Schlagwort-Archive: Wolfsrisse

Thüringen: Wolfsbeauftragter schmeisst hin

“Habe mich vor den Kommunisten nicht verbogen, lasse mich auch nicht von den Grünen verbiegen!”

Der Thüringer Wolfsbeauftragte Uwe Müller hat seinen Job als Zuständiger für Wolfsrisse beim Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) fristlos gekündigt. Das berichtet der MDR. Müller führte zur Begründung “unüberwindbare Probleme mit seinem Arbeitgeber”, “Redeverbote” und “neue Prämissen seit Anfang des Jahres” an. Ziel sei es, “unbequeme Leute auszuschalten. “Ich habe mich vor den Kommunisten nicht verbogen, ich lasse mich auch nicht von den Grünen verbiegen”, bekundete Müller gegenüber dem MDR. Das TLUBN untersteht dem Thüringer Umweltministerium, das von der Grünen-Ministerin Anja Siegesmund geführt wird. Dem TLUBN zufolge handelt es sich bei der Personalie um eine “organisatorische Umstrukturierung, um die Abläufe weiter zu verbessern.” red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf. Foto: SE

Die Red. dankt für die Hinweise!

FDP fordert Beweislastumkehr bei Wolfsrissen

Der jagdpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Karlheinz Busen, hat sich gestern in Berlin für eine Beweislastumkehr bei Wolfsrissen ausgesprochen: Bisher muss der geschädigte Nutztierhalter nachweisen, dass seine Tiere vom Wolf gerissen wurden. Gelingt dieser Nachweis nicht, so geht er bei Entschädigungszahlungen leer aus. Dies sei nicht praxistauglich, findet Busen. Stattdessen solle der Staat den Nachweis erbringen müssen, dass ein Tier nicht von Wölfen, sondern von anderen Tieren gerissen wurde. Auch bei der Erarbeitung von Schadensprognosen habe die Bundesregierung Probleme, Schäden dem Wolf zuzuordnen. Dies dürfe nicht zu Lasten der Nutztierhalter gehen, findet Busen. Da bei der Erteilung einer Abschussgenehmigung für Wölfe auf die Schadenshöhe abgestellt wird – und der Nachweis des Wolfs als Verursacher regelmäßig scheitert – sei der Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Naturschutzgesetzes (JAWINA berichtete) nicht geeignet, eine Verbesserung für Nutztierhalter zu bewirken. red.

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Kalb (Archivbild). Foto: privat

Die Red. dankt für den Hinweis!

Sachsen: Hund in der Gemeinde Weißkeißel getötet

+++ Sachsen: Alpaka gerissen +++ Sachsen: Wolf reißt acht Schafe und vier Lämmer +++ Baden-Württemberg: Unbekannte öffnen Wildgehege – Hirschen droht Abschuss +++ Österreich: Kalb gerissen – Wolf im Verdacht +++ Österreich: Mit Handyfotos von Abschüssen geprahlt – Wilderer vor Gericht +++ Deutschland: Ökos streiten über Öko-Strom +++ Bayern: Rotmilan illegal geschossen +++ Hessen: Wildereiverdacht bei Bad Arolsen +++

Wolf kann als Verursacher nicht ausgeschlossen werden

Aus der Gemeinde Weißkeißel (Landkreis Görlitz) ging heute die Meldung über einen getöten Hund ein. Das teilte die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) soeben in Dresden mit. Die Begutachtung der Situation vor Ort weist darauf hin, dass der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann.

Der Kadaver des toten Hundes wurde zur weiteren Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht. Am Leibnitz-Institut werden auch alle toten Wölfe aus Deutschland untersucht. Am getöteten Hund wurden Genetikproben genommen. Über die Untersuchung des Kadavers und der Genetikproben sollen weitere Aufschlüsse erbracht werden, ob der Wolf als Täter bestätigt werden kann und ob er möglicherweise bereits genetisch bekannt ist. Ebenso sind vor Ort automatische Wildkameras aufgestellt worden, für den Fall, dass das Tier nochmals zurückkehrt.

