Wellershoff: “Wölfe ins Saarland umsiedeln”

+++ Thüringen: Weiterer Wolfshybrid erlegt +++

Mit einem praxisgerechten Vorschlag meldet sich der Präsident des Landesjagdverbands Brandenburg (LJVB) , Dirk-Henner Wellershoff, in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zu Wort: In einem Interview mit dem Blatt schlägt Wellershoff vor, überzählige Wölfe aus Brandenburger Landen in Gegenden zu bringen, wo es noch keine gibt, “zum Beispiel ins Saarland oder nach Hessen”. Man müsse “die nicht umbringen.” An ihrem neuen Zielort angekommen sollten die Wölfe dann nach dem Willen Wellershoff “ausgebürgert” werden, was vermutlich heißen soll, dass sie nicht in ihre Brandenburger Heimat zurückkehren dürfen, falls sie in Hessen oder dem Saarland Probleme machen. Reaktionen Brandenburger Weidetierhalter bzw. von deren Kollegen aus dem Saarland oder Hessen liegen bislang nicht vor. Desweiteren spricht Wellershoff in dem Interview über den Schwenk von “Wald mit Wild” zu “Wald vor Wild” der Brandenburger Landesforst, die Zusammenführung von Forst- und Jagdbehörde und die Konsequenzen daraus, sowie die Bogenjagd und die Probleme bei der Wildschweinbejagung. SE

Beitragsbild: Headline des Interviews mit Wellershoff in der MAZ (Screenshot).

9 Gedanken zu „Wellershoff: “Wölfe ins Saarland umsiedeln”

  1. JM

    Super Idee!
    Aus Niedersachsen heraus können wir auch noch behilflich sein. Damit können wir alle Südländer mit Wölfe versorgen. Dann gibt es auch dort die heile Welt von Wald und Wild.

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  2. Ralf

    Witzige Idee eigentlich. Allerdings sollte man in dem Zuge auch daran denken, Irland ein paar Wölfe zukommen zu lassen. Ich bin 2006 mit meiner Noch-nicht-Frau (jetzt Nicht-mehr-Frau 😉 mit nem Golf 5 quer durch Irland gefahren. Da ist überwiegend nichts mit Weidezäunen. Die irischen Schafhalter würden Phil Hogan schön den Marsch blasen, wenn er ihnen dann was von Zäunen und Entschädigungszahlungen erzählen würde. In Tullamore gab es ein Whisky-Museum. Bezogen auf die beiden Wolfshunde auf der Whisky-Flasche mit dem grünen Label ist beim Museumbesuch irgendwie was mit “Abwehr von Wolfangriff auf Kinder” hängen geblieben. Irland hatte also auch mal Wölfe und wir sollten Herrn Hogan die Wölfe zurückbringen nach Irland.
    Auch wenn mir das für die Iren, die ich als sehr sympathisch erfahren habe, leid tut. Aber sonst wird sich in der EU offensichtlich nicht viel diesbezüglich bewegen. Man hält weiter an der strengen Schutzstufe der Wölfe in der FFH fest.

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  3. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Macht mal bei dem Herrn Wellershoff einen Drogentest. Nüchtern kann er jedenfalls bei den Sprüchen nicht gewesen sein.

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  4. UT

    Repräsentiert Herr Dr. Wellershoff mit sener wiederholten und unsachlichen Polemik tatsächlich den mehrheitlichen Teil des LJV Brandenburg?

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  5. Ronbi

    Die Schotten brauchen unbedingt ein paar Wölfe. Noch sind sie in der EU. Außerdem zu viele Hirsche und ausländische Oligarchen.

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  6. D. Frehse

    Witzige Idee,
    Berlin und die Landeshauptstadt Potsdam haben sich hinter dem Berliner (Autobahn) Ring verschanzt.
    Wölfe können die Wildschweinpopulation im Grunewald und den Hundebestand in Berlin reguleren

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  7. Ansitzjäger

    Anstatt so einen Quatsch von sich zu geben, sollte der LJV verstärkt die Aufnahme des Wolfes in den Katalog der jagdbaren Tiere verfolgen. Damit wäre eine artenverträgliche Population des Wolfes im Rahmen eines bundesweit greifenden Wolfsmanagement möglich und es bräuchten keine Wölfe deportiert werden. Es geht hier doch nicht darum, den Wolf loszuwerden, sondern zu schauen, was mit ihm möglich ist. Kritisch wird es nur, wenn durch die Ansiedlung einer Spezies eine andere verschwindet. Siehe Muffelwild. Da hilft eben nicht der realitätsfremde Vorschlag des LJV Brandenburg, im Gegenteil, er schädigt! Habe heute meinen Austritt erklärt, da ich so einen Quatsch nicht mittragen kann.

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