Schlagwort-Archive: WWF

Wisente an der deutsch-polnischen Grenze gesichtet

+++ Mord, Vergewaltigung, Folter: Massive Vorwürfe gegen den WWF +++

WWF: Ein zweites „Lebus“ darf es nicht geben

350 Meter vor der deutschen Grenze, wenige Kilometer von Bad Freienwalde (Landkreis Märkisch Oderland) entfernt, wurden im polnischen Cedynia zwei Wisentbullen gesichtet, die auch nach Deutschland kommen könnten. Vor zwei Jahren hatte schon einmal ein freilaufender Wisent die Grenze überquert und wurde dann bei Lebus in Brandenburg auf Anordnung des Ordnungsamt-Leiters von einem Jäger erschossen. Ein zweites Lebus dürfe es nun nicht geben, so die Umweltschutzorganisation WWF Deutschland. „Wenn Wisente von sich aus in ihre ehemalige Heimat zurückkehren, sollten wir sie willkommen heißen und nicht abschießen. Abgesehen davon ist die Abschussfreigabe eines streng geschützten Tieres ohne ein ersichtliches Gefährdungspotential eine Straftat“, sagt WWF-Wisent-Expertin Nina Gandl. Gegen den Leiter des Ordnungsamtes hatte der WWF damals Strafanzeige gestellt, das Verfahren wurde allerdings wieder eingestellt. Warum die Aussicht, im dicht besiedelten Deutschland von einem Auto überfahren zu werden, unter Berücksichtigung der Gefährdung für die Fahrzeuginsassen so viel besser ist, dazu äußerte sich der WWF nicht.

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Bayern: Jagd- und Naturschutzverbände verabschieden Aktionsplan gegen Wilderei

Der Bayerische Jagdverband (BJV), der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der WWF Deutschland fordern von der bayerischen Landesregierung einen „Aktionsplan Wilderei“. Gemeinsam veröffentlichten die Verbände am Mittwoch eine „Regensburger Erklärung gegen Wilderei und Artenschutzkriminalität“. Sie fordern darin eine Anti-Wilderei-Offensive der bayerischen Behörden und eine zentrale Dokumentation und Veröffentlichung aller Artenschutzdelikte sowie ihrer Hintergründe und deren Strafverfolgung in Bayern. So heißt es in dem Papier: „Die illegale Tötung streng geschützter Wildtiere ist kein Kavaliersdelikt. Diese Straftaten müssen konsequent verfolgt werden. Ein eindeutiges Signal durch das Innen- und Justizministerium ist dringend erforderlich, damit Wilderei immer als gravierendes Problem mit entsprechendem Handlungsdruck wahrgenommen wird.“

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Österreich: Geköpfter Wolf – Naturschutzorganisationen setzen Belohnung aus

Denunzianten aufgemerkt: 11.000 Euro “Ergreiferprämie” von WWF und Naturschutzbund

Nach der vom Land Tirol bestätigten Wolfstötung im Sellrain (JAWINA berichtete) loben die Naturschutzorganisationen WWF Österreich und Naturschutzbund Österreich eine Ergreiferprämie von 11.000 Euro aus. Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung und Verurteilung des Wilderers führen, können ab sofort an die zuständige Polizeiinspektion Kematen gerichtet werden – unter der Telefonnummer 059 133 7115 100, bzw. per Mail an pi-t-kematen@polizei.gv.at.

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Schwere Vorwürfe gegen WWF

+++ Niedersachsen: Maroder Hochsitz stürzt ein, Kinder verletzt – Jäger muss zahlen +++

Das Newsportal Buzzfeed erhebt schwere Vorwürfe gegen die Naturschutzorganisation WWF: Dem verlinkten Beitrag zufolge arbeitet der WWF in Afrika und Asien – konkret beschrieben werden haarsträubende Fälle in Kamerun und Nepal –  mit Wildhütern zusammen, die Menschen misshandelt, sexuell missbraucht und getötet haben. Oft seien Ureinwohner den Straftaten der vom WWF ausgerüsteten paramilitärischen Wildhüter zum Opfer gefallen. Buzzfeed recherchierte nach eigenen Angaben ein Jahr lang in sechs verschiedenen Ländern, führte mehr als 100 Interviews und wertete tausende weiterer Dokumente aus, wie interne Memos oder E-Mails, in denen Waffenkäufe diskutiert wurden. Demnach haben die WWF-Truppen Dorfbewohner “mit Gürteln geschlagen, mit Macheten angegriffen, mit Bambusstöcken bewusstlos geprügelt, sexuell missbraucht, erschossen und ermordet.