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NRW: Drei Angriffe auf Schafe im Wolfsgebiet Schermbeck

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt, dass im Kreis Wesel drei Übergriffe auf Schafe von einem Wolf verursacht wurden. Am 26. Juni 2019 wurden zwei Schafe in Hünxe getötet und drei weitere verletzt und am 12. Juli 2019 ebenfalls in Hünxe ein Schaf getötet und ein weiteres verletzt. Am 14. Juli 2019 wurden zwei Schafe in Schermbeck getötet. In allen Fällen konnte ein Wolf durch die genetische Untersuchung von Speichelproben als Verursacher ermittelt werden. Eine mögliche Individualisierung wird momentan noch durch das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen bearbeitet. PM

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf (Archivbild). Foto: SE

Wie Städter die Landbevölkerung diskriminieren

+++ 2. Prozesstag Jagdunfall Nittenau: Angeklagter konnte Bundesstraße wegen Bewuchses nicht sehen +++ NRW: 60-jährige soll Jäger beleidigt und mit Golfball beworfen haben +++ NRW: Naturschützer befürworten Waschbärbejagung +++ Österreich: Wildschwein verursacht Unfall auf Wiener Autobahn +++ Hessen: Naturschützer verlassen Nabu +++ NRW: Weidetierhalter fordern Bejagung des Wolfs, Tanja und Heike starten Petition für Wolfsschutz +++

Ob er verrückt sei, wurde der Autor Holger Siemann von einem Freund gefragt, als er ankündigte, im Radio über den Wolf sprechen zu wollen. Bei dem Thema sei “der Shitstorm vorprogrammiert.”

Siemann spricht im Deutschlandfunk trotzdem über den Wolf. Über den mutmaßlichen Wolfsangriff auf eines seiner Mutterschafe, über Wolfsbeauftragte, die insinuieren, dass die Wunden an der Kehle des Schafs ” ja im Prinzip auch von einem Schraubenzieher stammen” könnten. Ob man Feinde habe in der Nachbarschaft? Über “Städter in Hotlines, die nicht mal fragen, wie es dem Schaf geht.”

Die Bevölkerungsmehrheit in den Städten dominiert alle Diskurse, auch die über Naturschutz und Landwirtschaft, obwohl, wie man ergänzen muss, Kenntnisse und eigene Betroffenheit von “Leuchtturmprojekten wie der Wiederansiedlung des Wolfes” flächendeckend fehlen. Die Landbevölkerung sei dieser “subtilen Formen der Diskriminierung mehr oder weniger hilflos ausgeliefert.” Milliarden werden in die Städte investiert, während auf dem Land “Bahnlinien und Busverbindungen stillgelegt” werden und sich “Schulen, Gesundheitsversorgung, Verwaltungen […] sich mit jeder Konzentrationswelle weiter vom Dorf [entfernen] und so “Kristallisationspunkte der Identität, des Kulturlebens, des bürgerschaftlichen Engagements” auslöschen. Leseempfehlung! SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen Beitrags auf der Internetseite des Deutschlandfunks (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

 

NRW: LANUV bestätigt weitere Wolfsnachweise

+++ Österreich: “Gefahren der Wolfsrückkehr werden unterschätzt” +++ Wölfe: Jäger in Niedersachsen und im Harz beklagen Auslöschung der Mufflonpopulationen +++ Sachsen-Anhalt: Tempolimit hilft gegen Wildunfälle +++ Österreich: Ricke gewildert, Haupt abgeschärft +++ Luxemburg: Parlament diskutiert Petition zur Abschaffung von Treibjagden +++ Baden-Württemberg: Waldbesucher sollen sich beleuchten +++

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt weitere Wolfsnachweise bei Hünxe (Kreis Wesel) und Kierspe (Märkischer Kreis)

Die genetischen Untersuchungen einer Speichelprobe zeigen, dass ein Wolf bei Hünxe am 23. Juni 2019 sechs Schafe getötet und vier verletzt hat. Eine mögliche Individualisierung wird momentan noch durch das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen bearbeitet.

