Schlagwort-Archive: Wolfsrudel

Schleswig-Holstein: Dänische Wölfe reissen Schafe in Norddeutschland

+++ Bayern: Zwei Kälber im Oberallgäu gerissen – Landrat fordert Wolfsabschuss +++ RLP: Jäger von Hochsitz erschlagen +++

Im Verlauf des Juni wurden in Schleswig-Holstein im Vergleich zu den Vorjahren ungewöhnlich viele Wolfsnachweise erbracht. Das teilt das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUlR) mit. Die Gründe für diese ungewöhnliche Häufung von Nachweisen könnten in dem Umstand liegen, dass im vergangenen Jahr in Dänemark in der Nähe der Ortschaft Ulfborg in einem Wolfsrudel acht Welpen geboren wurden, die in diesem Jahr damit begonnen haben, ihr Rudel zu verlassen, um Geschlechtspartner und geeignete Lebensräume zur Gründung eines eigenen Rudels zu finden. Zumindest einige dieser Tiere sind auch in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden.

Zwar konnte im Falle genetischer Untersuchungen in den meisten Fällen lediglich der Haplotyp HW01 ermittelt werden – der in Mitteleuropa häufigste -, aufgrund des Nachweises von mindestens drei dänischen Welpen kann zumindest vermutet werden, dass diese Tiere für den auffälligen Anstieg der Nachweise im Verlauf des Juni verantwortlich sind. Es konnten bislang die im Folgenden aufgeführten dänischen Jungwölfe in Schleswig-Holstein nachgewiesen werden:

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Niedersachsen: Neue Wolfsrudel nachgewiesen

Neue Wolfsrudel bei Meppen (Landkreis Emsland) und im Naturschutzgebiet „Die Lucie“ (Landkreis Lüchow-Dannenberg) nachgewiesen/ Nachweis von zwei Wölfen bei Burgdorf (Region Hannover)

In der Nähe von Meppen im Landkreis Emsland wurde ein neues Wolfsrudel nachgewiesen: Mindestens 6 Welpen wurden Mitte Juli durch eine Videosequenz bestätigt. Ein weiteres Rudel kann im Naturschutzgebiet „Die Lucie“ bestätigt werden: Nachdem es dort im August 2017 Hinweise auf vier Wolfswelpen gab – die jedoch nicht verifiziert werden konnten – wurde das Monitoring vor Ort intensiviert. Durch Fotofallenaufnahmen konnten im März 2018 mind. 6 Wölfe nachgewiesen werden – allerdings blieb unklar, ob es sich hierbei um ein neues Rudel oder um das benachbarte Gartower-Rudel handelt. Nun belegen aktuelle Untersuchungsergebnisse von genetischem Material, dass es sich bei den Wölfen im Naturschutzgebiet „Die Lucie“ um ein neues Rudel handelt. Diese Nachweise und Ergebnisse sind gemäß den nationalen Monitoringstandards ebenfalls ausreichen m dieses Territorium nachträglich für das vergangene Monitoringjahr als Wolfsrudel einzustufen.

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Sachsen: Zwei neue Wolfsterritorien nachgewiesen

Brandenburg: Dritter Wolf innerhalb weniger Wochen erschossen

In den Landkreisen Bautzen und Görlitz konnte aktuell jeweils ein neues Wolfsrudel nachgewiesen werden. Bereits seit dem Monitoringjahr (MJ) 2014/15 gab es im Bereich zwischen Löbau und Zittau (LK Görlitz) und seit dem MJ 2016/17 im Bereich der Massenei (LK Bautzen) einzelne Nachweise von Wölfen, ohne dass bisher territoriale Tiere bestätigt werden konnten.
So wurde im Raum Großhennersdorf, nördlich von Zittau, im Februar 2018 durch Fotofallenaufnahmen ein Rüde bestätigt. Im Juni 2018 konnten dann eine Wölfin mit Gesäuge und zwei Welpen (s. Foto) nachgewiesen werden.

