundestages einige Tage lang technisch nicht möglich war, ist die Zeichnungsfrist der Petition auf den 18. April 2013 verlängert worden.

Mitzeichnen können Sie hier.

Weshalb Jägerinnen und Jäger die Petition unterstützen sollten:

Die öffentliche Meinung zum privaten Schusswaffenbesitz sowie die Forderungen von Politik und Medien beruhen oft auf wenig differenziertem Zahlenmaterial. Befürworter eines schärferen Waffenrechtes argumentieren bei Waffengewalt mit der Gesamtzahl der Straftaten. Das „Bundeslagebild Waffenkriminalität“ des BKA zeigt jedoch, dass nicht der legale, sondern der illegale Besitz beziehungweise erlaubnisfreie Besitz problematisch ist. Eine weitere Verschärfung des Waffenrechtes träfe ausschließlich den legalen Waffenbesitz und ist daher wenig sinnvoll. Um Kriminalität mit illegalen Waffen besser zu belegen und um Argumente für ein sinnvolles Waffengesetz anführen zu können, wird die Unterscheidung in illegale und legale Waffen für die PKS gefordert. PM DJV

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