Trichinellen bei Wildschwein auf Usedom

Bei einem Wildschwein sind anlässlich der vorgeschriebenen Untersuchung im Landkreis Vorpommern-Greifswald Trichinellen festgestellt worden. Das teilt der Landkreis in einer Presseerklärung mit. Das 25 Kilo schwere, männliche Stück Schwarzwild war auf der Insel Usedom zur Strecke gekommen. “Mit trichinösem Fleisch können sich Menschen durch Verzehr infizieren und schwer erkranken. Deshalb ist bei Haus- und Wildschwein sowie bei Dachs und Nutria die Untersuchung auf Trichinellen rechtlich vorgeschrieben”, sagte Kreissprecher Achim Froitzheim. Seit 2005 würden in Vorpommern bei der Untersuchung auf Trichinellen beim Schwarzwild einzelne positive Befunde ermittelt.

“Jedes Stück Schwarzwild, das für den menschlichen Verzehr bestimmt ist, muss auf Trichinellen untersucht werden, da ein Befall beim Menschen zu schweren und schmerzhaften Erkrankungen führen kann”, betonte Froitzheim. Eine Zuwiderhandlung stelle deshalb nicht etwa eine Ordnungswidrigkeit, sondern vielmehr einen Straftatbestand dar. Wenn man sich vergegenwärtige, dass ein und dasselbe Stück Schwarzwild bei Festivitäten oft von einer ganze Reihe Menschen verzehrt werde, könne man unschwer die möglichen fatalen Folgen absehen.

Bei einem 2009 im Landkreis Uecker-Randow erlegten Stück Schwarzwild war bei der Untersuchung im Pasewalker Landratsamt ein massiver Befall mit Trichinellen festgestellt worden. Das weibliche Wildschwein mit einem Gewicht von 55 Kilogramm war in der Gemeinde Grambow zur Strecke gekommen.

2006 hatte die Untersuchung im Labor des Pasewalker Landratsamtes erstmals bei einem in der Region erlegten Wildschwein die schwerer zu entdeckende Form Trichinella pseudospiralis nachgewiesen. Im Jahr zuvor war bei einem Stück Schwarzwild von der Insel Usedom im nationalen Referenzlabor, dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin, weltweit erstmals eine Mischinfektion der Arten Trichinella spiralis und Trichinella pseudospiralis entdeckt worden. PM Kreis VG

Beitragsbild: Wildschwein im Schwa

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