Im Waldgebiet Massenei gab es bereits im Februar 2017 den genetischen Nachweis einer aus dem Daubaner Rudel stammenden Wölfin, die sich anschließend im Hohwald niederließ und dort im Mai 2017 Welpen bekam. Darüber hinaus wurde nordöstlich der Massenei bei Rammenau ein männlicher Wolf im April 2017 überfahren, dessen Herkunftsrudel bisher unbekannt ist. Zudem kam westlich der Massenei nahe Radeberg ein weiblicher Wolf, der aus der Laußnitzer Heide stammte, bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Nun zeigten Fotofallenaufnahmen von Anfang Mai 2018 eine Fähe mit Gesäuge in diesem Gebiet.
Beide Vorkommen werden somit rückwirkend für das letzte Monitoringjahr 2017/18 als Wolfspaare geführt.

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Umweltministerium: Keine Hinweise auf ein Wolfsrudel in Thüringen

+++ Schweiz: 1200 Franken Strafe für versehentlichen Wolfsabschuss +++ Belgien/Deutschland: Wolf im Hohen Venn nachgewiesen +++ Thüringen: Vorsitzender des Umweltausschusses hält absoluten Schutzstatus des Wolfs für “nicht mehr sachgerecht” +++

Die Berichte des MDR Thüringen über die Sichtung eines Wolfsrudels mit sieben Tieren nahe Tambach-Dietharz können aus Sicht des Thüringer Umweltministeriums derzeit nicht bestätigt werden. Dennoch werden die Hinweise von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der mit dem Wolfsmanagement beauftragten Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) bei einer Begehung vor Ort genau überprüft. Mit Blick auf die bislang vorliegenden Fakten kann der Bericht des MDR jedoch nicht bestätigt werden.

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Niedersachsen: Neues Wolfsrudel bei Gnarrenburg nachgewiesen

+++ Brandenburg: Wolf reißt 26 Stück Damwild im Gatter +++ Bayern: Wolfsnachweis im Landkreis Rhön-Grabfeld +++ Rheinland-Pfalz: Wanderfalken im Wormser Dom vergiftet +++ Sachsen: Landrat erwägt Antrag auf Wolfsentnahme +++ Niedersachsen: Erster Wolfsnachweis im Landkreis Wittmund +++

In der Nähe von Gnarrenburg im Landkreis Rotenburg (Wümme) wurde ein neues Wolfsrudel nachgewiesen: Anfang Juli wurden hier mindestens 7 Wolfswelpen durch eine Videosequenz bestätigt. Dieser Reproduktionsnachweis reicht gemäß den nationalen Monitoringstandards aus, um dieses neue Wolfsterritorium mit dem Status „Wolfsrudel“ auszuweisen. Ein weiterer Reproduktionsnachweis stammt aus dem bereits bekannten Wolfsterritorium in Ehra-Lessien im Landkreis Gifhorn, hier konnte ein Welpe durch Fotofallenaufnahmen der Bundesforsten bestätigt werden.

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Bayern: Herdenschutzzonen gegen Wölfe?

+++ Brandenburg: Zwei Wölfe in Strausberg gesichtet +++ Niedersachsen: Kein Schutz, kein Geld +++ DJV: Bereits über 1000 Wölfe in Deutschland +++

Das bayerische Landwirtschaftsministerium plant die Einrichtung großflächiger “Herdenschutzzonen gegen den Wolf”. Zu diesem Zweck soll “mit Fachleuten aus Umwelt- und Landwirtschaftsbehörden paritätisch besetzte Herdenschutzkommission eingerichtet werden, die entsprechende Gebiete in Absprache mit Weidetierhaltern und Naturschutzbehörden festlegt. Das ließ die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in einem Interview mit dem Monatsmagazin Südplus verlauten. In Gebieten, in denen Weidetiere nicht vor Wolfsangriffen geschützt werden können, sollen Kaniber zufolge “einzelne Tiere oder ganze Rudel” entnommen werden können. Die Entscheidung über den Abschuss solle das bayerische Umweltministerium treffen, da dieses für das Artenschutzrecht zuständig sei. Für Weidetierhalter außerhalb der Herdenschutzzone sollen Beratungs- und Förderprogramme aufgelegt werden.