Der betroffene Tierhalter wurde über das aktuelle Ergebnis informiert. Er kann über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums eine Entschädigung für die gerissenen Tiere und weitere Kosten erhalten. Die aktuelle „Förderrichtlinie Wolf“ ist Teil des nordrhein-westfälischen Wolfmanagements und sieht Entschädigungsleistungen für gerissene Nutztiere vor, sofern ein Wolfsnachweis erfolgt ist.

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Thüringen: Ohrdrufer Wölfin reisst fünftes Fohlen

+++ Niedersachsen: Wolf illegal geschossen +++ Südtirol: Polizei schnappt Wilderer +++ NRW: Auto einer Treiberin beschädigt – Täter verurteilt +++ Südtirol: Wolf reißt sieben Schafe im Jaufental, weitere Tiere vermisst +++

Seit 19. März sind fünf Fohlen bei Wolfsangriffen in der Umgebung von Crawinkel (Landkreis Gotha) gerissen worden. Am vergangenen Freitag hat es das fünfte Fohlen auf den Flächen des Agrarbetriebs erwischt. Auf den weitläufigen Weiden mit Rindern und Pferden praktiziert der “zertifizierte Betrieb des ökologischen Landbaus und Mitglied im Biokreis e. V.” ökologischen Landbau und artgerechte Tierhaltung. Ganzjährig im Freien gehaltene Rinder und Pferde prägen “auf großen Standweiden die Landschaft. 130 Schafe und Ziegen tragen zur Pflege der einzigartigen Hecken- und Karstlandschaft der Ohrdrufer Muschelkalkplatte bei”, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens. Neuerdings sind auch 20 Esel als Abschreckung für die Wölfe bzw. die Wölfin dabei – bislang ist nur die Ohrdrufer Wölfin in der Gegend nachgewiesen, die sich mit einem Hunderüden verpaart und im März 2018 sechs Wolfshybriden gewölft hatte – doch auch die als Allheilmittel des Herdenschutzes gepriesenen Langohren konnten den neuerlichen Riss eines Fohlens nicht verhindern.

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Durchbruch beim Wolfsmanagement?

+++ Schleswig-Holstein: Pferd mit Armbrust beschossen +++ Schleswig-Holstein: Rekord-Damwildstrecke im Kreis Plön +++ Niedersachsen: Waldarbeiter von Wildschwein angegriffen +++ ASP: Luxemburg weist Vorwürfe deutscher Jäger zurück +++ Luxemburg: Jagdverband will Wildschweinjagd zum Weltkulturerbe erheben +++ Saarland: Serie von Sabotageakten an Jagdeinrichtungen +++ Bayern: Rehbock stirbt auf der A6 +++ Östereich: Wilderer wider Willen – Autofahrer fährt Reh nach Wildunfall im Kofferraum zur Polizei +++ Deutschland/Dänemark: Anwohner wehren sich gegen Wildschweinzaun +++ Verhungerte Kälber: ÖJV attackiert Wildbiologin +++ NRW: Proteste nach Abschuss von Reh in der Innenstadt von Bünde +++ Baden-Württemberg: Polizei erschießt angefahrenes Wildschwein +++

Der Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Till Backhaus (SPD), hat einen Durchbruch beim Wolfsmanagement angekündigt: Gegenüber dem NDR orakelte Backhaus, dass die Bundesregierung “schon in den nächsten Tagen” einen Gesetzesentwurf vorlegen könnte. Backhaus setze sich für “rechtssichere Regeln” ein, “damit auffällige Wölfe abgeschossen werden dürfen”, so der NDR. Backhaus strebt eine Änderung des Naturschutzgesetzes an. Diese solle ermöglichen, dass Wölfe oder auch ganze Rudel entnommen werden dürfen, wenn diese “gut geschützte Bestände angreifen”. Backhaus wies darauf hin, dass Weidetierhaltung für die Biodiversität unerlässlich sei. Auch der Wolf habe ein “Recht auf Leben in Deutschland”, aber alles habe Grenzen.

