TV-Tipp: “Maischberger” heute um 22:45 Uhr

 Das Thema: Rettet die Biene, schützt den Wolf: Was ist uns der Naturschutz wert?

Der Naturschutz erhitzt zurzeit die Gemüter: Das bayerische Volksbegehren “Rettet die Bienen!” unterschrieben innerhalb kürzester Zeit rund 1,8 Millionen Menschen. Die Bauern wehren sich vehement dagegen, für den Insektenschwund verantwortlich gemacht zu werden. Und auch der Wolf entzweit die Republik. Fast täglich werden gerissene Schafe vermeldet. Verängstigte Menschen fordern den Abschuss von Wölfen, die als bedrohte Tierart unter besonderem Schutz stehen. Wäre das sinnvoll? Wie gefährlich ist der Wolf tatsächlich für den Menschen? Ist es wirklich nötig, die Bienen zu retten? Oder übertreiben wir es mit dem Naturschutz? Gefährdet zu viel Umweltschutz am Ende unsere Landwirtschaft?

Die Gäste:

Andreas Kieling (Tierfilmer) Karsten Schwanke (Wissenschaftsjournalist und Meteorologe) Katharina Schulze, B’90/Grüne (Fraktionsvorsitzende Bayern) Carina Konrad, FDP (Bundestagsabgeordnete und Landwirtin) Ronald Rocher (Schäfer) Jan Fleischhauer (“Spiegel”-Autor). PM

Beitragsbild: Gerissenes Schaf von Roland Rocher, der als Gast bei Maischberger dabei ist. Foto: SE

14 Gedanken zu „TV-Tipp: “Maischberger” heute um 22:45 Uhr

  1. Jürgen

    Wurden die kompetenten Fachleute von der Maischberger nicht eingeladen oder haben die ihr einen Korb gegeben?
    Hier geht´s doch nur um platte Meinungsmache und eine Laberstunde.
    Wer sind eigentlich die Hintermänner und -frauen, die dieses Wolfsdebakel in der EU zu verantworten haben?

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  2. Ronbi

    Bei der Gästeliste, darf man sich die Zeit getrost sparen.
    Angefangen hat das Wolfsdebakel mit Professore Luigi Boitani und man muss schon fast sagen seiner LCIE – Large Carnivore Initiative for Europe.
    Lustig selbst den Italienern werden ihre wohl jetzt 2000 Wölfe zu viel.

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  3. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Ja Admin, ok. Aber der arme Schäfer dürfte doch wohl von Anfang an auf verlorenem Posten stehen, oder?

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    1. admin Beitragsautor

      Das ist zu befürchten. Er ist der einzige in der Runde, der umfassende praktische Erfahrungen mit Herdenschutz im Wolfsgebiet hat, der einzige, der von Wölfen und Wolfsrissen persönlich (und wirtschaftlich) betroffen ist, der einzige also, der wirklich weiß, wovon er spricht – und es durchaus auch ausdrücken kann. Aber vermutlich wird ihm das nichts nützen, weil man ihn auf mehr oder minder sublime Weise als nicht weiter ernst zu nehmenden Hinterwäldler und zurückgebliebenen Landbewohner präsentieren wird. Ich will und werde das, unter uns gesagt, auch nicht sehen.

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  4. Ralf

    Das Ergebnis dürfte bei der Gästeliste feststehen. Warum verhält sich der NDR nicht wenigstens neutral und sorgt für gleiches Verhältnis von Wolfbefürwortern- und Kritikern? Kann sowas nicht nachvollziehen.

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  5. JS

    Vor anderthalb Jahren sah ich im Sommerurlaub eine Dunja-Hayali-Sendung, dieses Format spät am Abend, drei Themen, jeweils zwei Gesprächspartner, einer dafür, einer dagegen, ca. 10-15 min Diskussion. Es gab drei Themen und noch zehn Minuten Zeit. Was kam? Herr Kieling mit Pro-Wolf und Frau Hayali, die von ihrem Stadthund emotional berichtete, den sie abends im Tiergarten ausführen würde. Ein zweiter bzw. dritter Diskutant? Fehlanzeige!
    Ich schrieb der Redaktion und bat um Aufklärung, sie hätten für diesen Sendungsteil ein bis dato nicht genutztes Format gewählt und einseitig berichtet. Als Antwort wurde mir mitgeteilt, die Sendung hätte ein “fluides” Konzept, dies würde man sich vorbehalten! Gut, Fluide waren mir bis dato nur aus dem Kosmetikbereich hiesiger Grossdrogisten bekannt.
    Nun ja, man darf am heutigen Abend nicht viel erwarten bei Frau Maischberger.

