Umfrage: Jagd in der Schweiz ist nachhaltig, tierschutzgerecht und nützt der Artenvielfalt

Schweizer Bevölkerung anerkennt Nutzen und Leistungen der Jagd

Die große Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist der Meinung, dass hierzulande nachhaltig und tierschutzgerecht gejagt wird. Die Jagd nütze der Artenvielfalt und diene der Schadensprävention in Wald und Feld. JagdSchweiz freut sich über die positiven Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage und ist sich der damit verbundenen Verpflichtung bewusst.

Seit 2012 lässt JagdSchweiz alle zwei Jahre die Einstellung der Schweizer Bevölkerung zur Jagd umfassend untersuchen. Seit Beginn der Umfragen kann festgestellt werden, dass die Jagd sowie die Jägerinnen und Jäger eine große Anerkennung bei der Bevölkerung genießen. Die im Juli 2018 durchgeführte repräsentative Umfrage bestätigt dieses Meinungsbild erneut. Die Jägerinnen und Jäger erhalten ein gutes Zeugnis.

Jagd schützt engagiert…

75 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass sich Jäger für die Artenvielfalt in der Natur einsetzen. Lediglich 5 Prozent stimmen dieser Aussage überhaupt nicht zu. 78 Prozent der Befragten bestätigen das Engagement der Jägerschaft für die Umwelt und die Lebensräume von Tieren. Das entspricht gegenüber der ersten Befragung von 2012 einer Zunahme von 4 Prozentpunkten. Für Hanspeter Egli, Präsident von JagdSchweiz, ist klar: «Die Bevölkerung kennt und anerkennt die vielfältigen Tätigkeiten der Jägerinnen und Jäger für die Biodiversität.»

…und nützt nachhaltig

Der Aussage, dass es die Jagd für die Regulation der Wildtierbestände brauche, stimmen 82 Prozent der Befragten zu. Analog zu früheren Umfragen bzw. gar leicht zunehmend wird die Meinung unterstützt (68 Prozent), dass grössere Bestände von Bär, Wolf und Luchs ebenfalls reguliert werden sollen. Die Vermeidung von Schäden und die Verhinderung von Tierseuchen werden grossmehrheitlich als Gründe für die Regulation anerkannt. 69 Prozent der Befragten beurteilen Wildbret als wertvolles «Bio-Fleisch». 79 Prozent (gegenüber 76 Prozent im Jahr 2012) unterstützen die Aussage, dass in der Schweiz nur erlegt wird, was natürlich nachwächst. Die grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung attestiert der Jagd also Nachhaltigkeit.

Jagd ist tierschutzgerecht

82 Prozent der Befragten (gegenüber 77 Prozent im 2012) sind der Meinung, dass die Jagd in der Schweiz tierschutzgerecht stattfinde. So bestätigen auch 90 Prozent der Befragten den 30‘000 Jägerinnen und Jägern die Liebe zur Natur und den verantwortungsvollen Umgang mit der Jagdwaffe. Dass Jäger nur aus Lust am Töten und der Trophäe wegen ihrer Aufgabe nachgehen würden, verneinen deutliche 80 Prozent der Befragten.

Freude und Verpflichtung

Hanspeter Egli, Präsident von JagdSchweiz freut sich über die erneut sehr guten Umfrageergebnisse. Er ist sich aber auch der damit verbundenen Verpflichtung bewusst. «Die Befragung zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung den Nutzen und die Leistungen der Jagd anerkennt. Das klare Resultat ist für die Jagdorganisationen und für jede einzelne Jägerin und jeden einzelnen Jäger ein Auftrag, sich weiterhin für eine nachhaltige und tierschutzgerechte Jagd einzusetzen und das Engagement zugunsten der Natur zu fördern und bekannt zu machen» so Egli.

Repräsentative Befragung

Die repräsentative Befragung wurde durch die Firma Demoscope AG in Adligenswil durchgeführt. Sie basiert auf 1000 Telefoninterviews in der Deutschschweiz und der Romandie. 56 Prozente der Befragten waren Frauen und 44 Prozent Männer. Ein Viertel der Befragten stammte aus der Westschweiz. Zweidrittel der Befragten waren Erwerbstätige, wovon die Hälfte in einer Familie mit Kindern lebt. Die Einkommensklasse bewegte sich hauptsächlich zwischen fünf- und neuntausend Franken pro Monat. Wichtig bei der Befragung war auch die Verteilung auf den Siedlungsraum. Zweidrittel der Befragten kamen aus Stadt oder Agglomeration und davon haben 94 Prozent eine Schweizer Staatszugehörigkeit. PM

Beitragsbild: Hochsitze (Symbolbild). Foto: SE

Ein Gedanke zu „Umfrage: Jagd in der Schweiz ist nachhaltig, tierschutzgerecht und nützt der Artenvielfalt

  1. Grimbart

    Vielleicht sollte der DJV auch diese Firma mit einer Umfrage beauftragen. 5000-9000 Sfr. Einkommen finde ich recht stattlich. Lässt das vielleicht auf eine Gruppe mit einem besseren Bildungsniveau schließen und hat somit Einfluss auf das Ergebnis?

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