Umweltministerium: Keine Hinweise auf ein Wolfsrudel in Thüringen

+++ Schweiz: 1200 Franken Strafe für versehentlichen Wolfsabschuss +++ Belgien/Deutschland: Wolf im Hohen Venn nachgewiesen +++ Thüringen: Vorsitzender des Umweltausschusses hält absoluten Schutzstatus des Wolfs für “nicht mehr sachgerecht” +++

Die Berichte des MDR Thüringen über die Sichtung eines Wolfsrudels mit sieben Tieren nahe Tambach-Dietharz können aus Sicht des Thüringer Umweltministeriums derzeit nicht bestätigt werden. Dennoch werden die Hinweise von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der mit dem Wolfsmanagement beauftragten Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) bei einer Begehung vor Ort genau überprüft. Mit Blick auf die bislang vorliegenden Fakten kann der Bericht des MDR jedoch nicht bestätigt werden.

Unter anderem datieren die Fotos, die jeweils nur ein Tier zeigen, aus dem Januar und Mai 2018. Die Fotos wurden bereits durch die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) überprüft. Das Foto aus dem Mai 2018 wurde als ein sogenannter C1-Nachweis bewertet und bestätigt somit, dass es sich bei dem Tier um einen Wolf handelt. Anhand der Fotos kann aber nicht festgestellt werden, um welches Tier es sich handelt und ob immer dasselbe Tier in die Fotofalle gegangen ist. Zudem könnte es sich bei dem abgebildeten Tier aufgrund der räumlichen Nähe des Aufnahmeortes zu dem Revier auf dem Standortübungsplatz Ohrdruf auch um die Wölfin handeln. Nach Aussage einer Wolfsexpertin der DBBW ist es grundsätzlich auch nicht ausgeschlossen, dass ein einzelner Wolf einen ausgewachsenen Hirsch erbeutet. PM

Beitragsbild: Grauwolf. Autor: Gary Kramer, US Fish & Wildlife Service

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