Tot gefundener Wolf: Keine Fremdeinwirkung

Der am 21.02. in Jänkendorf (Landkreis Görlitz) tot aufgefundene Wolf ist an massiven Bissverletzungen gestorben. Das teilt das Kontaktbüro “Wölfe in Sachsen” mit. Zweiter Totfund in Sachsen.

Bei dem toten, männlichen, erwachsenen Wolf schloss die Polizei aufgrund der Fundumstände und der Verletzungen des Tieres eine Straftat zunächst nicht aus, sodass das Landeskriminalamt hinzugezogen wurde (JAWINA berichtete). Nähere Untersuchungen vor Ort, sowie im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin ergaben, dass eine Fremdeinwirkung ausgeschlossen werden kann. Der Wolf ist an den Folgen von massiven Bissverletzungen gestorben. Aktuell befinden sich die Wölfe in der Paarungszeit, in der es vermehrt zu Revierstreitigkeiten zwischen benachbarten Rudeln kommen kann. Die Reviergrenzen werden jetzt besonders intensiv markiert und gegen fremde Wölfe verteidigt. Der Fundort liegt im Grenzgebiet der Territorien des Königshainer Berge Rudels und des Nieskyer Rudels. Zu welchem Rudel der tote Rüde gehörte, werden die genetischen Untersuchungen zeigen.

Am 24.02.2019 gab es einen zweiten Totfund: Auf der A14 wurde bei Döbeln (Landkreis Mittelsachsen) ein Tier überfahren, bei dem es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen weiblichen Wolf handelt. Die nächstgelegenen Wolfsterritorien befinden sich in der Gohrischheide (Landkreis Meißen), sowie in der Dahlener Heide (Landkreis Nordsachsen). PM

Beitragsbild: Wolf. Foto: Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Ein Gedanke zu „Tot gefundener Wolf: Keine Fremdeinwirkung

  1. Detlef F

    Wo sind wir hier angekommen? . Das LANDESKRIMINALSMT ermittelt bei einem sehr offensichtlichen Fall von NATURlichem Tod.
    Ermitteln die auch wenn ein Bürger durch einen Wolf auf natürlichre Weise ermordet wird?
    Die Einschaltung des LKA ist doch absurd.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.