Derweil setzt sich die Serie von Wolfssichtungen und Wolfsrissen fort:

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Thüringen: Wölfe reissen vier Fohlen innerhalb von sieben Wochen

+++ DJV fordert Rechtssicherheit-bei-Wolfsmanagement +++ Sachsen-Anhalt: Wolfsriss in Weißenfels? +++ Dorfbewohner haben genug vom Wolf +++ ASP: FLI aktualisiert Risikobewertung +++

Seit Mitte März sind in der Umgebung von Ohrdruf vier Fohlen von Wölfen gerissen worden. Am 19. März wurde der erste Riss eines Fohlens aus dem Ilmkreis vermeldet (JAWINA berichtete), seitdem scheinen der oder die Wölfe auf den Geschmack an Pferdefleisch gekommen zu sein. In Thüringen ist bisher nur die auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf ansässige Wölfin als territoriales Einzeltier nachgewiesen. Die Ohrdrufer Wölfin hatte sich mit einem Haushund gepaart und 2018 Hybriden gewölft, die zum Teil entnommen wurden (JAWINA berichtete). Experten zufolge, so die Thüringer Allgemeine, könnten jedoch möglicherweise auch durchziehende Wölfe für den einen oder anderen Riss verantwortlich sein. Bei dem nun am Montag (06.05.) gerissenen Pferd handelt es sich um ein erst anderthalb Tage altes Sportpferdefohlen (Warmblut), wie der betroffene Züchter gegenüber JAWINA bestätigte.

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M-V: Zehn Schafe im Biosphärenreservat Schaalsee gerissen, fünf weitere verletzt

+++ Sachsen-Anhalt: Jäger wollen Schutzjagd auf Wölfe +++ Österreich: Tiroler Jäger kritisieren EU-Wolfspolitik scharf +++ Bayern: Wildschwein von Zug erfasst – Großeinsatz +++ Hessen: Hund reißt trächtiges Reh +++ Bayern: Flugschüler kollidiert mit Reh +++ Bayern: Wolf bei Stephansposching gesichtet +++ NRW: Kalb in Senne gerissen +++ Schleswig-Holstein: Wolf bei Dithmarschen gesichtet – ist es GW924m? +++

Am Wochenende (6. April 2019) wurde ein Rissvorfall im Landkreis Nordwestmecklenburg gemeldet. Betroffen war eine Schafhaltung im Biosphärenreservat Schaalsee. Der Gutachter fand insgesamt zehn tote und fünf verletzte Tiere vor. Im Ergebnis der Rissbegutachtung muss ein Wolf als Verursacher des Übergriffs als wahrscheinlich gelten. Zur weiteren Untersetzung der Befunde wurden Genetikproben genommen. In der genannten Region waren bislang keine Riss­vorfälle zu verzeichnen. Daher werden die Nutztier­halter der Region um erhöhte Aufmerksamkeit sowie um Überprüfung der Schutzeinrichtungen für Haus- und Nutztierhaltungen gebeten.

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Schleswig-Holstein: Wolfspräventionsgebiete treten am 15. März in Kraft

Die Kreise Pinneberg, Dithmarschen, Steinburg und Segeberg sind ab Freitag (15. März) offiziell Wolfspräventionsgebiete (WPG). In diesen Gebieten sowie dem Kreis Herzogtum-Lauenburg, der bereits 2015 zum Wolfspräventionsgebiet erklärt wurde, finanziert das Land dauerhafte Herdenschutzmaßnahmen von Nutztierhalterinnen und -haltern. Das teilt das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) in einer Presseerklärung mit. Mit dem Inkrafttreten der neuen “Wolfsrichtlinie” des Landes am 12. März 2019 sei nun eine 100%ige Finanzierung der Herdenschutzmaßnahmen möglich. “Ziel ist es, die hier ansässigen und durchs Land wandernden Wölfe gar nicht erst an Nutztiere als Nahrungsquelle zu gewöhnen”, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht.

