USA: Labrador löst Schuss aus – Jäger muss Bein amputiert werden

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Bei einer Entenjagd am Eagle Lake im US-Bundesstaat Mississippi hat sich ein folgenschwerer Jagdunfall ereignet: Einem Bericht des Clarion Ledger zufolge hatte sich eine Gruppe von Schützen am 28. Dezember zur Entenjagd an dem See verabredet. Morgens gegen 9.40 Uhr standen die Jäger um das Jagdfahrzeug, ein geländegängiges Quad, herum und schmiedeten einen Jagdplan. Dieser sah vor, zunächst ein Sumpfloch in der Nähe in Gruppen zu bejagen und sich danach wieder zu treffen. Einer der Jäger, Matt Branch, ein ehemaliger American-Football-Spieler, legte seine Flinte auf die Ladefläche des Quads und ging auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs zur Kabine, um noch einige Jagdutensilien einzuladen. Als ein weiterer Jagdgefährte, der Labrador-Retriever Tito sah, dass das Fahrzeug beladen wurde, sprang er auf die Ladefläche des Quads. Er suchte nach einem freien Platz, um sich abzulegen. Dabei trat er so unglücklich auf die Flinte, dass er die Sicherung löste und den Abzug betätigte.

Der Schuss brach und traf Matt Branch. Die Schrotladung hatte die Ladefläche durchschlagen und den Jäger am Oberschenkel getroffen. Der Mann brach schreiend zusammen. Während ein Jäger den Notruf wählte, luden andere den Verletzten in das Quad und fuhren zu einer für den Notarztwagen befahrbaren Straße. Als die Ersthelfer die bluttriefenden Hosen und Watstiefel aufschnitten, wurde den Mitjägern die Schwere der Verletzung erst bewusst.

Matt Branch musste sich mehreren schweren Operationen unterziehen, sein linkes Bein wurde amputiert. Weitere Operationen stehen noch aus. Die mentalen Fähigkeiten Angeschossenen haben trotz hohem Blutverlust und längerer Bewusstlosigkeit keinen Schaden genommen. Sein Zustand ist nach wie vor kritisch. Familienangehörige und Freunde hoffen, dass er sich vollständig erholt und eines Tages wieder jagen gehen kann.

“Wir alle jagen seit über 20 Jahren”, sagt ein Freund des Unfallopfers gegenüber der Zeitung, niemand habe sich vorstellen können, dass so etwas passiert. “Wir wollten nur ein paar hundert Meter fahren und jagen gehen. Die Möglichkeit eines Jagdunfalls ist immer gegeben, aber wir machen uns das nicht klar. Wir glauben, auf der sicheren Seite zu sein, aber sind wir das wirklich? Solange eine Patrone in der Waffe ist, kann alles passieren.”

Für Matt Branch wurde ein gofundme-Account eingerichtet, über den man ihn und seine Familie unterstützen kann. red.

Beitragsbild. Headline des verlinkten Beitrags im Clarion Ledger. (Screenshot)

 

2 Gedanken zu „USA: Labrador löst Schuss aus – Jäger muss Bein amputiert werden

  1. Karl Müller

    Entsichert und abgezogen? Gewiss eine schlüssige Darlegung für die Versicherung. In der geschilderten Lage kein Grund fertig zu laden.

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    1. Siggi Paschke

      In USA sind Selbstladeflinten viel verbreiteter und da ist Entladen halt etwas fummeliger. Korrekt: Fertigladen hätte unter den geschilderten Umständen unterlassen werden können.

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