6 Gedanken zu „Und keiner will es gewesen sein…

  1. Frank Martini

    Es ist gut, wenn die Sache hoffentlich bis zu einem unumstößlichen Ergebnis ausermittelt wird. Und danach – sollte F. der Schütze gewesen sein – die maximalen straf- (statt ordnungs-) rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. So, wie wir Jäger – siehe LJG-Novellierungen Bundesland um Bundesland – gesellschaftlich mit dem Rücken an der Wand stehen, können wir uns keinerlei Corpsgeist für solche Verfehlungen mehr leisten.

    Im Übrigen – es tut mir leid, dem betroffenen Wachtelführer dies noch entgegnen zu müssen – finde ich nicht unbedingt, dass “es passieren kann, dass ein Hund geschossen wird”. Da muss ich nur an des Jägers oberstes Gebot erinnern. Und daran, dass – bei aller verständlichen Passion für’s Beute machen wollen und dazu mitunter auch schnell sein müssen – bei “unklaren Gefechtslagen” (Hunde unmittelbar um, an, hinter Wild, nicht sicher beurteilbares Kuddelmuddel) der Finger gefälligst gerade zu bleiben hat!

    Das ist eine “Wesensfestigkeit”, Besonnenheit und Selbstdisziplin, die – m. E. zu Recht! – der unseren zivilen Waffenbesitz und -einsatz von uns erwarten können muss.
    Wer stattdessen meint, Keilerduft und Stattlichkeit seiner “nimrodischen” Testikeln vor Waidgenossen durch Jagderfolg um jeden Preis und jedes Risiko fortwährend beweisen zu müssen, verdient m. E. nicht die Zugehörigkeit zur aktiven Jägerschaft. Und jede Diskussion darüber und Relativierung dessen ist erkennbar ein Punkt, der uns in der gesellschaftlichen Diskussion über die Jagd und deren gesetzliche Regelung durch Vorhalte unserer Gegner Zug um Zug die Luft rauslässt.

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    1. admin Beitragsautor

      Sehe ich anders. Es kann passieren – und es kann jedem passieren. Okay: Fast jedem: Dem Jagdtheoretiker, der vom Sessel im Wohnzimmer aus das Jagdgeschehen verfolgt, wohl eher nicht…

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  2. Maik H.

    Wie viele Hunde müssen noch erschossen werden bis wir endlich diese schiesswütigen aus unseren Reihen entfernen ? Solche Menschen sollten lieber in einen Schützenverein eintreten bzw . gar keine Waffen besitzen . Haben wir nicht alle gelernt nur dann zu schießen wenn wir eindeutig angesprochen haben und keinen Mensch oder Hund gefährden ?
    Auf der Seite der Stöberhundgruppe Thüringen ist der Fall von Hundeführer Uwe S. veröffentlicht dessen Wachtel Im Dezember in Sondershausen erschossen wurde . Wie hoch ist die Dunkelziffer bei den Hunden die verschwunden bleiben ? Wer einen Fehler macht sollte auch dazu stehen . Unsere Hunde sind auch Familienmitglied und nicht nur Mittel zum Zweck , von der Arbeit und den Kosten die man reinsteckt gar nicht zu reden . Dem Hundeführer und seiner Familie unser Mitgefühl .

