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Landvolk Niedersachsen: Kein Bedarf für Jagdgesetz-Änderung

Das Landvolk Niedersachsen und der Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) sehen keinen Bedarf zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes. Beide Verbände lehnen in einer Stellungnahme zur Einführung der sogenannten Intervalljagd in Vogelschutzgebieten eine weitere Einschränkung der Jagd ab. Die Jagdausübung in EU-Vogelschutzgebieten dürfe nicht im Gegensatz zu den Zielen der europäischen Vogelschutzrichtlinie wie auch der FFH-Richtlinie erfolgen, begründet das Landvolk. Es sei in diesen Schutzgebieten kein Fall bekannt, in dem die Jagdausübung ursächlich den geforderten guten Erhaltungszustand einer wertgebenden Art beeinträchtige. Die Bejagung folge vielmehr den Prinzipien einer nachhaltigen Nutzung.

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ZJEN: Erklärung gegen weitere Einschränkungen des Jagdrechts verabschiedet

” Jagdzeitbeschränkungen und Verkürzungen der Liste der jagdbaren Tierarten stellen Teilenteignungen dar.”

Die Mitgliederversammlung des Zentralverbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen e.V. (ZJEN) hat am Montag in Bad Fallingbostel eine Erklärung verabschiedet, in der es um die uneingeschränkte Bindung des Jagdrechtes an Grund und Boden, die Ablehnung von Einschränkungen im Jagdrecht, die Forderung nach Entschädigungen für Gänsefraßschäden sowie einen angemessenen Umgang mit der Populationsentwicklung beim Wolf geht. In der Bad Fallingbosteler Erklärung heißt es:

“Die Bindung des Jagdrechts an Grund und Boden ist eine Errungenschaft der bürgerlichen Revolution von 1848. Die Bewahrung des Eigentums hat in Deutschland und somit auch in Niedersachsen höchsten Stellenwert und ist Stütze unserer freiheitlichen Grundordnung. Schleichende Enteignungen durch Eigentumsbeschränkung gefährden die Grundordnung und belasten Grundbesitzer in unerträglicher Art und Weise.

• Alle Einschränkungen im Jagdrecht stellen sich als Teilenteignungen dar. Hierunter fallen auch Jagdzeitbeschränkungen und eine Verkürzung der Liste der jagdbaren Tierarten.

• Das Niedersächsische Jagdgesetz hat sich bewährt und bedarf keiner Änderung.

• Schäden durch ausufernde Populationen von Wildgänsen können nicht allein vom Grundbesitzer getragen werden. Hier ist der Staat in der Verpflichtung, unter Einbindung der Jagd ein wirkungsvolles Management zur Regulierung der Bestände und zur Lenkung der Gast-u. Rastvögel zu installieren. Die derzeitigen Verhältnisse führen zur Existenzbedrohung der betroffenen Landwirte, da durch Fraßschäden und Verunreinigungen die landwirtschaftlichen Nutzflächen und die Wasserqualität ruiniert werden.

• Die sich weiter aufbauende Wolfspopulation ist auf ein für Landwirte und Tierhalter verträgliches Maß festzulegen und zu regulieren. Als Problemwölfe erkannte Tiere sind unverzüglich zu entnehmen. Schäden und Vorbeugemaßnahmen sind in voller Höhe zügig und rechtssicher zu erstatten. Bei dem Umgang mit dem Thema Wolf sind die Belange der Jagdrechtsinhaber angemessen zu berücksichtigen.”

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Niedersachsen: Klagen gegen Jagdzeitenverordnung

Neun Jäger und Grundeigentümer haben Normenkontrollanträge gegen die seit Oktober 2014 geltende neue Jagd- und Schonzeitenverordnung beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg auf den Weg gebracht. Unterstützt werden die Kläger hierbei von der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) und dem Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen e.V. (ZJEN). Die Antragsteller wenden sich gegen die Verbote und Einschränkungen der Jagd, die das Landwirtschaftsministerium mit der Jagdzeitenverordnung verfügt hat. Deshalb rufen sie das Gericht an, damit es die Verordnung zumindest in Teilen für unwirksam erklärt, weil sie gegen höherrangiges Recht verstößt.

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