Thüringen: Umweltministerium bereitet Antrag auf Entnahme der Wölfin GW267f vor

Das Thüringer Umweltministerium erarbeitet aktuell einen Antrag auf die letale Entnahme von GW267f, der Wölfin von Ohrdruf. Das inzwischen belegte mehrfache Überwinden des Herdenschutzes, auch optimaler Schutzzäune, ist nach Einschätzung von Experten als problematisch einzustufen. Der Antrag durch das zuständige Ministerium ist notwendig, um nun koordiniertes staatliches Handeln zu sichern. Die zuständige Bewilligungsbehörde für den Antrag ist das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz.

„Die aktuellen Bilder von 24 gerissenen Schafen bei einem Nutztierhalter in nur einer Nacht lassen niemanden kalt. Ich kann jeden Landwirt verstehen, der ein Handeln von Seiten der Behörden einfordert. Das Bundesnaturschutzgesetz gibt uns jetzt den nötigen Handlungsrahmen, um die Last von den betroffenen Nutztierhaltern zu nehmen“, so Umweltministerin Anja Siegesmund.

Die wirtschaftlichen Schäden rund um den Standortübungsplatz Ohrdruf sind inzwischen erheblich und drohen weiter anzuwachsen. Allein im Jahr 2019 gab es in ganz Thüringen 184 getötete Nutztiere, deren Verursacher laut Rissbegutachtung ein Wolf war. 36 getötete Nutztiere sind genetisch eindeutig Wölfin GW267f zuzuordnen. Davon attestierten die Rissgutachter in 7 Fällen einen optimalen Herdenschutz zum Zeitpunkt der Begutachtung. Elementare wirtschaftliche Schäden sind eine entscheidende Voraussetzung, um eine Genehmigung für die letale Entnahme zu erwirken.

Die Rechtslage für den europaweit unter strengem Schutz stehenden Wolf setzt einen sehr engen Handlungsrahmen. Vor dem Hintergrund der diesjährigen Risszahlen sieht das TMUEN die Voraussetzungen für ein behördliches Handeln als erfüllt an.

Das Thüringer Umweltministerium hat gemeinsam mit den Thüringer Schäfern intensiv am optimalen Herdenschutz gearbeitet. Weidezäune und Zubehör werden zu 100% gefördert, hinzu kommt die Unterstützung bei Herdenschutzhunden oder fest installierte Pferche zum Schutz vor nächtlichen Übergriffen am Standortübungsplatz Ohrdruf. All dieser Angebote und Maßnahmen zum Trotz haben die Übergriffe auf Nutztiere nicht abgenommen. PM

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf (Archivbild). Foto: SE

2 Gedanken zu „Thüringen: Umweltministerium bereitet Antrag auf Entnahme der Wölfin GW267f vor

  1. Niemand Sonst

    Da wollen wir doch hoffen, dass die Wölfin nichts von dem “Antrag auf letale Entnahme” mitbekommt. 😉
    Sonst ist die schwuppdiewupp in eines der 5 angrenzenden Bundesländer “gewandert”.
    Was dann ja “Genproben” beweisen werden. 😉
    Und ja, dann fängt der ganze Zirkus mit der “letalen Entnahme” wieder an.
    Also, in einem der angrenzenden Bundesländern. 🙂
    Ach ja. Bevor ich es vergesse:
    Was hört man denn noch von dem nach MV übergesiedelten Monsterwolf??????
    Nix.
    Überhaupt nix.
    Abwarten………..
    Werden sehen……… 🙂
    Gääääääääähhhhhhnnnnn.

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  2. Detlef F.

    Die Landesregierung bereitet eine virtuelle Aktion vor.
    Die Nicht Beseitigung der Gefahr ist politisch beabsichtigt. Die Methode hat der Amtskollegen von Frau Sigismund in Schleswig-Holstein erfomgreich durchgezogen.
    Demnächst wird ein Experte mit einem Gewehr durch den Wald laufen und “huhu, ich will dich jagen” rufen.

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