Von Terrier gerissenes Reh: Pathologiebericht bestätigt Tatverdacht

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Der Fall eines von einem Jack Russell Terrier gewilderten und übel zugerichteten Rehs (JAWINA berichtete) hat Empörung, Erstaunen, erboste und verunsicherte Leserkommentare sowie diverse alternative Theorien über mögliche andere Verursacher hervorgerufen. Der Amtsveterinär des Kreises Siegen-Wittgenstein – der Fall ereignete sich in einem Jagdrevier im Kreisgebiet – hat wegen der Aufregung um den Fall den Kadaver des Rehs angefordert und in einem pathologischen Institut in Arnsberg untersuchen lassen, wie der Siegerlandkurier berichtet. Auf Anfrage der Zeitung teilte die Kreisverwaltung mit, dass die pathologischen Untersuchungen den Schluss zuließen, “dass alle Abdrücke von dem an dem noch lebenden Reh beim Zubeißen beobachteten Terrier stammen können. Ob bereits vorher ein Fuchs das bewegungseingeschränkte Reh attackiert habe, könne – wenn überhaupt – nur spekuliert werden.” Vielfach waren Zweifel geäußert worden, ob ein so kleiner Hund wie ein Jack Russel Terrier ein Reh so zurichten könnte. Dazu erklärt der Kreis laut Siegerlandkurier: “Die Auffindesituation, die sich aus weiteren vorliegenden Bildern ergibt, zeigt, dass das Fell in kleinen Stücken von dem Tierkörper abgerissen wurde und nur an der obenliegenden Tierkörperseite. Ein Hund – wie dieser beobachtete Terrier – wäre hierzu in der Lage.”

Es bleibe offen, ob es sich “um das Werk eines einzigen Fleischfressers handele”, “Hinweise auf eine Manipulation des Tierkörpers durch einen Menschen” gebe es jedoch nicht.

Beitragsbild: Gewildertes Reh (Ausschnitt, das vollständige Foto findet sich in dem verlinkten JAWINA-Bericht.). Foto: privat

Die Red. dankt JAWINA-Leser HJB für den Hinweis!

Ein Gedanke zu „Von Terrier gerissenes Reh: Pathologiebericht bestätigt Tatverdacht

  1. Ronbi

    Mich ließ nur die Aussage eines Mitkommentators stutzen: “an den Vorderläufen, wie abgeschärft”. Allerdings an den Hinterläufen sah es abgerissen aus. Leider gab es keine Aussage zur Untereite des Rehs. Dann wäre vieles klarer gewesen. Und auch dass die Decke in kleinen Stücken abgerissen wurde, ist wesentlich. Sollte ich jemandes Geuld strapaziert haben, so tut es mir leid.
    Leben, heißt eben lernen.

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