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  3. Ralf Bockshecker

    Hallo zusammen,
    es sollte niemand behaupten, dass ihm so etwas nicht passieren kann, dies bitte nicht falsch verstehen, es gilt nach wie vor die Regel “Was du nicht kennst, dass schieß nicht Tod”!!!
    Wenn jemand ohne nachzudenken, auf etwas schießt das er vorher nicht richtig ansprechen konnte, gehört ihm nach meiner Auffassung umgehend der Jagdschein entzogen.
    Allerdings habe ich es schon erlebt, dass ein Terrier auf der vom Schützen abgewandten Seite an einem sehr starken Keiler hing und auf diese Weise von der Kugel, die den Keiler streckte zu Tode kam.
    Hier hatte der Schütze jedoch genügend Arsch in der Hose, um alles zu Regel was noch zu Regeln war.
    Leute die nicht zu dem, was sie angerichtet haben stehen, egal was passiert ist, sind als Jäger nicht akzeptabel.
    Ich selbst bin Hundeführer und habe 3 Hunde im Einsatz, es muss jedem HF, der seine Hunde auf Gesellschaftsjagden führt klar sein, dass den Hunden immer etwas passieren kann. Das Risiko, sollte so gut es geht vermindert werden, in dem die Hunde mit Schutzwesten und GPS ausgerüstet werden. Aber all dies ist trotzdem keine Garantie!!!
    Mein Mitgefühl gilt dem Hundeführer und seiner Familie, ich wünsche ihnen das die Sache restlos aufgeklärt wird und entsprechend geahndet wird.
    Wenn es denn, so wie sich die Sache im Bericht darstellt vorsätzlich geschehen ist, sollten Jagdschein und Waffen eingezogen werden, da ein solches Verhalten absolut nicht tolerierbar ist!

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  4. Axel Krüger

    Mittlerweile habe ich seit dem letzetm Jahr2014 nun schon zum 4.mal davon erfahren das ein Wachtelhund auf der Jagd erschossen worden ist. Solange man vor der Jagd hört das alles was sich bewegt geschossen werden muss, um die horrenden Wildbestände zu dezimieren und mann noch ein Schulterklopfen erhält wenn man ein Tier vom Kalb erlegt hat(Es kam ganz allein) wird sich daran auch nichts ändern. Ich habe jedenfalls keine große Lust mehr an Drückjagten teilzunehmen. Unsre Hunde haben es schon schwer genug, Sauen ,Wolf usw. Viel schlimmer scheint der schießwütige Jäger zu sein.
    Axel Krüger

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  5. Martin P.

    Mein Mitgefühl dem Hundeführer und seiner Familie! Natürlich könnte es theoretisch sein, dass ein Hund mit einem Stück Wild verwechselt wird. Ich frage mich dabei aber schon, wie das sein kann, dass wenn man etwas Braunes sieht einfach drauf los ballert? Wenn ich vorher mal richtig anspreche und dann das Stück weiterzieht und teilweise verdeckt ist, könnte ich mir das ja noch vorstellen – aber seltsam muss es mir dann erst vorkommen, wenn ich in Bodennähe ziele! Hund am Boden und Wild ca. in Augenhöhe – da ist ein klarer Unterschied! Der Jäger muss in Eigenverantwortung handeln und seine Waffe nur dann zu gebrauchen, wenn er sich absolut sicher ist – denn dann ist auch noch das Undenkbare möglich. Es hätte auch ein Treiber sein können, oder ein Spaziergeher mit brauner Weste, das sei auch mal gesagt. Wenn ich mir nicht sicher bin, dann schieße ich auch nicht und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es keinen kümmert, wenn man beim Schüsseltrieb sagt, dass das Wild zu schnell, wo anders hin gewechselt ist oder immer verdeckt war. Es wird einem nicht der Kopf abgerissen werden und ob du 10, 20 oder 300 Stück Schalenwild geschossen hast, ist letztendlich auch wurst! Dann ist eben nichts – und beim nächsten mal klappts dann wieder perfekt. Und wegen eines Stückes Schalenwild so viel Leid und Kummer zu verursachen ist die Sache keinesfalles wert! Eine Reduktion der Wildbestände um jeden Preis? Wer sich vom Reduktionsfieber anstecken läßt und dabei munter und unbedacht mitmacht, ist doppelt selber schuld. Jagd ist nun mal gefährlich, aber jeder hat sein Verhalten letztendlich zu verantworten – auch wenn er einen Fehler gemacht hat – egal ob bewußt oder unbewußt, soll er auch dazu stehen – sonst ist er kein Waidmann.

    Martin P.
    Hundeführer und Förster aus Österreich

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