Waffenrecht: GroKo verhindert grüne Verbotsorgie

Vater von Winnenden Attentäter zahlt halbe Million – Immer mehr Waffenverbote in Deutschland

Bei der heutigen Diskussion um anstehende Waffenrechtsverschärfung haben SPD und CDU sich geschlossen gegen die Verbotswünsche der Grünen (JAWINA berichtete) ausgesprochen. Das Verbot von Halbautomaten und großkalibriger Sportwaffen ist damit – vorerst – ebenso vom Tisch wie die Befristung von WBKs und regelmäßige Psychotests für Waffenbesitzer. Kommen wird allerdings die Verschärfung der Aufbewahrungsvorschriften. Künftig werden A- und B-Schränke nicht mehr ausreichen, es werden Behältnisse des Widerstandsgrads 1 oder 0 gefordert. Für Altbesitzer gilt jedoch ein weitreichender Bestandsschutz. Wer als Jungjäger oder Sportschütze künftig zum Legalwaffenbesitzer wird, muss jedoch nicht nur für die Anschaffung eines entsprechenden Waffenschranks tief in die Tasche greifen: Der Transport eines solchen Ungetüms beim Umzug dürfte jedesmal die Inanspruchnahme eine Fachfirma erforderlich machen.

Der Vater des Winnenden-Attentäters hat sich mit der Unfallkasse Baden-Württemberg außergerichtlich auf eine Zahlung von 500.000 Euro für Behandlungskosten von Opfern und Hinterbliebenen und Renten geeinigt. Das berichtet die FAZ. Die Kosten belaufen sich bislang auf 700.000 Euro. Der FAZ zufolge habe der Mann allerdings eingeräumt, “im Moment kein Geld” zu haben. Der Vater, ein Sportschütze, hatte die Tatwaffe, mit der Tim K. 2009 in Winnenden 15 Menschen und sich selbst erschoss, unverschlossen in seinem Schlafzimmer aufbewahrt, wofür er zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt wurde.

Nach einem von den Stuttgarter Nachrichten zitierten Bericht der Ruhr Nachrichten wird immer mehr Menschen in Deutschland der Waffenbesitz verboten. Im Nationalen Waffenregister seien demnach 19.346 Verbotsfälle gespeichert. Zwei Jahre zuvor seien es noch rund 15.500 Fälle gewesen. SE

Beitragsbild: Schreckschusswaffen. Foto: SE

4 Gedanken zu „Waffenrecht: GroKo verhindert grüne Verbotsorgie

  1. Klaus

    Da wurden die Vorschläge der Grünen als Deutschlands Verbotspartei zum Glück ja abgeschmettert. Aber was kann schon von den Grünen schon vernüftiges erwarten? “Ein Grüner ist doch erst glücklich, wenn er anderen was verbieten kann.” Aber brauchen wir in Deutschland solche Politiker?

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  2. Stefan Wurm

    Wie mein Vorredner Klaus schon ganz korrekt schreibt:
    Egal in welchem Bereich, die Grünen wollen immer nur verbieten. Angefangen hat alles mit Tempolimits, dann sollte Benzin 5 Mark kosten, von abstrusen, falschen und völlig überzogenen Umweltauflagen mal ganz zu schweigen, auch die Sportschützen sind ein Dauerthema bei den Ökokommunisten. Hätte das deutsche Volk nur etwas mehr Verstand würden die Grünen dort herumdümpeln, wo sie hingehören, nämlich so etwa bei 0,4%. Ich verstehe nicht, warum so viele Deutsche eine Partei wählen, die die persönliche Freiheit so dermaßen einschränken will – in allen Belangen außer vielleicht in Drogendingen. Haben die Menschen so viel Angst vor der Selbstbestimmung? Sind alle so obrigkeitshörig und devot? Ich weigere mich das zu glauben und hoffe darauf, daß die Menschen diese Verbieterpartei eines Tages durchschauen.

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    1. admin Beitragsautor

      Dass die Grünen die persönliche Freiheit in allen Belangen außer in Drogendingen einschränken wollen, stimmt so ja nun nicht: Sex mit Kindern wollten sie auch mal erlauben…

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    2. Lars

      Die Freiheit wollen eigentlich nur die Capitalistisch Schamlose und die Capitalistisch Durchregierende Union einschränken. Keine anderen Innenminister haben es geschafft, sich in so wenigen Jahren so viele Klatschen vor dem BVerfG abzuholen. Die aktuellen Überwachungs- und Grundrechtebeschneidungsgesetze werden auch wieder kassiert.

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