Verzehr von Wildbret stagniert

Fleisch von Wildschwein, Reh, Rot- und Damwild ist nach wie vor ein geschätztes Lebensmittel, meldet der DJV: Knapp 26.800 Tonnen Wildbret verspeisten die Deutschen im letzten Jagdjahr.

Saftiger Wildschweinschinken oder zarte Rehkeule stehen nicht nur zu Weihnachten hoch im Kurs. Nach einer aktuellen Hochrechnung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) wurden in der vergangenen Jagdsaison (1. April 2016 bis 31. März 2017) 26.800 Tonnen heimisches Wildbret zubereitet und gegessen. Das Fleisch vom Wildschwein mit 13.900 Tonnen ist nach wie vor am begehrtesten. Auch Reh erfreut sich mit 8.900 Tonnen großer Beliebtheit. Vom Rotwild wurden 2.700 Tonnen verzehrt, gefolgt vom Damwild mit 1300 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr bedeuten die aktuellen Zahlen jedoch einen leichten Rückgang beim Wildfleischverzehr. Insbesondere der Verzehr von Wildschweinfleisch sank trotz Vermarktungsoffensiven und tendenziell eher nachgebenden Preisen von 14.340 Tonnen im Jagdjahr 2015/16 auf 13.900 Tonnen im zurückliegenden Jagdjahr.

Nach einer DJV-Umfrage ist Wildfleisch ein beliebtes Lebensmittel: 60 Prozent der Deutschen essen mindestens einmal im Jahr Wild. Beim Kauf empfiehlt der DJV allerdings genau hinzuschauen und auf Regionalität zu achten. „Idealerweise kaufen Verbraucher direkt beim Jäger oder Metzger ein”, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Dr. Jürgen Ellenberger. Die Marke „Wild aus der Region” garantiert dabei die Herkunft aus heimischen Revieren.

Mit der Kampagne „Wild auf Wild” macht der DJV Appetit auf mehr: Über 200 Rezepte für die moderne Küche gibt es zum Herunterladen auf wild-auf-wild.de, einige sogar mit Videoanleitung. Wildbretanbieter in der Nähe finden Interessierte über die Postleitzahlensuche.

Beitragsbild: Fast 27.000 Tonnen heimisches Wildbret kamen im vergangenen Jagdjahr auf den Teller. Quelle: DJV

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