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Niedersachsen: Breite Zustimmung für Entnahme des Problemwolfs GW 717m

+++ Sachsen: Fuchs reißt Kängurus in Tierpark +++ Thüringen: Frischlinge durch Wildunfall verwaist +++ Brandenburg: Wolfsnachweis auf Schießplatz Fohrde in Potsdam-Mittelmark +++ Niedersachsen: Toter Wolf an der A7 gefunden +++ Österreich: Hund erschossen – Hundebesitzer und Jäger vor Gericht +++ Österreich: Hund reißt Reh auf Skipiste +++ Österreich: Wolf im Wienerwald gesichtet +++ Brandenburg: Reh stoppt Drogendealer +++ Brandenburg: Wildschweinrotte lässt Stahnsdorfer nicht ins Haus +++

Umweltminister Lies verteidigt Abschussgenehmigung – Hoffnung auf zeitnahe Entscheidung des Verwaltungsgerichts Oldenburg – Drei Rissvorfälle in Mecklenburg-Vorpommern

Am Montag hat das Niedersächsische Umweltministerium den Ausschuss für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz des Landtags über den Sachstand bei der geplanten Entnahme des verhaltensauffälligen Wolfsrüden aus dem Rodewalder Rudel informiert. Die Abschussgenehmigung für GW 717m wurde mittlerweile inklusive Begründung auf der Internetseite des Umweltministeriums veröffentlicht.

Dazu erklären die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Marcus Bosse (SPD) und Martin Bäumer (CDU): „Die Zahl der Nutztierrisse hat in der Region deutlich zugenommen und ein Ausmaß erreicht, das nicht länger hingenommen werden kann. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die Erteilung der Ausnahmegenehmigung des Umweltministeriums für eine Entnahme des verhaltensauffälligen Wolfsrüden aus dem Rodewalder Rudel.”

Naturschützer hatten vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg gegen die Erteilung der Ausnahmegenehmigung einen Eilantrag eingereicht (JAWINA berichtete) – eine entsprechende Entscheidung des Gerichts steht noch aus. „Das VG Oldenburg muss die Unterlagen noch prüfen, allerdings sollte die Entscheidung nun auch zügig fallen, damit in der Zwischenzeit nicht noch mehr Risse zu beklagen sind”, so der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Marcus Bosse.

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Niedersachsen: Wölfe reißen Fohlen

In der Nacht vom 4. auf den 5. Februar haben Wölfe auf einer Weide eines Islandpferdehofs bei Neustadt am Rübenberge ein Islandpferdefohlen gerissen. Das im Juni geborene, mehrere hundert Kilo schwere Fohlen wurde nahezu vollständig aufgefressen, es blieben nur das Haupt und die Skelettknochen übrig. Der Wolfsbeauftragte hat den Kadaver begutachtet und geht aufgrund der weitgehenden Verwertung des gerissenen Pferdes davon aus, dass es um einen Wolfsriss handelt. Es dürften vier bis fünf Wölfe an dem Riss beteiligt gewesen sein. Neustadt a.R. liegt im Bereich des Rodewalder Rudels, das sich auf Pferde spezialisiert zu haben scheint (JAWINA berichtete). Ein Rüde aus dem Rudel ist vom niedersächsischen Umweltministerium wegen zahlreicher Nutztierrisse bereits zum Abschuss freigegeben worden (JAWINA berichtete). Der Wolfsbeauftragte und ein Amtstierarzt haben DNA-Proben am Kadaver genommen. Die Weide war mit Koppeldraht und Stromzaun gesichert. SE

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Schleswig-Holstein: Ausnahmegenehmigung für Entnahme eines Wolfes erteilt

