Thüringer LJV-Präsident fordert: Jagd soll Weltkulturerbe werden

Was die Falkner bereits erreicht haben, soll nach dem Willen des Thüringer LJV-Präsidenten Steffen Liebig bald auch für die Jagd gelten: Im Rahmen der 55. Internationalen Jagdkonferenz, die gestern (8.6.) in Masserberg (Landkreis Hildburghausen, Thüringen) stattfand, forderte der Thüringer Jagdverband die Aufnahme der Jagd in das immaterielle Kulturerbe. Einem Bericht der Thüringer Allgemeinen zufolge solle ein entsprechender Antrag noch in diesem oder im nächsten Jahr eingereicht werden. Die UNESCO, die Kulturorganisation der Vereinten Nationen, zeichnet seit 2003 nicht nur Kulturstättenstätten, sondern auch Traditionen und Bräuche als immaterielles Kulturerbe aus. Die UNESCO-Mitgliedsländer erstellen nationale Verzeichnisse ihres immateriellen Kulturerbes. Auf der deutschen Liste finden sich bislang 66 Einträge: Vom Skatspiel über Brotkultur bis zum hessischen Kratzputz.

Auf der deutschen UNESCO-Seite heißt es: “Formen Immateriellen Kulturerbes […] sind entscheidend von menschlichem Wissen und Können getragen. Sie sind Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist, vermitteln Identität und Kontinuität. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben und fortwährend neu gestaltet. Zu den Ausdrucksformen gehören etwa Tanz, Theater, Musik und mündliche Überlieferungen wie auch Bräuche, Feste und Handwerkskünste.”

Diese Definition passt auf die Jagd ziemlich gut, oder? SE

Beitragsbild: Das immaterielle Kulturerbe Jagd in einer materiellen Manifestation als Jägerhut. Foto: SE

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