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Brandenburg: Wenig Wild wegen Wolf – erste Jäger geben auf

2534 Stück Wild wurden im Jagdjahr 2017/18 im Landkreis Potsdam-Mittelmark erlegt, in besseren Zeiten waren es schon einmal fast doppelt so viele. Während in einigen Revieren in Potsdam-Mittelmark die Welt noch in Ordnung ist, sieht es andernorts düster aus: Zum Beispiel im Südwesten des Kreises, der unmittelbar an das Einstandsgebiet der Wölfe des Dobbrikower Rudels im benachbarten Kreis Teltow-Fläming angrenzt: Das Wild, das die Wölfe nicht aufgefressen haben, weicht den Raubtieren weiträumig aus. Sechs Stück Damwild standen im Abschussplan der Pächtergemeinschaft Wittbrietzen, doch seit drei Jahren kam hier kein Stück Damwild mehr zur Strecke. Die Rehwildstrecke ist um die Hälfte zurückgegangen, wie ein Pächter gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) erklärt. Fünf der neun Pächter haben sich daher jetzt aus der bislang neunköpfigen Pächtergemeinschaft verabschiedet. Sie wollen sich nach besseren Revieren umsehen. Für die verbliebenen vier wird es schwieriger, die Pacht aufzubringen: Weniger Pächter und drastische reduzierte Wildbreteinnahmen sorgen für eine massiv gestiegene finanzielle Belastung der verbliebenen Jäger.

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Niedersachsen: Neues Wolfsrudel bei Walle (LK Celle) nachgewiesen, zwei Wölfe bei Meppen bestätigt

Im Raum Walle (LK Celle) konnte anhand von genetischer Untersuchungen ein neues Wolfsrudel in Niedersachsen bestätigt werden. „In Niedersachsen sind damit aktuell 15 Wolfsrudel nachgewiesen“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN). Ab Juli 2017 hatte es in diesem Gebiet Hinweise auf Reproduktion gegeben – ein definitiver C1-Nachweis konnte allerdings nicht erbracht werden. Das Gebiet wurde unter Beobachtung gestellt und die Landesjägerschaft intensivierte das Monitoring. Zunächst gelang der genetische Nachweis einer Wolfsfähe (Herkunft Rudel Babben, Brandenburg). Nun, nach Vorliegen weiterer genetischer Untersuchungsergebnisse, konnten hier weiterhin ein Rüde (Herkunft Rudel Göritz-Klepzig, Brandenburg) sowie vier zugehörige Welpen – drei Fähen und ein Rüde – nachgewiesen werden.

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Nach Hunderissen: Schweden entnimmt Wolfsrudel

Die Bezirksregierung der schwedischen Provinz Värmland hat am Mittwoch einer erweiterten Schutzjagd auf Wölfe des Rackland-Rudels zugestimmt. Ziel der Schutzjagd ist die Eliminierung der Leittiere und damit die Auflösung des gesamten Rudels. Ursache für die Entscheidung sind die fortgesetzten Angriffe auf Hunde durch das Wolfsrudel: Allein seit dem 15. Oktober habe es fünf Angriffe auf Hunde durch das Rudel gegeben, berichtet SvenskJakt, insgesamt seien vier Hunde getötet und drei verletzt worden. Die Bezirksverwaltung hatte festgestellt, dass die Gefahr fortdauernder Angriffe auf Hunde groß ist, da die Wölfe gelernt hätten, Hunde als Nahrung anzusehen. Trotz vorhergehender Schutzjagden, bei denen vier Welpen des Rudels erschossen worden waren, hätten sich die Angriffe fortgesetzt. Die Bezirksregierung hielt fest, dass die Wölfe des Rackstadter Rudels eher Hunde angriffen als andere Rudel. Dies liege an den Leittieren und werde so bleiben, solange diese nicht entnommen würden.