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) hat am heutigen Donnerstag (31.01.2019) einen Antrag auf Entnahme des Problemwolfes GW924m genehmigt. Diese Ausnahmegenehmigung erfolgt auf der Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes. Nach Eingang von Anträgen aus der Region und intensiver rechtlicher Prüfung hat das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung schließlich einen eigenen Antrag gestellt, weil in diesem Fall ein koordiniertes staatliches Handeln notwendig ist. “Nach intensiver Prüfung halten wir dieses Vorgehen im vorliegenden Fall für erforderlich, um die Last von den Betroffenen vor Ort zu nehmen und eine bestmögliche Koordination sowie fachliche hohe Expertise der mit der Entnahme betrauten Personen zu erreichen, die über einen Jagdschein verfügen müssen. Diese Aufgabe ist doppelt schwer – weder schön, noch einfach”, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht.

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Prof. Dr. Christoph Stubbe: Der Wolf in Russland – historische Entwicklung und Probleme

Der Aufsatz “Der Wolf in Russland – historische Entwicklung und Probleme” von Prof. Dr. Christoph Stubbe beruht auf der Auswertung amtlicher Statistiken und wissenschaftlicher Studien zum Wolf in Russland. Bei einem einjährigen Studienaufenthalt an der jagdlichen Hochschule Irkutsk hat sich Stubbe intensiv mit der Thematik befasst. Sein Aufsatz macht die wissenschaftlichen Erkenntnisse “hunderter studierter Jagdwirtschafter und Wissenschaftler” zugänglich, die sich in Russland “in Theorie und Praxis mit dem Wolf befassen” – und die aufgrund der Sprachbarriere, unzugänglicher Publikationsorte und womöglich weiterer Gründe in der hiesigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Wolf weitgehend ignoriert werden. Es sei “mehr als verwunderlich, dass man über Erfahrungen und Probleme aus dem Mutterland der Wölfe, aus Russland, überhaupt nichts liest, obwohl unsere Wölfe zur osteuropäischen/asiatischen Population gehören”, konstatiert Stubbe.

Als Folge dieser Unkenntnis wird manch ein Leser nach Lektüre der Studie verwundert feststellen, dass Rotkäppchen es mit der Wahrheit ziemlich genau nahm – zumindest im Vergleich zu der von gewissen Wolfsfreunden und Vertretern der Wolfsindustrie ingrimmig verteidigten Glaubenslehre z.B. von der “natürlichen Scheu” des Wolfs und seiner Ungefährlichkeit für Mensch und Weidetier oder dem Märchen vom konfliktfreien und harmonischen Zusammenleben von Wolf und Mensch in Osteuropa (wobei dahingestellt sei, ob jene Wolfsfreunde ihrem Schützling damit mittelfristig einen Gefallen erweisen). Was Stubbe vom Wolf in Russland berichtet, lässt sich mit solchen naturromantischen Vorstellungen schlechterdings nicht in Einklang bringen. In manchen Jahren töteten Wölfe in Russland hunderttausende Rinder, Schafe, Ziege, Pferde und Fohlen – und hunderte Menschen.

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Südtirol: Wölfe reissen Hund

+++ Sachsen: Entscheidung über Rotwild-Petition steht an +++ Bayern: Stöberhunde hetzen verletzten Fuchs in Vorgarten +++ Niedersachsen: Fellwechsel-Standort in Altona (Dötlingen) +++ NRW: Wölfin am Niederrhein gesichtet +++ Brandenburg: Reh bei Wildunfall in Windschutzscheibe geschleudert – Fahrer schwer verletzt +++ Bayern: Hund reißt Reh bei Coburg +++ Österreich: Jäger bei Wildfütterung schwer verletzt +++

