Thüringen: Aujeszky-Virus bei Wildschwein nachgewiesen

Gefahr für Jagdhunde und Hausschweine

Bei Oettersdorf im Saale-Orla-Kreis in Thüringen hat das Veterinäramt bei einem am 23. Oktober gestreckten Wildschwein das Aujeszky-Virus nachgewiesen. Der für Menschen ungefährliche Erreger stellt fürJagdhunde, die beim Stöbern oder auf der Nachsuche mit infiziertem Wild in Berührung kommen, eine tödliche Gefahr dar. Die meisten infizierten Säugetiere überleben die Erkrankung (AK, Pseudowut) nicht.

Wird der Erreger auf Hausschwein-Bestände übertragen, so müssen diese getötet werden. Das Veterinäramt im Saale-Orla-Kreis rät Schweinehaltern daher, jeden Kontakt ihrer Schweine zu Wildschweinen sicher zu verhindern. Auch die Verfütterung von möglicherweise mit Ausscheidungen der Wildschweine belastetem Grünfutter sei kritisch zu bewerten.

Um den Infektionsdruck innerhalb der Wildschweinpopulation zu verringern und ein Übergreifen auf die Hausschweine zu verhindern sei es unbedingt erforderlich, durch jagdliche Maßnahmen den Bestand an Wildschweinen deutlich zu dezimieren. Das Veterinäramt appelliert an die Jägerschaft, das Risiko der AK-Übertragung auf Hausschweine durch eine verstärkte Wildschweinbejagung zu vermindern. Um die Verbreitung dieses Tierseuchenerregers innerhalb der Wildschweinpopulation des Kreises besser einschätzen zu können, bittet das Veterinäramt um verstärkte Einsendung von Blutproben erlegter Wildschweine. PM

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