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Mecklenburg-Vorpommern: Wolfsrudel teilen Territorien neu auf

Bei den in Mecklenburg-Vorpommern siedelnden Wolfsrudeln gibt es offenbar Veränderungen hinsichtlich der Aufteilung der Territorien. Aktuell sind in Mecklenburg-Vorpommern zwei Wolfsrudel als dauerhaft ansässig nachgewiesen, und zwar in der Kalißer Heide und der Ueckermünder Heide. Ein drittes Rudel hat sich in der Retzow-Jännersdorfer Heide etabliert und lebt grenzübergreifend in Gebieten Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs. Ein weiteres Rudel, das in der brandenburgischen Kyritz-Ruppiner Heide ansässig ist, erstreckt seinen Aktionsradius in geringem Maße auch auf Mecklenburg-Vorpommern.

Das Kalißer Rudel hat im Sommer 2017 seinen Lebensschwerpunkt auf die Lübtheener Heide ausgedehnt. Aktuellen Telemetriedaten zufolge nutzt das Rudel die Lebensräume der Lübtheener Heide und der Kalißer Heide bis weit nach Brandenburg hinein. Für dieses Rudel konnten 2017 vier Welpen nachgewiesen werden (Quelle: Bundesforstbetrieb Trave – Bundesanstalt für Immobilienaufgaben).

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Sachsen: Neues Wolfsrudel in der Region Stolpen/Hohnstein

In der Region Stolpen/Hohnstein (LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) konnte aktuell im Rahmen des Wolfsmonitorings ein neues Wolfsrudel bestätigt werden. Das teilt das “Kontaktbüro Wölfe in Sachsen” mit Im Herbst des vergangenen Jahres hatte es bereits einzelne Nachweise von Wölfen in der Region gegeben. So konnte z.B. am 30.10.2017 zwischen Stolpen und Stürza (Dürrröhrsdorf-Dittersbach) durch eine Fotofallenaufnahme der Nachweis (C1) von zwei Wölfen erbracht werden (Kontaktbüro berichtete). Es blieb aber offen, ob es sich um ein neues territoriales Vorkommen handelte oder um durchziehende Wölfe. Nun liegt das Ergebnis der genetischen Untersuchung des am 07.11.2017 zwischen Dobra (Dürrröhrsdorf-Dittersbach) und Helmsdorf (Stolpen) überfahrenen männlichen Wolfswelpen vor: Er gehört einem bisher im Monitoring nicht erfassten Rudel an, das im Sommer 2017 im Raum Stolpen/Hohnstein Welpen aufgezogen hat.

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60 offizielle Wolfsrudel in Deutschland

BfN: Nach wie vor ungünstiger Erhaltungszustand wegen Straßenverkehr und illegalen Abschüssen

Aktuell sind in Deutschland 60 Wolfsrudel bestätigt. Das geht aus einer neuen Erhebung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) hervor. Die Wolfs-Vorkommen konzentrieren sich derzeit weiterhin vor allem auf das norddeutsche Tiefland, das sich von der sächsischen Lausitz in nordwestlicher Richtung über Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen bis nach Niedersachsen erstreckt.

Die Zahl der 60 von den Bundesländern bestätigten Rudel des aktuellen Monitoringjahres 2016/2017 in Deutschland ist im Vergleich zum vorherigen um 13 gestiegen. Allerdings ist die Zahl der Wolfspaare im selben Zeitraum von 21 auf 13 und die Zahl der sesshaften Einzelwölfe ist von vier auf drei gesunken. Die meisten Tiere leben heute in Brandenburg und in Sachsen, wo im Jahr 2000 erstmals nach der Ausrottung der Art in Deutschland vor 150 Jahren ein Wolfspaar aus Polen zugewandert ist.