In dem Bergdorf Scaparina im Apennin haben Wölfe einen Hund gerissen. Der Hund sei im Morgengrauen von Wölfen angegriffen und “regelrecht zerfleischt” worden, berichtet Südtirolnews. Zuvor habe es Angriffe auf Kühe und Schafherden gegeben und Anwohner beobachteten “immer öfter, dass Wolfsrudel um Häuser und Ställe streichen.” Der getötete Hund wies Südtirolnews zufolge die für Wolfsangriffe typischen Verletzungen an der Kehle auf. Von dem Hund blieb nur der Kopf und einige Knochen übrig. Gegenüber dem Nachrichtenportal warnt der Hundebesitzer vor Selbstjustiz: “Entweder die Behörden greifen ein oder die Leute könnten beginnen, sich selbst zu verteidigen.” Die Wölfe vermehrten sich “ohne Kontrolle.” Im Alpenraum beginne “die Stimmung zu kippen”, konstatiert Südtirolnews: “Immer mehr Menschen, die von der Viehwirtschaft leben, fordern Maßnahmen, den Wolfsbestand zu reduzieren.” red.

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags auf Südtirolnews (Screenshot).

Baden-Württemberg: Pachtpreisminderung bei ASP oder Wolfsrissen

Bei der Verlängerung des Jagdpachtvertrags um zwölf Jahre haben sich Jäger und Gemeindevertreter in Zimmern ob Rottweil “ganz geräuschlos und ohne jegliche Missstimmungen” geeinigt, berichtet der Schwarzwälder Bote – und eine interessante Klausel in den neuen Jagdpachtvertrag eingebaut: Bricht während der Pachtzeit die Afrikanische Schweinepest (ASP) aus, so ist eine Reduzierung des Pachtpreises möglich. Dasselbe gelte auch “bei amtlich bestätigten und vermehrt auftretenden Wolfsrissen an Wildtieren”. Ein Beispiel, das in dieser oder ähnlicher Form in den Wolfsgebieten bei anstehenden Neuverpachtungen Schule machen dürfte. Die Minderung des Jagdwerts durch den Wolf wird damit an die Jagdgenossen, also die Grundstückseigentümer durchgereicht. red.

Beitragsbild: Von Wolfs gerissenes Wild., Foto: BS

Schleswig-Holstein: Wolf überwindet Herdenschutzzäune – Antrag auf Entnahme liegt vor

MELUND: “Suchen geeignete Jäger für Entnahme”

Seit dem 28. November 2018 wurden acht Rissvorfälle im Kreis Pinneberg registriert, in denen Schäferinnen und Schäfer empfohlene Herdenschutzzäune ordnungsgemäß aufgestellt hatten, diese aber überwunden wurden. Jetzt liegen die Ergebnisse zur Überwindung eines empfohlenen Herdenschutzzaunes im Kreis Pinneberg vor, wie das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) mitteilt.

Die durch das MELUND in Auftrag gegebenen genetischen Untersuchungen zur Klärung des Verursachers haben nun ergeben, dass in sechs dieser Fälle ein Wolf mit dem Haplotyp HW01 aktiv gewesen ist. Die Untersuchungen zu den verbleibenden zwei Fällen sind derzeit noch nicht abgeschlossen. „Es hat sich bestätigt, was wir ohnehin vermutet haben: die Risse gehen auf das Konto des Wolfs“, sagte Umweltstaatssekretärin Anke Erdmann.

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Totes Islandpferd: Statement des Wolfsberaters

Die ehrenamtlich tätigen Wolfsberater machen einen ziemlich undankbaren, oft auch belastenden Job. Das fängt an mit dem Anblick toter oder, noch schlimmer, sich mit schwersten Verletzungen quälender Tiere und endet nicht mit der Konfrontation mit den Besitzern der Tiere, die sich verständlicherweise in einer emotionalen Ausnahmesituation befinden. Als Sahnehäubchen gibt es noch Anfeindungen und Verdächtigungen im Netz obendrauf – wenig verwunderlich, dass der eine oder andere Wolfsberater bereits hingeschmissen hat.

