Waffenrecht: Gegenüber Ex-Freundin gewalttätig geworden – Zuverlässigkeit futsch

Einem Jäger aus dem Kreis Coesfeld (NRW) waren Jagdschein und WBK entzogen worden, nachdem er in angetrunkenem Zustand gegenüber seiner Ex-Freundin gewalttätig geworden war und ihr ein Verbrechen angedroht hatte. Ein amtsärztliches Gutachten hatte dem jungen Mann daraufhin ein erhöhtes Aggressionspotenzial und eine Neigung zu unbesonnenem Verhalten bescheinigt. Gegen den Verlust der waffenrechtlichen Erlaubnisse klagte der Jäger vor dem Verwaltungsgericht Münster, wie die Westfälischen Nachrichten berichten. Der Kläger argumentierte, dass das Gutachten im Widerspruch stehe zur der Erteilung eines Jagdscheins im Jahr 2016. Damals sei seine Zuverlässigkeit nicht beanstandet worden. Diesen Einwand hielt die Richterin dem Zeitungsbericht zufolge nicht für stichhaltig. Da auch der Rechtsbeistand des Klägers keine Aussicht auf Erfolg in dem mündlichen Verfahren sah, zog der Prozessbevollmächtigte die Klage nach Absprache mit seinem Mandanten zurück. red.

Beitragsbild: Schnell weg, schwer wieder zu bekommen – Jagdschein und WBK. (Archivbild). Foto: SE

15 Gedanken zu „Waffenrecht: Gegenüber Ex-Freundin gewalttätig geworden – Zuverlässigkeit futsch

    1. Uwe

      Sehr weise und richtige Entscheidung …..wer seine Impulskontrolle nicht im Griff hat, darf keine Waffe führen.

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    1. jochen

      Ja aber wie man hier ja sofort eindrucksvoll beobachten kann, sogar die Herren der Schöpfung springen der holden Weiblichkeit sofort zur Seite. Scheinen noch nicht viel erlebt zu haben, im Leben, diese “White Knights”. Lügen, Tränen und der männliche Beschützerinstinkt sind extrem wirkungsvolle Werkzeuge, im weiblichen Handwerkerkasten.

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  1. Harry Lücke

    Wer sich im angetrunkenen Zustand nicht unter Kontrolle hat kann auch keine Zuverlässigkeit mehr darstellen. Der jenige fährt auch unter Alkohol mit dem Auto. Und solchen Personen gehört die Erlaubnis entzogen. Bin selber Waffenbesitzer und habe für solche Leute kein Verständnis

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  2. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Nach dem Gutachten und Urteil müßte eigentlich auch die Fahrerlaubnis entzogen werden, denn ein Auto kann auch als Waffe benutzt werden, wie wir alle wissen.

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  3. Salih Özkan

    Absolut richtig!!!
    Du bist nicht zuverlässig, wenn Du einem anderen Gewalt auch nur androhst.
    Ein WBK besitzer muss sich bewusst sein, das Ihm mit der Erteilung eine größe bürde auferlegt wurde.

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        1. Anko

          Etwas Sticheln sei mir erlaubt, nachdem Salih Özkan mit seinem Bürde-Kommentrar so untertänigst daher kam 🙂

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  4. RK

    Gutes Beispiel, wie scharf die Rechtsprechung ist (hier im konkreten Fall vermutlich zu Recht). Strategischer Fehler des Delinquenten: Er hätte – um Aussichten auf Erfolg zu haben – das Gutachten angreifen müssen. Nach dem Zeitungsbericht hat er das wohl nicht getan. Damit war die Entscheidung des Gerichtes klar.

    Da hier auch die Konstellation “Rosenkrieg und LWB” angesprochen wurde: Es wird ein Fall kolportiert, wo ein LWB (Legalwaffenbesitzer) in weiser Voraussicht seine Waffen vor der Trennung von seiner Lebenspartnerin ausgelagert hatte (Ausleihe mit Schein an andere LWB und Verwahrung dort im Safe). Die Dame zeigte ihn nach der Trennung an und behauptete, mit einer Waffe bedroht worden zu sein. Erfolglos. Sie wurde dann meiner Erinnerung nach auch strafrechtlich belangt. Wir bewegen uns in einem Minenfeld. 😉
    Konsequenz für jeden LWB: Im Zweifel immer die eigenen Impulse sehr gut kontrollieren und maximal entspannt sein… *ommmm*

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