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Brandenburg: Hundebesitzer muss Irish Setter mit Knüppel gegen Wolf verteidigen

Hündin bei Attacke durch Wolfsrudel schwer verletzt – Tollwut Antikörper bei Wölfin nach Hundeangriff in Tschechien nachgewiesen

In der Bücknitzer Heide bei Ziesar (Landkreis Potsdam Mittelmark) ist eine frei laufende Irish Setter Hündin am Rand einer Dickung von drei Wölfen attackiert worden. Der Setter war zum Zeitpunkt des Angriffs nur 10 bis zwanzig Meter von dem Besitzer entfernt. Als die Hündin auf die Wölfe stieß, griffen diese sofort an. Der Hundebesitzer ging mit einem Knüppel auf die Wölfe los und konnte sie schließlich in die Flucht schlagen. Wie die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet, erlitt die Hündin tiefe Bisswunden und musste operiert werden. Sie hat die OP wohl gut überstanden. Der Amtsdirektor von Ziesar, Norbert Bartels, sprach gegenüber der MAZ von “einer neuen Qualität von Begegnungen zwischen Wolf, Mensch sowie Haus- beziehungsweise Nutztieren”. Bartels geht von einer weiteren Zunahme der Konflikte aus, wenn sich die Wolfspopulation weiter ungehemmt vermehrt. Der Brandenburger Wolfsbeauftragte Steffen Hinze empfiehlt in der MAZ, Hunde im Wald stets an der Leine zu führen. Eine interessante Frage stellte ein Schafhalter, der bereits mehrere Schafe durch Wölfe verloren hat, in der MAZ: “Was machen eigentlich Pilzsammler, wenn sie in einer Dickung auf ein Wolfsrudel stoßen?“

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Rätsel um Skoda beißenden Drahthaar gelöst

Das Rätsel um den Jagdhund der Rasse Deutsch Drahthaar (DD), der Mitte Juli im brandenburgischen Ziesar einen PKW der Marke Skoda attackierte und übel zurichtete (Link zum Bericht hier), ist gelöst: Als die Besitzerin des malträtierten Autos die Motorhaube öffnete, sprang eine Katze heraus, wie die MAZ berichtet. Der Jagdhund soll nach dem Vorfall bereits wieder unbeaufsichtigt in Ziesar herumgestreunt sein. Auf den Hundehalter – der MAZ zufolge ein Jagdpächter aus dem Jerichower Land – kommt nun in mehrfacher Hinsicht Ärger zu: Zum einen die Schadensersatzforderung der Autobesitzerin, außerdem prüft das Ordnungsamt, ob ein Verstoß gegen die Hundehalterverordnung vorliegt – und der Anwohner, der den DD nach dem Beißvorfall mit dem Skoda angeleint und einige Tage versorgt hatte, hat Anzeige gegen den Hundebesitzer erstattet: Der Betreuer des Hundes sei von der Polizei nicht über die bevorstehende Abholung informiert worden und habe daher zunächst “skeptisch” auf die Forderung nach Herausgabe des Hundes reagiert, so die MAZ. Daraufhin habe der Jäger den schwerbeschädigten Rentner “am Hals gepackt”, seinen Hund gegriffen und ins Auto verfrachtet. Klingt ganz nach einem weiteren Fall gelebter Öffentlichkeitsarbeit, einer kernigen Verteidigung des Ansehens der Jägerschaft durch einen beherzten Weidmann… SE

Beitragsbild: Deutsch Drahthaar (Archivbild). Foto: SE