Thüringer Wolfs-Hybriden: Morddrohungen gegen Jäger

Petitionen gegen Entnahme der Hybriden

Nachdem das Thüringer Umweltministerium beschlossen hat, die sechs Wolfshybriden auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf aus Artenschutzgründen zu entnehmen, sind die ersten Morddrohungen gegen Thüringer Jäger eingegangen. Dies bestätigte der Präsident des Landesjagdverbands Thüringen (LJV), Steffen Liebig, gegenüber dem MDR. “Selbsternannte Tierschützer” wollten so Druck aufbauen, erklärte Liebig. Der LJV befürwortet den Abschuss der Hybriden und fordert die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. Angesichts der Drohungen gegen Jäger lehnte Liebig eine aktive Beteiligung der Jägerschaft an der Entnahme der Hybriden jedoch ab. Der LJV-Präsident wies auch auf die ungelösten rechtlichen Probleme hin: Die Wölfin und ihre Welpen unterlägen nicht dem Jagdrecht, auch die Wolfshybriden sind nach geltendem Recht in Deutschland streng geschützt.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Gotha, Niko Scheringer, wies im MDR auf ein weiteres Problem hin: Der Bund sei Eigentümer des Truppenübungsplatzes Ohrdruf, Thüringen könne “dort nicht einfach Jäger hinschicken.” Nach Kenntnis des Red. ist das Land Thüringen gegenüber den Jagdausübungsberechtigten ohnehin nicht weisungsbefugt, und angesichts der oben geschilderten Bedrohungslage dürfte sich jeder Thüringer Jäger sehr gut überlegen, ob er sich an der Hybriden-Entnahme wirklich beteiligen möchte. Die Jäger sind ja weder für die Wölfe, noch für die Wolfshybriden verantwortlich und zuständig und können sich mit allem Recht zurücklehnen und unpopuläre Maßnahmen hochbezahlten Spezialisten überlassen, so diese überhaupt verfügbar sind.

Derweil haben Wolfsfreunde zwei Petitionen gegen den Abschuss der Hybriden gestartet, wie Thüringen24 berichtet. Die Petitionen sind schon von einigen tausend Petenten gezeichnet worden. Gefordert wird ein Verzicht auf die letale Entnahme. Stattdessen sollten die Hybriden wahlweise eingefangen, sterilisiert und wieder freigelassen oder anderweitig “artgerecht” untergebracht werden. SE

Beitragsbild: Wolfshybriden in der Nähe des Truppenübungsplatzes Ohrdruf. Quelle: Bundesforst/Umweltministerium Thüringen

2 Gedanken zu „Thüringer Wolfs-Hybriden: Morddrohungen gegen Jäger

  1. Jochen

    Wer hat im dortigen Umweltministerium eigentlich das sagen? Ach seit Dez. 2014 die Grünen? Gab es gegen diese, welche den Abschuß angeordnet haben, auch Morddrohungen? Nicht? Interessant.
    Obwohl ich Morddrohungen von spinnerten Tierrechtsaktivisten sowieso nicht ernst nehmen würde. Wer handelt, der labert nicht und wer labert, der handelt nicht. Im Land der Schwätzer und Hetzer gehört das wohl inzwischen dazu.

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  2. Ronbi

    Die Petetenten wollen keine Wölfe. Und sie haben keine Ahnung.
    Lasst die Wolfshybriden am Leben und das Problem Wolf, erledigt sich von selbst.

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