Wie sieht’s hier denn aus?

In eigener Sache: Terrorismus light – Jawina und die Hacker

Letzte Woche war es wieder mal soweit: Täglich gingen alarmierende Sicherheitsmeldungen ein, die Jawina-Seite wurde angegriffen. Im Rahmen eiligst ergriffener Abwehrmaßnahmen wurden u.a. etliche Skripte aktualisiert, die in den neuen Versionen nicht mehr mit denen für das Seitendesign kooperierten. Ergebnis: Seitendesign kaputt. Also kein Relaunch, keine Geschmacksverirrung, keine neue Schlichtheit, wie aufgeregte Mailschreiber vermuteten. Es ist nicht das erste Mal, das wir angegriffen wurden, und es wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein. So ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis der große Hack, der Super-GAU gelingt. Erst vor wenigen Wochen hatten wir über die ziemlich vollständige Zerstörung der Seite von African Indaba berichtet. Wenn ihr also bei einem Besuch von Jawina irgendwann nur eine Fehlermeldung (z.B. den beliebten Error 404) oder die Meldung “Zugriff verweigert” vorfindet, wenn hier Pornos oder Anti-Jagd-Propaganda laufen – dann wisst ihr, warum.

Jawina_kaputt

Jawina kaputt – so sieht die Seite mit zerschossenem Design aus.

Es ist eine Illusion zu glauben, dass man sich vor solchen Angriffen wirklich schützen könnte. Wenn die NASA, Industriekonzerne, die Iraner mit ihren Atomanlagen es nicht schaffen, ihre Systeme vor Cyberkriminalität zu schützen, obwohl es um Millionen geht, obwohl die Betreiber wissen, dass sie hochgradig gefährdet sind und über gigantische finanzielle und personelle Ressourcen verfügen – dann ist klar, dass man als kleiner Onliner von Datensicherheit nur träumen kann. Und leider, leider ist vom Gewaltmonopol des Staates – und dem Schutzanspruch, der durch dieses bedingt wird – auf diesem Gebiet nicht viel zu spüren. Entweder schützt Du dich selbst vor diesem “Terrorismus light”, so wie es im Wilden Westen mal war – oder keiner tut es. Schade eigentlich. SE

 

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