Thüringen: Ministerium nimmt Stellung zum Jagdverbot am 9. November

Zum Jagdverbot in den Thüringer Landesforsten am 80. Jahrestag der Reichpogromnacht haben die Red. etliche Zuschriften erreicht. JAWINA-Leser fragten sich:

“Mir ist nicht klar, was das Gedenken in diesem Zusammenhang mit der Jagd zu tun hat. Geht es um den Waffeneinsatz?”

“[…] zumal es ja kein offizieller Gedenktag ist. Wenn sonst alles seinen normalen Gang geht – warum dann nicht die Jagd? Ist die Jagd für Frau Keller besonders – ja was? – anrüchig, frivol, gewalttätig?”

Wir haben die Fragen an die Pressestelle des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) weitergereicht:

Die Pressesprecherin antwortete auf unsere Anfrage wie folgt:

“[…] ich kann Ihnen nur aus meiner Wahrnehmung heraus mitteilen, dass Ministerin Keller sehr betroffen war, als sie erfahren hat, dass an diesem bedeutenden Gedenktag in verschiedenen Forstämtern Einzel- und Bewegungsjagden im Staatswald geplant waren. Bei einem “Feiertag” hätte sich die Frage nicht gestellt, weil dann die Mitarbeiter  von Thüringenforst ohnehin nicht im Dienst gewesen wären. Diese Regelung betrifft ausschließlich die Beschäftigten von Thüringenforst. Die Verfügung bezieht sich ausschließlich auf den Einsatz von Schusswaffen und Jagdhunden.” red.

Beitragsbild: Drückjagdstand (Symbolbild). Foto: SE

 

8 Gedanken zu „Thüringen: Ministerium nimmt Stellung zum Jagdverbot am 9. November

  1. Robin

    Da bekommt eine Nähe, was aber auch überhaupt nichts miteinander zu tun hat.
    Seltsames Geschichtsverständnis der Frau Minister.

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  2. jochen

    So ist das eben, wenn man irre Ideologen wählt. Dann bekommt man die Auswirkungen von irrer Ideologie zu spüren. Also nichts neues, in der Freiluft Irrenanstalt BRD.

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  3. Ralf

    Ich habe überlegt, ob ich zum Artikel “Reichspogromnacht: Jagdverbot am 9. November in Thüringen” Stellung nehmen soll. Ich hatte es nicht getan. Aufgrund dieses Artikels fühle ich mich allerdings genötigt dazu.
    Ein Gedanke:

    Wo fängt Pietät an, wo hört sie auf. Ich frage mich, was die Reichsprogromnacht mit Jagdausübung zu tun hat!
    Nur um es klarzustellen: Ich verurteile das, was damals passierte, auf das Schärfste und hoffe gleichzeitig, dass sich so etwas nicht wiederholt! Dennoch hat Jagdausübung REIN GAR NICHTS mit Holocaust zu tun! Ich verbitte mir, Parallelen von tierschutzgerechter Jagd mit dem Holocaust zu ziehen und hoffe, dass man von den berichteten Regelungen in Zukunft Abstand nimmt!

    In diesem Sinne

    Waidmannsheil!

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  4. Thomas Kammer

    Ein weiteres Beispiel unseres gefährlich erodierenden Rechtsstaates. Willkür, basierend auf Attitüden gleich welcher Art, sind bei Amts- und Mandatsträgern nicht duldbar! Da verbietet ein Verwaltungsrichter aus familiärer Betroffenheit monatelang Halbautomaten, da zwingt eine Ministerin ihre Untergebenen zu veganem Dienstessen. Da spricht ein Richter aus ideologischen Gründen (Stall-)Einbrecher frei. Da werden im Hambacher Forst dauercampende Chaoten geduldet, die durch Gesetz geregelte und genehmigte Eigentumsrechte mit Gewalt verhindern. Eine weitere Ministerin schießt beim vermeintlichen Gedenken an die Reichsprogromnacht weit übers Ziel hinaus und behindert ohne Grund anderer Leute Arbeit…
    Ein Minister, der für das Gedenken an den türkischen Genozid an den Armeniern allen Döner-Läden des Landes für einen Tag die Arbeit verbäte – was würde wohl aus dem werden!? Auch Tugendterroristen sind Terroristen! Und Terroristen muss sich Staat und Gemeinwesen erwehren!

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  5. mikka

    Nur nochmal zum Verständnis: ein Staatsjagdverbot weil die Frau Ministerin betroffen ist… also mal so aus dem Bauch heraus… naja, ist doch mal zur Abwechslung was Neues… Thüringenforst, “Ihr schafft das!”

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