Tierheim Passau: Keine Jagdhunde an Jäger

Da Tierheim Passau hat im Internet eine Vermittlungsanzeige für eine Kurzhaar-Hündin platziert mit dem Hinweis, dass Jäger von einer Bewerbung um den Jagdhund Abstand nehmen sollten. Die Begründung lässt selbst ruhigen Zeitgenossen vor Wut den Kamm schwellen: Jäger gelten als nicht tierlieb, führte die Vorsitzende der Tierschutzbewegung Ostbayern und Oberösterreich, Gerda Machowetz, gegenüber der Passauer Neuen Presse aus. Außerdem sei die Ausbildung zum Jagdgefährten für den Hund nicht gerade angenehm und angeblich würden viele Jäger “ihre Tiere die ganze Woche im Zwinger halten und sie erst am Samstag zur Jagd hinaus lassen.” Ihre völlige Ahnungslosigkeit stellt Machowetz mit der Aussage unter Beweis, dass man zwar nicht pauschal alle Jäger verurteile (was nach dem oben Gesagten glatt gelogen ist), sich aber “gegen die Treibjagd” wende und gegen solche, “die Jagd zum Hobby” machten. Anscheinend treibt die Dame sich ausgiebig auf den Seiten militanter Jagdgegner und Tierschützer herum, wo die entsprechenden Vorurteile bekanntlich mit Inbrunst gepflegt werden. Ob man mit solchen Aussagen qualifiziert ist, ein – vermutlich gemeinnütziges – Tierschutzverein zu leiten, erscheint fraglich.

Denn jeder, der Jagdhunde kennt und führt weiß, dass die Jagd für sie das größte und schönste ist, das selbstbelohnende Verhalten schlechthin. Ein Tierheim, das wirklich das Wohl der Tiere im Auge hat und nicht seine dumpfen Vorurteile pflegt, müsste darum umso mehr bemüht sein, Jagdhunde nur in Jägerhände zu vermitteln. Nur dort können sie ihre Instinkte ausleben, nur dort werden sie artgerecht gehalten. Weitere Auflagen wie ein Verbot der reinen Zwingerhaltung schließt das ja nicht aus.

Zu Recht weist der Vorsitzende des Passauer Jagdschutzvereins, Andreas Wollinger, deshalb in der Passauer Neuen Presse darauf hin, dass es aus den genannten Gründen in der Jagdhundzucht üblich und wünschenswert sei, Jagdhundewelpen nur in Jägerhände abzugeben. Jagdhunde seien für Jäger “kein Gegenstand, kein Werkzeug, sondern Kameraden, betonte Wollinger. Die Vorurteile des Tierheims seien haarsträubend und schlügen dem Fass den Boden aus. SE

Beitragsbild: Kurzhaarhündin Hannah kann es nicht fassen. Foto: SE

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