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Sachsen-Anhalt: Wanderer filmt sechs Wölfe in der Oranienbaumer Heide

Ein Wanderer hat sechs Wölfe in der Oranienbaumer Heide (Landkreis Wittenberg) gefilmt. Erst vor wenigen Wochen war die Existenz eines dreiköpfigen Rudels dort offiziell bestätigt worden. Die Wölfe sind zuvor durch mehrfache Risse von Fohlen aufgefallen. Das Video ist am vergangenen Donnerstag entstanden. Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtet, hatte sich der Wanderer wegen des einsetzenden Regens untergestellt, als die Wölfe 20 Meter vor ihm auftauchten. Sie verschwanden dann zunächst im Wald, wechselten bald darauf aber über die Heidefläche.

Video: MZ / YouTube / Florian König

Vermutlich erstes Wolfsrudel in Thüringen

+++ Wolf als Verursacher von Schafsrissen im Kanton Bern nachgewiesen +++ Österreich: Ein “Wolfsexperte” meint, ein scharfer Hund wäre gefährlicher als der Wolf und raunt, Wölfe seien leicht mit Tschechischen Wolfshunden zu verwechseln +++ Sachsen-Anhalt: Fuchs richtet Massaker in Hühnerstall an +++

Über 50 Schafe sind im Lauf der letzten sechs Wochen in der Umgebung des Truppenübungsplatzes Ohrdruf in Thüringen gerissen worden. Ein Sprecher des Thüringer Umweltministeriums bestätigte gegenüber dem MDR, die hohe Anzahl von Rissen sei “merkwürdig”. Vermutlich sei nicht ein einzelner Wolf für die Rissvorfälle verantwortlich. Möglicherweise gehen die Welpen einer Wolfsfähe in dem Gebiet nun gemeinsam mit dem Muttertier auf Beutezug. Jäger und Anwohner hegen den Verdacht, dass es sich bei dem Rudel um Hybriden handeln könne. Ein Labradorrüde soll sich demnach mit der Wölfin verpaart haben. Die DNA-Spuren an den gerissenen Schafen werden derzeit noch im Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen analysiert. SE

Beitragsbild: Gerissenes Schaf (Symbolbild). Foto: SE

Sachsen: Neues Wolfsrudel und reichlich Nachwuchs

In der Dahlener Heide (LK Nordsachsen) konnte ein Wolfsrudel nachgewiesen werden. Bereits seit Jahresbeginn gab es einzelne Hinweise auf Wölfe in diesem Gebiet. Ende Mai wurde eine Wolfsfähe mit Gesäuge, welche Futter im Maul trug, von einer Fotofalle fotografiert. Aktuell wurden zwei Welpen beobachtet und fotografiert. In neun weiteren sächsischen Wolfsterritorien konnte ebenfalls bereits Reproduktion nachgewiesen werden.
In den Territorien des Daubitzer, Königshainer Berge, Nieskyer, Rosenthaler und Seenland Rudels gibt es Fotoaufnahmen von Welpen. Auch bei dem im Monitoringjahr 2015/2016 neu etablierten Wolfspaar in der Neustädter Heide (LK Bautzen) wurde erstmals Nachwuchs bestätigt. Außerdem liegen aus dem Daubaner, Nochtener und Knappenrode Rudel Hinweise auf Reproduktion aufgrund von Fotofallenaufnahmen einer Wolfsfähe mit Gesäuge vor.

