Thüringen: Windrädern shreddern bevorzugt Rotmilane und Mäusebussarde

Über die Hälfte der im Umfeld von Windkraftanlagen in Thüringen tot aufgefundenen Vögel sind Rotmilane und Mäusebussarde, wie die Ostthüringer Zeitung (OTZ) berichtet. Das ergab der Zeitung zufolge eine Anfrage der Thüringer CDU-Landtagsfraktion bei der Vogelschlag-Erfassungsstelle am Umweltamt in Brandenburg, die Vogelschläge in ganz Deutschland statistisch auswertet. Auch Turmfalken und Uhus bildeten “größere Opfergruppen”, heißt es. Erfasst werden nur zufällig aufgefundene Tiere, weshalb von einer deutlich höheren Dunkelziffer auszugehen sei. Auf der vom Landesumweltamt Brandenburg veröffentlichten Aufstellung von Windrädern getöteter Vögel finden sich darüber hinaus zahlreiche weitere seltene und streng geschützte Arten vom Fisch- und Seeadler über Korn- und Wiesenweihe bis zu Schwarzstorch, Grünsprecht, Rohrdommel und Großem Brachvogel. Der Nabu sieht einen Zusammenhang zwischen dem Rückgang des Rotmilans und Deutschland und der zunehmenden Zahl von Windrädern. Auch Fälle, in denen Nester geschützter Arten vermutlich im Auftrag von WIndkraftprofiteuren entfernt würden, weil diese eine Verspargelung im Umfeld verhindern würden, nehmen der OTZ zufolge zu. SE

Toter Mäusebussard bei Windrad. Foto: SE

Ein Gedanke zu „Thüringen: Windrädern shreddern bevorzugt Rotmilane und Mäusebussarde

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.