Verbände starten Initiative „Wolf bleibt Wolf“ in Brandenburg

+++ Brandenburg: Wolf auf der A113 überfahren +++ NRW: “Wolfspufferzone” in der Eifel? +++ Südtirol: Anti-Wolfs-Demo am 6. Juni in Sterzing +++ Niedersachsen: Freundeskreis freilebender Wölfe klagt gegen Abschussgenehmigung für GW717m +++

Die Verbände im ländlichen Raum haben unter Federführung des Landesjagdverbandes Brandenburg (LJVB) nunmehr auch ein landesspezifisches Informationsportal zur Initiative „Wolf bleibt Wolf – Verantwortung für Mensch, Tier und Natur!“ freigeschaltet. Anlässlich der heute letzten Sitzung des Agrar- und Umweltausschusses in dieser Legislaturperiode appellieren die Verbände, dass sich der künftige Ausschuss ernsthafter mit dem Thema Wolf auseinandersetzt. „Die vergangenen fünf Jahre waren zwar durch ein Steigen des Problembewusstseins geprägt, jedoch nicht mit einer Zunahme der dringend notwendigen Problemlösungskompetenz im politischen Raum“, sagt Dr. Dirk-Henner Wellershoff, Präsident des Landesjagdverbandes und Vorstand im Forum Natur. Dieser Zustand müsse sich in der kommenden Legislaturperiode ändern, wenn man die Akzeptanz für den Wolf in der Brandenburger Bevölkerung erhalten wolle.

Es sei zwischenzeitlich unverkennbar, dass das Thema Wolf die Wahlentscheidung vieler Menschen in den ländlichen Räumen beeinflusse. „Es muss der Politik klar sein, dass weite Teile der Bevölkerung den Eindruck gewinnen, dass sie mit der Rückkehr dieses Raubtieres gänzlich im Stich gelassen werden“, sagt Wellershoff. Es reiche dabei nicht aus, dass man unter der Worthülse „Wolfsmanagement“ ausschließlich versuche, die Konflikte unter Menschen zu managen. Vielmehr sei für Brandenburg längst der Zustand erreicht, in ein aktives Bestandsmanagement des Wolfes einzusteigen. Zum Vergleich: Im flächenmäßig elf Mal größeren Finnland ist ein Wolfsbestand von rund 200 Tieren akzeptiert. In Brandenburg leben bereits mehr als doppelt so viele Wölfe, aber an eine Regulierung der Bestände denkt auch weiterhin keiner in der Politik. Indes steigen die Konflikte täglich an. Das Ignorieren dieses Zustandes würde von den Menschen zwischenzeitlich exemplarisch für ein Aufgeben des ländlichen Raumes wahrgenommen und erkläre die Spreizung in den Wahlergebnissen zwischen Land und Stadt.

„Schluss mit der Augenwischerei, in der nächsten Legislatur des brandenburgischen Landtages muss der Wolf in das brandenburgische Jagdrecht aufgenommen werden und der weitgehend überarbeitete Wolfsmanagementplan mit seiner Komponente des aktiven Bestandsmanagements Anwendung finden“, sagt Wellershoff. Die Verbände im ländlichen Raum werden das Thema Wolf daher zu einem der Schwerpunktthemen für die kommenden Wochen und Monate machen. „Wir haben heute dem Vorbild der Bundeskampagne folgend, eine Informationsseite zum Wolf mit landesspezifischem Bezug freigeschaltet“, sagt Wellershoff. In den kommenden Wochen werde es nun darum gehen, mit sachlicher und realistischer Information, dem politischen Raum sowie der Öffentlichkeit das nötige Hintergrundwissen an die Hand zu geben. Die Akzeptanz für den Wolf sei langfristig nur durch ein aktives Bestandsmanagement zu erhalten. PM LJVB

Das Informationsportal zum Wolf in Brandenburg finden Sie unter: www.Brandenburg.WolfbleibtWolf.de

Beitragsbild: Logo der Initiative Wolf bleibt Wolf (Screenshot)

 

Ein Gedanke zu „Verbände starten Initiative „Wolf bleibt Wolf“ in Brandenburg

  1. Gerhard Filschke

    Ich begrüße diese Initiative ausdrücklich, weil ich denke, dass endlich Sachverstand und Verantwortungsbewussten in der Wolfsproblematik Raum greifen müssen und die Siebenter-Stock-Ideologie der vor allem städtischen Wolfsanbeter zurückgedrängt werden muss.

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