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  6. Ralf

    Ich habe es mir eben angesehen. Folgende Punkte werfen Fragen auf:
    1. Kann die Wahrscheinlichkeit, durch Hunde, Landwirtschaft oder auch Straßenverkehr verletzt oder getötet zu werden, wirklich einen Relationswert darstellen zur Wahrscheinlichkeit, vom Wolfrudel in Zukunft verletzt oder getötet werden zu können? Wird die Tötung eines Menschen durch ein Wolfrudel dadurch wirklich relativiert und bedeutungslos?
    2. Warum muss der Wolf nicht an Regeln, z.B. dass er sich ihnen nicht nähern darf, durch Abschuss und damit gelebte Vergrämung, gewöhnt werden? Kulturfolger hin oder her: darf ein Wolf alles ohne Konsequenzen?
    3. Ist ein Wolf, der 18 Schafe tötet, besser, (abgesehen von den Leiden der verletzten Schafe und davon, dass 18 Schafe nicht aufgefressen werden können) als Menschen, die die Tiere betäuben, bevor sie sie töten? Mir ist klar, dass es sich um ein Raubtier handelt. Nur zur Relation.
    4. Wie soll die Regulation der Wölfe über die Beutetiervorkommen genau funktionieren? Muss das letzte Reh gefressen werden, damit sich der Wolfbestand nicht mehr vergrößern kann? Gibt es nun §1 Abs. 2 Bundesjagdgesetz mit Erhaltung eines Wildbestandes, oder nicht?
    5. Kann es sein, dass es in Amerika mit dem angeblich stärksten Wolfvorkommen (?) zu keinem Zwischenfall durch Wolfangriffe gekommen war, weil auf jeden Wolf, ( der zu nah kommt,) geschossen wurde und weiter wird und Wölfe dadurch permanent und fortlaufend vergrämt werden? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Amerikaner in Gänze “Willkommen Wolf” rufen.
    6. Warum redet man von Wolfmanagement, ohne das Wort “Entnahme” oder “Abschuss” zu nennen? Selbst in Nationalparks wird von “Wildtiermanagement” mit “Reduzierung” gesprochen/geschrieben. Warum so nicht beim Wolf?
    7. Wie wird sich die fehlende Verfolgung der Wölfe in Zukunft auf das Verhalten der Wölfe gegenüber den Menschen auswirken?
    8. Reicht das Wegrennen eines Kindes (in Zukunft) nicht aus, um einen Jagdreflex des Wolfes hervorzurufen? Wie ist es beim Hund? Was sagt die Wahrscheinlichkeitsrechnung?

    Fragen über Fragen… Eigentlich rhetorische Fragen. Die Antworten sind einem Menschen mit gesundem Menschenverstand klar.

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  7. RK

    @Ralf: … der gesunde Menschenverstand geht oft unerklärlicherweise schnell verloren… Und die Medien sind – auch nach eigenen Angaben(!) – politisch eher “linksgrün” eingestellt (überdurchschnittlich) und ziehen gnadenlos und jakobinerhaft ihre vermeintlich gutmenschliche Agenda durch, bis schlussendlich alles gegen die Wand fährt. Der Normalbürger wagt zu wenig demokratischen Protest, weil er sich aufgrund der Medienmacht in der Minderheit wähnt (Schweigespirale, Noelle-Neumann). Die Mehrheit schweigt (wie im III. Reich und anderen sozialistischen Diktaturen) und läuft teilweise hinterher. Und die Jägerschaft lässt sich (Beispiel aktuelle Waffenrechtsverschlimmbesserung) oft nicht einmal zu Solidarität mit anderen Legalwaffenbesitzern herab.

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  8. Grimbart

    Hat es denn nun jemand gesehen und gibt eine Bewertung ab? Ich kann mir nicht vorstellen, dass da etwas positives bei rüberkommt. Alleine die Verwebung der Themen lässt auf eine Generalkritik an der Landwirtschaft schließen.

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    1. Anko

      Ich habe die ca. letzten 20 min des Wolfsteils der Sendung verfolgt. Pro Regulation neben dem Schäfer die Dame der FDP, welche ihrerseits mal irgendwann Landwirtin war.

      Contra Regulation war neben der unvermeidlichen GrünIn der Herr Kieling, die die “schon jetzt mögliche Entnahme von Problemwölfen” für ausreichend erachten. Der Schäfer Rocher brachte den Blick auf die Wolfsthematik aus der Wolfs-Geschädigten sehr angemessen und plastisch rüber, während Kieling schwadronierte und irgendwie wirkte, als würde er dort verkatert und unter den Auswirkungen einer durchzechter Wochen leidend sitzen. Er nannte es Rückenbeschwerden, nunja.