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Dänemark: WWF will gegen ASP-Schutzzaun vorgehen

Der dänische Ableger der Naturschutzorganisation WWF will gegen den an der Grenze zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein geplanten Schutzzaun vorgehen. Der Zaun soll Wildschweine am Übertreten der Grenze hindern und so einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest vorbeugen (JAWINA berichtete). Das Bauwerk ist umstritten, weil es eine Barriere darstellt, die natürliche Wanderungen diverser Tierarten unterbinden dürfte und Biotope zerschneidet. Außerdem ist der Nutzen zweifelhaft, da die sprungweise erfolgende Ausbreitung in erster Linie durch den Vektor Mensch erfolgt. Der WWF will nun bei der EU-Kommission einen Baustopp erzwingen. Die Organisation wirft den dänischen Behörden vor, die Genehmigung für das Bauwerk auf einer “sehr dünnen und unzureichenden fachlichen Basis” erteilt zu haben, wie die shz berichtet.

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Österreich: Landwirtschaftskammer fordert, WWF soll Herdenschutz finanzieren

“Wenn Naturschutzorganisationen wie der WWF Spenden für Wölfe einheben – warum wird dieses Geld nicht verwendet, um Herdenschutzmaßnahmen zu finanzieren?”, fragt Daniel Heindl, bei der Landwirtschaftskammer Niederösterreich für die Wolfsproblematik zuständig, im ORF. Es sollten diejenigen in die Pflicht genommen werden, die “vom Geschäftsmodell Wolf” leben, so Heindl weiter. Bisher müssten die Bauern die Finanzierung der Wolfsschutzzäune alleine stemmen, da in Niederösterreich keine Zuschüsse für Herdenschutzmaßnahmen gezahlt würden – doch auch wenn, wie in Deutschland, Zuschüsse gezahlt werden, ist die Frage berechtigt, warum die Wolfsprofiteure den Steuerzahler nicht bei den Kosten für den Herdenschutz entlasten sollen. Denn der wird immer aufwändiger und damit teurer, wie sich in Brandenburg und Sachsen gut verfolgen lässt: Die Wölfe lernen immer besser, die Zäune zu überwinden, so dass der Herdenschutz zu einem “permanenten Wettrüsten mit der intelligenten Tierart Wolf” ausarte, stellt Heindl fest.

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“Grenzgänger Schwein” – WWF warnt vor Schweinezaun an dänisch-deutscher Grenze

In einem gemeinsamen, offenen Brief an Politiker in Dänemark und Deutschland warnen die nationalen WWF-Organisationen der betreffenden Länder vor dem geplanten Schweinezaun an der Grenze. Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, prüft Dänemark derzeit den Bau einer solchen Anlage. So sollen Wildschweine am Grenzübertritt gehindert werden. Der WWF bezweifelt nicht nur die Wirksamkeit dieses Vorhabens, sondern warnt zugleich vor einer gravierenden Barriere für andere Wildtiere und einer Zerschneidung von Schutzgebieten.

„Es kann als wahrscheinlicher angesehen werden, dass die Schweinepest durch menschliche Nachlässigkeit in Zuchtbetriebe gelangt, als durch Wildschweine. Der Zaun wäre lediglich eine Barriere, die mitten durch zahlreiche Naturschutzgebiete führt – inklusive des Wattenmeers, das als UNESCO-Welterbe von internationaler Bedeutung ist. Vom Feldhasen bis zum Rotwild wären zudem zahlreiche Tierarten davon betroffen“, kritisiert Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland und einer der Unterzeichner des Briefes, der auch an Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck geschickt wurde.

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WWF-Klage abgewiesen: Wolfsjagd bleibt in Norwegen legal

+++ Österreich: Polarwolf aus Gehege entflohen +++ Niedersachsen: Wolf dringt Schafstall ein +++ Österreich: Wilderer schießt Damhirsch in Gehege +++ Bahnstrecke stundenlang gesperrt: ICE überfährt Hirsch +++ “Wir brauchen die Wölfe nicht” – Diskussion um Tierfilmer Sebastian Körner +++ “Massenjagd” bei Bielefeld: Wanderwege gesperrt +++ Jagdaufseher fordert: Wolfsbestand deutlich reduzieren +++

