USA: Rekordstrecke bei Wolfsjagd in Montana

Drei Tage vor dem Ende der offiziellen Wolfsjagdsaison am heutigen Freitag (15.03.), vermeldet die Lokalzeitung Flathead Beacon eine Rekordstrecke: 315 Wölfe wurden im US-Bundesstaat Montana zur Strecke gebracht, die meisten davon, bevor Frost und Schnee für erschwerte Bedingungen bei Jagd und Fallenstellerei sorgten. 165 Wölfe wurden von Jägern erlegt, 130 von Fallenstellern, drei weitere fielen Zügen oder Automobilen zum Opfer, so die vorläufige Statistik der Jagd- und Wildtierbehörde Montanas (Montana Fish, Wildlife and Parks (FWP)). Acht Wölfe wurden vom Wildtier-Service der Landwirtschaftsbehörde infolge von Meldungen über Nutztierrisse und andere Konflikte getötet. Zwei Wölfe wurden von privaten Landbesitzern im Rahmen ihres Selbstverteidigungsrechts erschossen. Die Wolfspopulation Montanas wird wissenschaftlichen Erhebungen zufolge auf 850 Individuen geschätzt.

Der vorläufigen Statistik von FWP zufolge wurden ca. 17.000 Lizenzen für Wolfsabschüsse verkauft, ein Rückgang gegenüber dem Rekordergebnis von 2013, als 24.000 Lizenzen vergeben wurden. Die Einnahmen aus den Jagdlizenzen kommen dem Natur- und Artenschutz zugute. Die Wolfsjagd ist in Montana 2011 wieder aufgenommen worden, nachdem sich die auch dort zuvor lokal ausgerotteten Bestände wieder erholt hatten.

Ein Sprecher von FWP erklärte das Rekordergebnis gegenüber Flathead Beacon mit dem milden Winterwetter im Dezember und Januar. Außerdem würden mehr Jäger den Wolf als lohnende Jagdbeute ansehen und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten der anspruchsvollen Wolfsbejagung verfeinern: Wolfsjagd erfordere große Anstrengungen und Fertigkeiten, so der FWP-Beamte: “Es sind kluge Tiere.”

Kosten für Wolfsjagdlizenz in Montana. Quelle: FWP / Screenshot

Eine Abschusslizenz für einen Wolf kostet in Montana 19 Dollar für Einheimische, 50 Dollar für Nicht-Einheimische und für ist für Jagdscheininhaber ab 12 Jahren verfügbar. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags im Flathead Beacon (Screenshot)

10 Gedanken zu „USA: Rekordstrecke bei Wolfsjagd in Montana

      1. admin Beitragsautor

        Das stimmt nicht, kein Mensch in z.B. Alaska nutzt Kastenfallen, 1. weil sich intelligentes Wild wie Füchse oder erst recht Wölfe damit kaum fangen lassen, 2. weil man mit eine Schneemobil oder anderen wildnistauglichen Transportmitteln nicht genügend davon transportieren kann, um einen Fallensteig zu bestücken. Was neben Power Snares bei der Fallenjagd auf Wolf hauptsächlich zum Einsatz kommt, sind Fallen nach Art des Tellereisens (Coil Spring Traps), in denen sich das Beutetier mit der Pfote fängt und vom den Fallensteig regelmäßig kontrollierenden Trapper erschossen wird. SE

        Antworten
  1. JB

    Hallo Admin,
    die youtube Filme sind einfach nur pervers.
    Widerlich, wie man mit unseren Geschöpfen umgeht. Ihr Hobbyjäger solltet Euch davon distsanzieren.

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Die Videos sind o.k. (“Sind sie zu stark, bist du zu schwach..”).
      Widerlich, wie manche Leute ständig versuchen, anderen ihre Standpunkte und Überzeugungen aufzuzwingen. Sie sollten sich dafür entschuldigen.

      Antworten
    2. Grimbart

      Hoohh Brauner, der Admin hat sich doch distanziert.
      Zitat: “Sind – wohl nicht zu Unrecht – umstritten:”

      Antworten
  2. ahe

    Ich schlage vor JB sollte sich mit seinen Standpunkten direkt an die zuständigen „Hobbyjäger“ in Montana wenden. Eine Ergebnisrückmeldung nach erfolgten Informationsaustausch mit den dortigen Gegebenheiten (sofern er/sie es dann noch kann) wäre förderlich. Wir deutschen „Hobbyjäger“ sind jederzeit an Erfahrungen
    aus anderen Wolfsgebieten interessiert.

    Antworten
  3. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    JB sollte sich nicht bei NABU oder PETA sondern bei einer ordentlichen Jagdschule darüber informieren, welche Ausbildung und Prüfungsinhalte ein Jagdschein voraussetzt. Auch wird nicht jeder Jagdscheininhaber zu einem Jäger, viele erkennen das erst in der Praxis. Denn dazu braucht es Verantwortung und eine Einstellung zum Wild und Natur, die uns deutschen Jägern permanent und penetrant von JB und seinesgleichen abgesprochen werden. So etwas nennt man Bildungsresistenz. Dass JB elementares Wissen über das Lizenzjagdsystem der USA versus Reviersystem in D fehlt und er sich lieber über die asozialen amerikanischen Netzangebote informiert, ist bedauerlich; aber ich muß mich nicht von abstoßenden US-Videos distanzieren und erst recht lasse ich mich nicht von einem JB in den gleichen US-Topf werfen. Seine Methodik erinnert schon sehr an die Suggestivpolitik der Grünen.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar zu Ronbi Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.