Tödlicher Jagdunfall in Thüringen: Projektil gefunden

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Agrargenossenschaft zieht Konsequenzen

Nach dem tödlichen Jagdunfall, der sich am Mittwochabend bei Unterwellenborn ereignete (JAWINA berichtete), hat die Kripo Saalfeld die weiteren Ermittlungen zu den Todesumständen fortgeführt. Seit Mittwochabend wurden am Ereignisort Spuren gesichert. Die Waffen der an der Jagd beteiligten Personen wurden zur weiteren Untersuchung sichergestellt. Absuche und Untersuchung des Ereignisortes wurden am Donnerstag abgeschlossen. Im Rahmen der rechtsmedizinischen Untersuchung des verstorbenen 56-jährigen Jägers konnten Teile eines Projektils sichergestellt werden. Die Suche am Ereignisort durch Kräfte der Thüringer Bereitschaftspolizei mit Metalldetektoren führte nicht zum Auffinden von Projektilen. Die Absperrung am Ereignisort wurde nach Abschluss der Suchmaßnahmen von der Polizei aufgehoben und das Feld konnte wieder freigegeben werden. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung dauern weiterhin an und werden durch die Ermittler der Kripo Saalfeld fortgeführt.

Die Agrargenossenschaft Kamsdorf, dia das Rapsfeld bewirtschaftet, auf dem sich der tödliche Jagdunfall ereignete, hat derweil Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen: Bis auf Weiteres werde es auf den Äckern der Agrargenossenschaft nur noch nach dem endgültigen Abschluss aller Erntearbeiten, wenn keine Personen mehr auf den Feldern arbeiten, Erntejagden geben. “Wir haben ja auch eine Sicherheitsverantwortung für unsere Mitarbeiter auf dem Feld, die die Mähdrescher lenken zum Beispiel. Es hätte ja auch jeden von ihnen treffen können“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Kamsdorf, Dirk Reichelt, gegenüber der Thüringischen Landeszeitung. Reichelt kündige an, dass die Landwirte sich mit der Jägerschaft zusammensetzen werden, um zu besprechen, wie Erntejagden künftig organisiert werden können. Man wolle und könne die Jagd nicht völlig verbieten. PM/SE

Beitragsbild: Deformierte Projektile (Symbolbild). Foto: SE

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