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Braunbären töten Wolf in niederländischem Zoo

+++ Hessen: Angeblich Graureiher beschossen +++

Im Zoo Dierenrijk im südniederländischen Mierlo haben Braunbären einen Wolf getötet. Ein Besucher hielt die Auseinandersetzung zwischen den üblicherweise einträchtig das Gehege bewohnenden Tieren in einem Video fest. Wie der Zoo auf seiner Facebook-Seite mitteilte, ereignete sich der Vorfall, als ein zweijähriger Wolf aus dem Wasser steigen wollte. Drei Bären stürzen sich auf den Wolf und zerreißen ihn, ein vierter Bär vertreibt die Wölfe, die ihren Artgenossen mit gefletschten Zähnen und Beißattacken auf die Hinterteile der Bären zu verteidigen versuchen. Obwohl Tierpfleger rasch zur Stelle waren, starb der Wolf bei dem Bärenangriff – was einen nicht wirklich erstaunt, wenn man das Video gesehen hat. “Wir sind alle schockiert und traurig, dass es zu diesem tragischen Unfall gekommen ist”, schrieb der Zoo. Die “Gäste” seien angemessen untergebracht, versicherte Dierenrijk. red.

Beitragsbild: Mitteilung des Zoos Dierenrijk auf Facebook (Screenshot)

Aus Angst vor Wilderern: Zoo schneidet Nashörnern Hörner ab

Nachdem Wilderer Anfang März ein Nashorn in einem französischen Zoo erschossen und dessen Horn abgesägt haben (JAWINA berichtete), reagiert der Zoo im tschechischen Dvůr Králové nad Labem mit einer drastischen Maßnahme: Der Zoo wird fast allen Nashörnern die Hörner auf ein für Wilderer uninteressantes Maß kürzen. Der Eingriff sei schmerzlos und mit dem Kürzen von Fingernägeln zu vergleichen, sagte Zoodirektor Dr. Přemysl Rabas in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Im Gegensatz zu gängigen Maniküretechniken wird der Eingriff jedoch in Vollnarkose und unter Verwendung einer Kettensäge durchgeführt. Der Zoo Dvůr Králové engagiert sich im Rahmen eines Erhaltungszuchtprogramms für das Nördliche Breitmaulnashorn (Northern White Rhino), die am stärksten vom Aussterben bedrohte Säugetierart: Es leben nur noch drei Individuen des Nördlichen Breitmaulnashorns, die auf natürliche Weise nicht mehr fortpflanzungsfähig sind. Nun sollen den letzten überlebenden weiblichen Tieren Eizellen entnommen und mit dem im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung eingefrorenen Sperma eines Bullen befruchtet werden. SE

Beitragsbild: Internetseite des Zoos Dvůr Králové nad Labem über das Erhaltungszuchtprogramm des Nördlichen Breitmaulnashorns. (Bildschirmfoto, Ausschnitt).

Osnabrück: Zoo-Bär bricht aus und wird erschossen

Im Zoo Osnabrück ist ein Hybrid-Bär, eine Mischung aus Braunbär und EIsbär, aus seinem Gehege ausgebrochen und von Mitarbeitern des Zoos erschossen worden. Die Zoo-Besucher wurden zuerst im Affenhaus in Sicherheit gebracht, später wurde der Zoo evakuiert, wie die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) berichtet. Die NOZ hat auch Bilder vom Geschehen. Der Bär soll demnach durch “eine Lücke im Gehege” ausgebüxt sein. SE

Beitragsbild: “Für Tierfans:” Logo des Zoo Osnabrück. (Bildschirmfoto)

England: Ausgebrochene Zoo-Wölfe erschossen

Aus einem Zoo im südenglischen Colchester sind fünf Wölfe aus einem Gehege ausgebrochen. Der Zaun ihres Geheges hatte ein Loch. Zoo-Mitarbeiterin Sarah Forsyth sagte der BBC zufolge, die “gefährlichen, wilden Tiere” würden eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen und müssten “vernichtet werden.” Zwei der Wölfe wurden östlich von London erschossen, einer kehrte in den Zoo zurück, ein weiterer konnte betäubt und gefangen werden. Der fünfte Wolf blieb längere Zeit verschwunden, bevor er ebenfalls erschossen wurde. SE