Die Klage der Naturschutzorganisation WWF gegen die Wolfsjagd in Norwegen ist von einem Gericht in der norwegischen Hauptstadt Oslo zurückgewiesen worden. Es ist bereits die zweite Klage des WWF gegen die norwegische Wolfsjagd innerhalb weniger Wochen – offenbar tun sich die WWFler schwer damit, ihre Niederlagen vor Gericht zu akzeptieren. Die jüngste Klage des WWF hatte für eine vorläufige Aussetzung der diesjährigen Wolfsjagd gesorgt (JAWINA berichtete). Der WWF hält die Wolfsjagd in Norwegen für rechtswidrig. Das Gericht hielt dem entgegen, dass Wölfe in Norwegen zwar geschützt seien, dies bedeute jedoch nicht, dass sie nicht bejagt werden dürften. Die Regulierung des Bestands mit zuvor festgesetzten Abschussquoten sei legal. Der Wolfsbestand in Norwegen beläuft sich Schätzungen zufolge auf etwas über 100 Tiere, mehrere hundert Schafe sollen ihnen pro Jahr zum Opfer fallen. 42 Wölfe sind in diesem Jahr zum Abschuss freigegeben, 13 bereits erlegt worden. “Herzzerreißend und total inakzeptabel” sei das, so Ingrid Lomelde vom norwegischen WWF. Der WWF erwägt, Berufung gegen das Urteil einzulegen. SE

Beitragsbild: Pressemitteilung des norwegischen WWF über die Niederlage in der jüngsten Wolfsjagd-Klage. (Screenshot)

 

Nach WWF-Klage: Wolfsjagd in Norwegen ausgesetzt

+++ Brandenburg: Joggerin will Wolf in Park gesichtet haben +++ Angeblicher Wolf auf Supermarktparkplatz: Der Wolf war Wolfgang +++

Die Wolfsjagd in Norwegen ist zeitweise ausgesetzt worden, weil der WWF den norwegischen Staat vor einem Gerichtshof in Oslo verklagt hat. In dem Verfahren solle die Rechtmäßigkeit der Wolfsjagd gerichtlich überprüft werden. Während des Verfahrens ruht die Jagd mit sofortiger Wirkung in den Provinzen Østfold, Oslo, Akershus and Hedmark, wie das Gericht am gestrigen Dienstag verkündete. Während der WWF den Jagdstopp als einen “wichtigen Schritt” begrüßte, betonte das Gericht, dass es sich lediglich um eine temporäre Maßnahme handle. In der bereits angelaufenen Wolfsjagd-Saison waren bereits fünf Wölfe außerhalb der Wolfsschutzzonen erlegt worden. Das Gericht soll entscheiden, ob die norwegische Praxis der Wolfsjagd einen Bruch norwegischer und internationaler Gesetzgebung darstellt. Auch in Norwegen steht der Wolf unter strengem Schutz und ist in der Liste gefährdeter Arten aufgeführt. Die Wolfspopulation in Norwegen hat sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch nahezu verdoppelt.

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Verbände veröffentlichen Eckpunktepapier zu Wolf und Weidetierhaltung

+++ Neue Osnabrücker Zeitung: Wölfe haben seit ihrer Rückkehr nach Deutschland mehr als 3500 Nutztiere gerissen +++

Am Donnerstag haben acht Verbände in Berlin ein gemeinsames Eckpunktepapier zum Wolf veröffentlicht: Bundesverband Berufsschäfer, der Deutsche Tierschutzbund, die Umweltverbände NABU, IFAW, WWF und BUND sowie der Deutsche Grünlandverband und der sog. Ökologische Jagdverband. „Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland und der Erhalt von artenreichen, extensiv bewirtschafteten Grünland-Biotopen sind zwei Seiten derselben Medaille. Es ist an der Zeit zusammen zu arbeiten, im gemeinsamen Interesse von Weidetierhaltern, Tierschützern, Jägern und Naturschützern. Unser Papier ist der Beginn dieser Zusammenarbeit“, erklärten die Verbandsspitzen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin.

Im Interesse des Artenschutzes und der Weidetierhaltung sehen die unterzeichnenden Verbände die Prävention und Kompensation von Wolfsübergriffen auf Weidetiere als eine zentrale Aufgabe des Wolfsmanagements. Sie erkennen den Schutzstatus des Wolfes im geltenden Recht an. Außerdem unterstreichen sie, dass die Akzeptanz des Wolfes durch die Bevölkerung der ländlichen Regionen unabdingbar für seine erfolgreiche Rückkehr ist. Aus Sicht der Verbände kann daher die begründete Entnahme von Einzelwölfen durch Experten notwendig werden, insbesondere zum Erhalt der Weidetierhaltung und ihrer ökologischen Leistungen, sofern sämtliche zumutbaren Alternativen ausgeschöpft sind.

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