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Niedersachsen: Neues Wolfsrudel mit sieben Welpen im Landkreis Gifhorn

Im Raum Ehra-Lessien, ca. 20 Kilometer nördlich von Wolfsburg im Landkreis Gifhorn, ist ein neues Wolfsrudel nachgewiesen worden. Aktuelle Filmaufnahmen zeigen zwei adulte Wölfe mit sieben Welpen, wie die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) mitteilt. In diesem Bereich hatte es seit Februar 2017 mehrere Einzelnachweise von erwachsenen Wölfen anhand von Fotofallenaufnahmen gegeben. Daraufhin wurde dort das Monitoring intensiviert. „Durch den aktuellen Reproduktionsnachweis sind damit in Niedersachsen nun offiziell 12 Wolfsrudel bestätigt“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN).

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Brandenburg: Neun Wölfe auf Truppenübungsplatz Klietz

Auf dem Truppenübungsplatz Klietz bei Rathenow (Landkreis Havelland) sind mittlerweile neun Wölfe sicher nachgewiesen. Das erklärte die für das Revier zuständige Bundesförsterin gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ). Die neun Wölfe gehören einem Rudel an, es gibt bislang unbestätigte Hinweise auf ein zweites Rudel auf dem Platz. SE

Video: Wölfe auf dem Truppenübungsplatz Klietz. Quelle: MAZ/Bundesforst/YouTube

Mecklenburg-Vorpommern: Drittes Wolfsrudel bestätigt

Fotofalle nimmt fünf Tiere auf

In der Kalißer Heide hat sich an der Grenze zu Brandenburg ein weiteres Wolfsrudel etabliert. Das belegen aktuelle Bilder einer Wildkamera, auf denen fünf Wölfe abgelichtet wurden. Nach den seit 2014 bestehenden Wolfsrudeln in der Lübtheener Heide und in der Ueckermünder Heide ist dies das dritte Rudel, das schwerpunktmäßig in Mecklenburg-Vorpommern lebt. Als Rudel werden Wolfsfamilien mit den Elterntieren und deren Nachwuchs bezeichnet. Auch im Bereich der Brohmer Berge (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) gibt es Nachweise von einem Wolfspaar, das dort gegenwärtig offenbar ein neues Territorium etabliert. In der Nossentiner Heide sprechen wiederholte Belege durch Wildkameras über einen längeren Zeitraum für das Vorkommen eines territorialen Einzeltieres.

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Niedersachsen: Neuntes Wolfsrudel nachgewiesen

Wölfe im Raum Visselhövede – Fotofallenbilder belegen Präsenz von fünf Wölfen

Im Raum Visselhövede im Landkreis Rotenburg (Wümme) konnte nun mittels Fotofallenbildern die Präsenz von fünf Wölfen nachgewiesen werden. Der Nachweis gelang durch eine Serie von Bildern, die hintereinander fünf Wölfe aufgenommen haben. „Wir gehen von einem neuen Rudel aus – es wäre aktuell das neunte in Niedersachsen“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. Allerdings sei behördlicherseits unter Berücksichtigung der nationalen Monitoringstandards  noch ein eindeutiger genetischer Nachweis zu erbringen. Die Landesjägerschaft Niedersachsen führt neben dem landesweiten, passiven Wolfsmonitoring bei unklaren Situationen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Wolfsberatern und den Jägern vor Ort auch aktive Monitoringmaßnahmen durch. In der Vergangenheit konnten mithilfe dieser aktiven Maßnahmen so bereits die Rudel im Raum Gartow, im LK Cuxhaven sowie bei Wietzendorf bestätigt werden.