      An keiner Stelle kam der Hinweis, dass Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht nicht automatisch Bestandsregulierungsjagd oder regulären Abschuss bedeutet. Bekanntermaßen haben wir ja im Jagdrecht einige andere Widarten ohne Jagdzeit (Beispiel Luchs), aber mit der Aufnahme ins Jagdrecht wäre schon geklärt, wer wo mit welchen Rechten zur Erlegung berufen befugt ist. Das alles war kein Thema (oder ich habe es überhört).

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  9. cedrik

    Um ehrlich zu sein, wir haben uns den Beitrag von Anfang bis zum Schluss angesehen. Es war eine tolle Unterhaltungssendung. Meine Frau hat schallend gelacht. Den größten Eindruck hat auf mich Herr Kieling gemacht. Es fehlte nur noch das er auf Grund seiner “Rückenbeschwerden” ihm ein kleines “Baüerchen” entwichen wäre. Erst begründet er die Wiederansiedlung der Wölfe damit, dass Deutschland das wildreichste Land ist. Auf die berechtigte Frage wie viele Wölfe es denn noch werden sollten, sagt er, dass, wenn es keine Nahrung mehr gäbe die Wölfe in der Populationsdichte zurück gingen und dann sicherlich irgendwann mal abwandern. Wo er Recht hat, hat er Recht! Also, weg mit den Menschen, keine Landwirtschaft mehr und schon ist die Natur sich wieder selbst überlassen und die Wölfe wandern ab. Das ist die Lösung! Herr Kieling sollte mit gutem Beispiel voran gehen… Super fanden wir auch die Vertreterin der Grünen aus Bayern. Vollkommen sachlich und unmanipulativ, wie übrigens auch Frau Maischberger, argumentierte Sie “wir sind uns doch alle einig… wir müssen nur … so funktioniert Politik“… Eben, wie gewohnt, total konkret die Lösung ansprechend. Richtig ist die Kritik, nicht die Landwirtschaft sondern die Landwirtschaftspolitik zu kritisieren. Gefallen hat mir der Einwurf von Jan Fleischhauer. „so wie Frau Kynast früher: „Die Bauern sind die Ölscheichs der Zukunft“… Genau deshalb haben wir ein Problem mit der Zunahme der Schalenwildbestände (Wolfsnahrung) und Abnahme der Niederwildbestände. Um ehrlich zu sein, auch der Schäfer hat mich nicht unbedingt überzeugt. Er glaubt doch selber nicht, dass die Wölfe es nicht lernen, den Zaun zu überwinden oder einen Herdenschutzhund zu töten. Beispiel dafür gibt es genügend. Aber er bekommt Geld vom reichen Vater Staat. Wie ist das eigentlich in Rumänien…? Sollten, um bei der Vision von Herrn Kieleing zu bleiben, nicht doch Herdenschutzbedingungen wie sie in der Wildparkhaltung von Wölfen vorgeschrieben sind, vorausschauend für die Schäfer bereitgestellt werden und natürlich auch die entsprechenden Arbeitskräfte den Schäfern, vom Staat finanziert, zugewiesen werden, wenn es dann mal knapp mit der Ernährung der Wölfe wird? Eigentlich lohnt es sich nicht mehr irgendwelche Talk Shows zu sehen. Es sind doch nur Ablenkungsmanöver von Dingen, die wir noch zu erwarten haben. Nur kann ich die Frage nicht beantworten, haben uns die Medien schon soweit verblödet, dass so eine Sendung als „ernst zu nehmende Talkshow“ betrachtet werden kann – dem Unterhaltungswert als Komödie ist sie uns bestens gerecht geworden.
    Trotzdem, aufgeben gilt nicht – nur keine Emotionen investieren. Die sind hier nur hinderlich. Aber helfen sachliche Argumente?

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  10. Ronbi

    Habe fünf Minuten von besagter Sendung durchgehalten, weiterschauen war unmöglich, spätestens als Herr Kieling “wie wir alle aus dem Biologieunterricht wissen” … Nein mehr konnte ich von dem Blödsinn nicht verkraften, weil unter unkritischen Lupophilen ungefähr der selbe Mist verzapft wird. Leider hat auch der Schäfer zu wenig seine Position vertreten. Hätte sich an seinen französischen Kollegen orientieren können.
    Das Schlimme an dieser Sendung, so etwas generiert Meinung.
    Meinung von Menschen, die keine Ahnung von der Biologie von Wölfen haben und die auch nicht die Hauptbaumarten unterscheiden können.

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