Schlagwort-Archive: Wolfsschutz

“Jagdrecht keine Lösung” – Gemeinsame Erklärung von BMUB und niedersächsischem Ministerpräsident zum Wolfsmanagement

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) haben eine “Gemeinsame Erklärung” zum Wolfsmanagement bzw. Wolfsschutz veröffentlicht. Darin heißt es u.a. “Die Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität. Wölfe, die sich Menschen gegenüber auffällig verhalten, sind zu beobachten und gegebenenfalls zu töten. Eine entsprechende Entnahme sei in Niedersachsen bereits einmal vorgenommen worden (Tötung des Wolfes MT-6). Darüber hinaus sei als letzte Konsequenz die Entnahme ganzer Rudel möglich: “Hierzu kann in letzter Konsequenz als Einzelmaßnahme auch die Entnahme eines Rudels gehören, wenn die gemeinschaftliche jagenden Individuen gelernt haben, sämtliche der empfohlenen und zumutbaren Schutzmaßnahmen zu überwinden, so- weit die übrigen Ausnahmevoraussetzungen erfüllt sind.” Die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht sei “keine zielführende Aktion”, heißt es weiter.

Weiterlesen

Brandenburg: Wolfsschutz geht ins Geld

Am 27. Februar 2017 trat die  Richtlinie zur Förderung  von  Präventionsmaßnahmen  zum  Schutz  vor  Schäden  durch  geschützte Tierarten  (Wolf/Biber)  in  Kraft.  Die Richtlinie hat das Ziel, mögliche  Schäden  durch  Wolf  und  Biber zu vermeiden. Deshalb können Schutzmaßnahmen wie wolfssichere Zäune, die Anschaffung von Herdenschutzhunden oder auch Biberschutzmaßnahmen an Teichwirtschaften gefördert werden. Bis zum 28. April gingen 19 Anträge ein, sechs davon sind bisher bearbeitet und allesamt positiv beschieden worden. Die Fördersumme für die sechs genehmigten Anträge beträgt 54.893,62 Euro. Das ergibt sich aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Dieter Dombrowski. Sollten für die noch ausstehenden Anträge ähnlich hohe Fördersummen bewilligt werden, wären die Mittel für die Prävention von Wolfsangriffen in Höhe von 200.000 Euro pro Jahr bereits erschöpft. Für die Prävention von Biberschäden stehen 150.000 Euro zur Verfügung, bisher sind jedoch keine Anträge von Teichwirten eingegangen.

Weiterlesen

Niedersachsen: Mehr Geld für Wolfsschutz bei Rinderhaltern

Land fördert Anschaffung von Zäunen und Herdenschutzhunden

In Teilen der Landkreise Cuxhaven, Stade und Rotenburg/ Wümme fördert das Land Niedersachsen künftig auch für Rinderhalter im Haupt- und Nebenerwerb die Anschaffung von wolfsabweisenden Herdenschutzmaßnahmen gemäß der „Richtlinie Wolf” des Landes. Bezuschusst werden in vielen Gemeinden dieser Landkreise unter anderem der Erwerb von Elektrozäunen und Herdenschutzhunden. „Grund hierfür ist, dass in diesem Gebiet drei Rinderrisse in einem Zeitraum von zwölf Monaten nachweislich von Wölfen verursacht wurden”, erklärte Nicola Georgy vom Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz). In diesen Fällen sieht die „Richtlinie Wolf” des Landes vor, dass neben den Haltern von Schafen, Ziegen und Gatterwild auch Rinderhalter bei der Durchführung von Präventionsmaßnahmen im Umkreis der Orte, an denen sich die Risse ereignet haben, unterstützt werden.

Weiterlesen