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Niedersachsen: Neues Wolfsrudel nachgewiesen

Reproduktionsnachweis in Munster

In der Lüneburger Heide, im Raum Schneverdingen, konnte ein neues Wolfsrudel in Niedersachsen nachgewiesen werden. Der Nachweis wurde über die genetische Analyse eines Wolfswelpen geführt. Der Welpe, ein weibliches Tier,  war am 20. Juni von einer Familie aufgefunden worden und wurde auf Veranlassung des Niedersächsischen Landesamtes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) für einige Tage in der Wildtierauffangstation der Wildtierhilfe Lüneburger Heide untergebracht. Am 28. Juni veranlasste das NLWKN die Freilassung. Während dieser Zeit wurde an das Labor für Wildtiergenetik des Senckenberg-Instituts eine Genetikprobe übersendet. Das Ergebnis dieser Probe liegt vor und hat ergeben, dass es sich um einen Reproduktionsnachweis eines neu etablierten Rudels handelt. Durch die Analyse der Genetik des Wolfwelpens, konnten auch die Elterntiere genetisch bestimmt werden: Bei der Wolfsfähe handelt es sich um einen Nachkommen aus dem Gartower Rudel, der Rüde wurde im Jahr 2014 bei Sternberg in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen und entstammt der Zentraleuropäischen Flachlandpopulation.

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Niedersachsen: Neues Wolfsrudel nachgewiesen

Im Raum Wietzendorf, zwischen den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen gelegen, konnte ein neues Wolfsrudel in Niedersachsen nachgewiesen werden. Auf den Aufnahmen sind zwei Elterntiere und sechs Welpen zu sehen. Außerdem sind nun bei dem Wolfspaar aus dem Landkreis Cuxhaven über ein Fotofallenbild, drei diesjährige Welpen sicher bestätigt. „Damit sind in Niedersachsen aktuell sieben Wolfrudel nachgewiesen“, so Dr. Britta Habbe, Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.

Die Landesjägerschaft Niedersachsen führt neben dem landesweiten, passiven Wolfsmonitoring seit dem Jahr 2013 im Rahmen wissenschaftlicher Projekte und im Rahmen des Wolfmanagements in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Wolfsberatern auch aktive Monitoringmaßnahmen durch. In der Vergangenheit konnten mithilfe dieser aktiven Maßnahmen die Rudel in Gartow und Cuxhaven bestätigt werden.

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Mecklenburg-Vorpommern: Wolfsrudel haben sich vermehrt

Die beiden Wolfspaare in Mecklenburg-Vorpommern haben sich erneut vermehrt: aktuelle Bilder einer Wildkamera der Umweltschutzorganisation WWF zeigen Welpen in der Ueckermünder und der Lübtheener Heide. „Dies ist ein wichtiger Beleg für unsere Arbeit für die Artenvielfalt. Wir müssen uns auf eine langfristige Koexistenz mit dem Wolf einrichten. Dafür sind eine sachliche Diskussion und Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Nutztieren unabdingbar“, unterstrich Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, heute in Schwerin.

In der Ueckermünder Heide konnte durch mehrere Bilder mindestens 5 Welpen nachgewiesen. Das Lübtheener Rudel hat mindestens 4 neue Mitglieder. „Ich bin sehr froh darüber, dass das langjährigen Engagement des amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes und die Zusammenarbeit mit den Förstern und Jägern und den weiteren Landnutzern in Mecklenburg-Vorpommern wie immer gut funktioniert hat und wir nun diese neuen Bilder präsentieren können“, so der Minister.

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Standorttreu: Besenderte Lausitz-Wölfe wandern bisher nicht

Karte 1: Streifgebiete von FT7 (rot) und MT5 (grün) seit ihrer Besenderung. Zur Veranschaulichung sind die Territorien des Milkeler (MI), Nochtener (NO) und Daubaner (DN) Rudels schematisch dargestellt (blau). Copyright: Wildbiologisches Büro LUPUS.

Die besenderte junge Wölfin „Marie“ (FT7) aus dem Milkeler Wolfsrudel hält sich weiterhin überwiegend im Territorium ihrer Eltern auf. Wie Fotofallenaufnahmen aus dem Februar zeigen, hält die mittlerweile 22 Monate alte Wölfin immer noch engen Kontakt zu ihrem Geburtsrudel. Die automatischen Kameras haben nacheinander „Marie“, ihre Mutter, ihr Stiefvater und vier Welpen fotografiert.

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