Wenn du geschwiegen hättest…

… wärst Du (vielleicht) Jäger geblieben…

Klassischer Fall von “dumm gelaufen” für einen Jäger aus Franken: Neujahr 2015 kam er auf dem Rückweg vom Revier in eine Polizeikontrolle, wobei er sich einem Atemalkoholtest unterziehen musste. Das Messgerät zeigte, wie das Online-Portal inFranken berichtet, einen Wert von 0,56 Promille an. Die Polizisten wollten den Weidmann daher im Einsatzfahrzeug auf das Polizeirevier verbringen, wo ein Blutalkoholtest durchgeführt werden sollte. Doch da kamen dem Legalwaffenbesitzer Bedenken: Er könne sein Auto doch nicht einfach so stehen lassen, da seien doch zwei Gewehre hinter dem Fahrersitz…

Solcherart mit der Nase drauf gestoßen, wollten sich die Beamten die Waffen natürlich genauer ansehen – und stellten dabei fest, dass die eine der zwei hinter den Sitzen lagernden Flinten noch geladen war. Resultat: Ein Monat Fahrverbot, die besagte Flinte wurde “eingezogen”, der Strafrichter am Amtsgericht Kitzingen setzte in dem jetzt ergangenen Urteil eine Geldstrafe von 35 Tagessätzen à 65 Euro fest. Damit blieb das Gericht zwar unter der Grenze von 60 Tagessätzen, ab der die waffenrechtliche Zuverlässigkeit regelmäßig als nicht mehr gegeben angesehen wird. Doch die für den Jäger zuständige Waffenbehörde wird sich spätestens bei der nächsten Jagdscheinverlängerung und der damit verbundenen Regelüberprüfung genauer für den Fall interessieren. Nicht erst seit dem jüngsten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Thema Alkohol bei der Jagd ist  bei einer Verurteilung wegen eines waffenrechtlichen Verstoßes unter Alkoholeinfluss davon auszugehen, dass der Jäger Jagdschein und WBK für lange Zeit abgeben muss. SE

Beitragsbild: Flinte im Auto (Symbolbild, Copyright: SE). Merke: Waffen offen sichtbar im Auto zu transportieren, empfiehlt sich nicht! Schon deshalb nicht, weil die Waffe(n) bei einer Routine-Verkehrskontrolle immer die Aufmerksamkeit der Polizisten erregen werden – und schon kleinste Verstöße gegen waffenrechtliche Bestimmungen streng geahndet werden.

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