Verbände streben Verbot der Auslandsjagd an

Die im Deutschen Naturschutzring e.V (DNR) zusammengefassten Verbände haben Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in einem Schreiben aufgefordert, die Einfuhr von Trophäen geschützter Arten zu verbieten. Die Forderungen sind so weitreichend, dass deren Umsetzung einem Verbot der Auslandsjagd gleichkäme. Einfuhrgenehmigungen für Jagdtrophäen geschützter Arten werden, wie die Autoren des Schreibens an Hendricks selbst einräumen, bislang nur erteilt, wenn

– die Einfuhr den Erhaltungszustand der Art oder das Verbreitungsgebiet der Population nicht beeinträchtigt,

– das Exemplar gemäß den geltenden Rechtsvorschriften erworben wurde,

– keine “sonstigen Belange des Artenschutzes” entgegenstehen,

– im Falle streng geschützter Arten die Einfuhr “maßgeblich und greifbar” zum Erhalt der Art beiträgt.

Von 2005 bis 2014 wurden dem DNR-Schreiben (das der Redaktion vorliegt) zufolge von 1614 gestellten Anträgen nur fünf Anträge abgelehnt. Die Verbände bezweifeln, dass die strenge Genehmigungspraxis “den rechtlichen Anforderungen und vor allem dem Vorsorgeprinzip” entspräche.

Die Verfasser bezweifeln überdies, dass die Jagd zum Artenschutz beiträgt. Sie argumentieren mit vorgeblichen Missständen und blenden alle Sachargumente und Forschungsergebnisse aus, die ihrer jagdfeindlichen Ideologie widersprechen, wie etwa die Tatsache, dass in Kenia nach dem Verbot der Großwildjagd die Bestände der geschützten Arten um zwei Drittel eingebrochen sind. Die geschützten Arten wie Löwe, Elefant oder Leopard sind lokal vor allem durch Lebensraumverluste und Wilderei bedroht. Eine nachhaltige Bejagung ist in vielen Biotopen möglich und trägt zum Schutz und Erhalt der Arten und der Biotope bei

Dessen ungeachtet haben die grünen Parteien im Europaparlament eine schriftliche Erklärung zum Verbot der Trophäeneinfuhr eingereicht, die den Forderungen des DNR weitgehend entspricht. SE

Beitragsbild: Briefkopf des DNR-Schreibens an Umweltministerin Hendricks.

 

Ein Gedanke zu „Verbände streben Verbot der Auslandsjagd an

  1. FRank

    Zum Kotzen! In der Schule nur rumgepennt, aber für ‘nen töften Job in Unweltverbänden und Parlamenten reicht’s ja noch, also was solls.
    Dank an Jawina für die verlinkte Erklärung, die nichts als die bewährten Muster des Strategiepapiers (http://www.die-neuen-68er.de/pdf/strategiepapier.pdf)
    bedienen. Zitat aus der Erklärung: Die Behauptungen, dass Einnahmen aus der Trophäenjagd dem Artenerhalt und ortsansässigen Gemeinschaften nutzen würden, wurden von Wissenschaftlern widerlegt.
    Wir haben also Leute mit Zugang zum europäischen Parlament, die – beachtlich! – anders als Jawina nicht mal im Stande sind, Quellen zu nennen. ‘Wissenschaftler haben widerlegt’ als Tatsachenbehauptung ohne jede Nennung von Quellen, Rößern, Reitern. Da müssen wir uns über Leute wie Oettinger echt nicht beschweren…(Ironiemodus aus)

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