ThüringenForst legt den Klassiker „Sylvicultura Oeconomica“ neu auf

Zum Tag des Buches (am heutigen 8. Mai) denken viele Leser an die neuesten Romane, Krimis oder Essays. Für Förster hingegen ist es eine gute Gelegenheit, wieder einmal den Forstklassiker schlechthin, die Sylvicultura Oeconomica von Hans Carl von Carlowitz in die Hand zu nehmen. Gerade 2013 macht dies besonderen Sinn: Denn der Klassiker ist 300 Jahre alt geworden. 1713 durch den ein Jahr später verstorbenen Bergbau- und Forstexperten des sächsischen Hofes veröffentlicht, gilt dieses Werk als Geburtsstunde eines ursprünglich forstlichen Begriffs, der später einmal die ganze Welt erobern sollte: Die Nachhaltigkeit.

„Das Carlowitz´sche Nachhaltigkeitsprinzip, nur so viel Holz dem Wald zu entnehmen, wie wieder nachwächst, gilt heute uneingeschränkt fort“, so Volker Gebhardt, Vorstand bei ThüringenForst. Damit ist die nachhaltige Forstwirtschaft in Thüringen heute dort, wo viele Unternehmen gerne wären. Fest verankert in einem klugen Wirtschaftsprinzip, das ausschließlich von den Zinsen lebt und das Kapital unangetastet lässt. Zum Wohle nachfolgender Generationen, die auch über baumarten- und vorratsreiche, ökologisch wie ökonomisch wertvolle Wälder verfügen sollen.

So hat ThüringenForst, mit rund 200.000 ha größter Waldeigentümer im Freistaat, nur konsequent gehandelt. 200 Exemplare eines wertvollen Faksimiles, der Originalausgabe sehr ähnlich, ließen die Förster nachdrucken – pro tausend Hektar Waldeigentum ein Exemplar. Damit hat der Tag des Buches 2013 aber nicht nur für die Förster im Freistaat einen ganz besonderen Stellenwert. Wer Bücher mag, muss Forstwirtschaft lieben. Denn der wichtigste Rohstoff für das Produkt Buch gibt es nur, wenn Förster den Rohstoff Holz für das Papier zur Verfügung stellen. Es sei denn, Sie lesen ein eBook. Ob das allerdings 300 Jahre halten wird? Dr. Horst Sproßmann/ThüringenForst

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