Tansania: Wilderer schießen Wildhüter-Hubschrauber ab

In Tansania haben Wilderer am vergangenen Freitag einen Hubschrauberpiloten erschossen, der die Behörden des Landes bei der Verfolgung von Elefantenwilderern unterstützte. Der englische Pilot Roger Gower (37) arbeitete für den Friedkin Conservation Fund des amerikanischen Großwildjägers und Milliardärs Thomas H. Friedkin. Der Friedkin Conservation Fund unterstützt die Wildtier- und Jagdbehörden Tansanias im Kampf gegen Wilderer und führt kommunale Entwicklungsprojekte in ländlichen Gegenden des afrikanischen Landes durch. Der Friedkin Conservation Fund veröffentlichte auf seiner Internetseite einen Nachruf auf den Piloten. Er habe in Zusammenarbeit mit den Landesbehörden aktive Elefantenwilderer per Hubschrauber verfolgt. Er hatte die Kadaver dreier Elefanten entdeckt und umkreiste das vermutliche Versteck des Elfenbeins, als die Wilderer aus dem Busch sprangen und das Feuer eröffneten. Ein Projektil aus einer AK47 durchschlug den Pilotensitz. Ein zweite Person an Bord konnte den Helikopter noch landen, Gower starb jedoch, bevor Rettungskräfte eintrafen. Der Hubschrauber wurde schwer beschädigt zurück gelassen. Der überlebende Passagier wurde wegen kleinerer Verletzungen und eines Schocks infolge des Angriffs im Krankenhaus behandelt.

Die britische Regierung bestätigte den Tod ihres Staatsbürgers. Roger Gower war ein ehemaliger Buchhalter, der sich 2004 zum Piloten ausbilden ließ und seit 2006 in Tansania arbeitete. Die britische Zeitung “Independent” berichtet auf ihrer Internetseite, dass in Tansania fünf Menschen im Zusammenhang mit dem Tod des Piloten verhaftet worden sind. Dem Bericht zufolge stehen Wilderer oft Terrorgruppen wie al-Shabaab oder Boko Haram nahe, die Einkünfte aus dem Elfenbeinschmuggel zur Versorgung ihrer Kämpfer verwenden.

Beitragsbild: Bildschirmfoto der Internetseite des Friedkin Conservation Fund (Ausschnitt)

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