Teurer Wolf

Die ca. 30 in der Schweiz lebenden Wölfe verursachen Kosten in Höhe von mehr als drei Millionen Franken – also etwa 100.000 Franken pro Wolf. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage hervor, die der Abgeordnete Oskar Freysinger im Nationalrat gestellt hat. Desweiteren fragte Freysinger, ob der Bundesrat seine Ansicht teile, “dass diese Kosten unverhältnismässig gross” seien. In der Antwort des Bundesrats heißt es:

“Die für den Bund entstehenden Kosten werden insbesondere verursacht durch:

– die Überwachung des Wolfsbestandes (insbesondere genetische Analysen der von den Kantonen gesammelten Proben): im Durchschnitt ca. 200’000.- CHF pro Jahr

– den Herdenschutz (Herdenschutzmassnahmen gemäss Art. 10ter und 10quater JSV): ca. 3’000’000.- CHF pro Jahr

– die Schadenvergütung von Nutztierrissen: im Durchschnitt ca. 100’000.- CHF pro Jahr.

Die Kantone übernehmen 20% der Schadenvergütungen. Zudem sind sie für die Integration des Herdenschutzes in die landwirtschaftliche Beratung und für die Ermittlung von Schäden verantwortlich.”

Macht also in Summe 3,3 Millionen Schweizer Franken.

Der Bundesrat ist überdies “der Ansicht, dass die monetären Kosten beim Bund von rund 3,3 Millionen CHF pro Jahr gerechtfertigt sind. Dies, weil sie nötig sind, damit die Bestimmungen des Jagdrechts umgesetzt werden können, ohne nicht tragbare Auswirkungen auf die Landwirtschaft im betroffenen Gebiet zu verursachen.” SE

Beitragsbild: Die eingereichte Frage auf der Internetseite des Schweizer Parlaments.

Ein Gedanke zu „Teurer Wolf

  1. Joachim Orbach

    Was kostet uns in Deutschland der Wolf? Der mündige und wahlberechtigte Bürger hat ein Anrecht auf die tatsächlichen Zahlen. An allen Ecken und Kanten mangelt es den Ländern an Geld. Oder etwa nicht? Wie gut und mit welchem Aufwand laufen denn die Entschädigungszahlen an geschädigte Tierhalter? Mit welchem Aufwand müssen in Wolfgebieten Zäune wolfssicher gebaut werden? Freilandhaltung von Weidetieren nur noch durch Zäune wie einst die Grenzäune in der DDR möglich? Diese und weitere Fragen dürften mit Sicherheit vorrangig die Landbevölkerung u. Tierhalter interessiern. Aber auch die Stadtmenschen dürften die Antworten interessieren, denn auch diese lassen sich nicht gerne vera………….

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.