USA: Jagen und Fischen als verfassungsmäßiges Recht

Zwei weitere US-Bundesstaaten, Kansas und Indiana, haben darüber abgestimmt, ob das Recht zu jagen und zu fischen Verfassungsrang erhalten soll. In beiden Staaten haben die Stimmberechtigten mit großer Mehrheit für die Verfassungsänderung zugunsten der Jagd votiert. Damit gibt es bereits 21. US-Bundesstaaten, in denen die Jagd von der Verfassung geschützt ist. Tier- und Naturschutzgruppen kritisierten die Entscheidung der Wähler, weil sie befürchten, dass die verfassungsrechtlich gestärkte Stellung der Jagd künftige Natur- und Tierschutzmaßnahmen erschweren könnte: Die Direktorin der Tierschutzorganisation Humane Societx in Kansas, Midge Grinstaed, führte ein durch die Verfassungsänderung möglicherweise erschwertes Verbot von Bleimunition als Beispiel an. Unterstützer des Vorhabens, das Jagdrecht unter den Schutz der Verfassung zu stellen, hatten als Argument dafür jedoch gerade den zunehmenden Druck angeführt, dem sich Jagd und Fischerei vonseiten der Tier- und Naturschützer ausgesetzt sähen.

Die Jagd ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung für viele US-Bundesstaaten: Die amerikanische Jagd- und Fischereibehörde U.S. Fish and Wildlife Service schätzt den wirtschaftlichen Ertrag allein für den Bundesstaat Michigan auf 2,3 Milliarden Dollar. Für Kansas belaufen sich die Schätzungen auf über 400 Millionen Dollar pro Jahr. SE

Beitragsbild: Jagen – ein Grundrecht (Symbolbild). Foto: SE

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