USA: Elch im Bett

+++ Bayern: Toter Wolf auf der A73 bei Erlangen +++

Das Geräusch von zersplitterndem Glas und lautes Gepolter eines durch das Fenster kommenden Eindringlings weckten am Freitag Morgen eine Frau, die mit ihrem Kleinkind im Souterrain-Gästezimmer eines Hauses in Breckenridge im US-Bundesstaat Colorado übernachtete. In der Annahme, es handle sich um äußerst rücksichtslos vorgehende Einbrecher, rief der verängstigte Hausbesitzer die Polizei. Die Polizei traf den Eindringling noch am Ort des Geschehens an: Eine ausgewachsene Elchkuh. Das Tier war in tiefem Schnee in den Lichtschacht eines Kellerfensters gerutscht und hatte dieses durchschlagen. Auf den Schreck hin musste sich die Elchkuh erst einmal hinlegen. Die Polizei rief Beamte der Naturschutz- und Wildtierbehörde Colorados (Colorado Parks and Wildlife, CPW) zu Hilfe. Diese überzeugten sich, dass der Elch ziemlich gelassen und von ein paar Kratzern abgesehen unverletzt war. Daraufhin wurde das Tier mittels Betäubungsgewehr sediert und mit Hilfe örtlicher Polizei- und Feuerwehrkräfte über eine schmale Treppe aus dem Keller geführt.

Oben wartete bereits ein Transportanhänger, der die Elchkuh in ein Elchhabitat in einem benachbarten Bezirk brachte, wo sie wieder freigelassen wurde. CPW empfiehlt Anwohnern, ihre Grundstücke wildtiersicher zu gestalten: So sollten Fenster im Erdgeschoss und Lichtschächte mit Gittern versehen werden, damit keine Wildtiere eindringen bzw. hineinfallen können.

Auf der Twitter-Seite von CPW, wo es weitere Fotos und Videos der erfolgreichen Elchbergung zu sehen gibt, mutmaßen Kommentatoren, dass die Elchkuh höchstens für die Hälfte der auf den Bildern zu sehenden Unordnung verantwortlich ist und empfehlen: Immer schön aufräumen, man weiß nie, ob nicht plötzlich eine Elchkuh hereinschneit und Bilder des Einsatzes in die Medien kommen… SE

Beitragsbild: Die Elchkuh legte sich nach dem Vorfall erst einmal hin. Foto: CPW

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