Auch gegen den Wolfsberater, der das im Cuxland getötete Islandpferd untersucht hat, wurden Anschuldigungen laut. Er habe “lustlos im Pferd herumgestochert” und notwendige Untersuchungen wie das Abziehen des Fells unterlassen. Wir haben den zuständigenWolfsberater Silas Neuman gefragt, wie sich die Situation vor Ort für ihn dargestellt hat, wie er bei der Untersuchung des Kadavers und der Probennahme vorgegangen ist, und wie er mit Besitzern und Tierärzten kommuniziert hat.

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NRW: Nabu diffamiert “Problemschäfer”

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf bei Malchin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gesichtet +++ Niedersachsen: Trichinenuntersuchung im Landkreis Hameln-Pyrmont auch 2019 gebührenfrei +++ Schleswig-Holstein: Wolf reißt Schaf in Molfsee +++

Die  Nabu-Kreisgruppe Wesel  hat eine üble Hetzkampagne gegen einen Schäfer gestartet, der durch Wolfsangriffe inzwischen ca. 50 Schafe verloren hat. Die Nabu-Kreisgruppe sieht einem Bericht des Weseler Lokalkompass zufolge eine “verbal-ketzerische Hatz auf den Wolf in unserer Region” im Gange, der die Gruppe “ab sofort, massiv entgegentreten” werde. “Wir scheuen uns auch nicht, Stimmungsmacher und Lügner beim Namen zu nennen”, droht Kreisgruppenvorsitzender Peter Malzbender – eine öffentliche Diffamierung, die vor dem Hintergrund der massiven Anfeindungen und Drohungen, denen sich Wolfsgeschädigte regelmäßig ausgesetzt sehen (siehe Kommentare zu diesem JAWINA-Beitrag), schlicht nicht hinnehmbar ist. Dass ausgerechnet Malzbender sich nach den von ihm abgesonderten Pöbeleien noch berufen fühlt, das “unsachliche Auftreten des Schäfers und Vorsitzenden des Kreisschafzuchtvereins Maik Dünow” zu kritisieren, ist höchstens noch als Beleg für die hoffnungslose Verblendung dieser Ideologen ernst zu nehmen.

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Niedersachsen: Schon wieder Pferd von Wölfen gerissen

BEITRAG AKTUALISIERT. Wenige Tage, nachdem Wölfe ein Fohlen bei Rethem gerissen haben (JAWINA berichtete), ist auf einem Reiterhof im Cuxland vermutlich erneut ein Pferd von Wölfen gerissen worden. Nach Recherchen von JAWINA handelt es sich um einen 23 Jahre alten Islandpferde-Wallach. Das Pferd stand auf einer ca. vier Hektar großen Weide zusammen mit sieben weiteren Isis. Das Pferd war gesund und fit und hatte keine Handicaps. “Was ihm zum Verhängnis wurde war wohl, dass er eher einzelgängerisch war und sich vom Rest der kleinen Herde meist abseits hielt”, berichtet ein mit der Situation auf dem Reiterhof Vertrauter gegenüber JAWINA. Das ausgewachsene Pferd sei von den Wölfen in einen Graben getrieben und dort praktisch bei lebendigem Leib aufgefressen worden. Tierarzt und Wolfsbeauftragter haben DNA-Proben genommen. Die “Spurenlage” sei jedoch sehr schlecht, weil der Kadaver schon längere Zeit in dem Wassergraben lag und daher keine Bissverletzungen (mehr) nachgewiesen werden konnten. Insofern bleibt abzuwarten, ob die DNA-Untersuchung diesmal ein eindeutiges Ergebnis liefert. Zwei Tage vor dem Wolfsriss sollen in der Gegend Wölfe im Bereich einer Straße gesehen worden sein. SE

Beitragsbild: Wolfsfutter? Islandpferd mit Fohlen. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leserin JC für den Hinweis!

Brandenburg: Bauernbund kritisiert “Wolfspropagandazentrum”

+++ Thüringen: Jäger kassieren 150.000 Euro an Prämien und Aufwandsentschädigung für Schwarzwildjagd +++ Getöteter Jäger Simon Paulus: Tatverdächtige wieder in Untersuchungshaft +++ Schweiz: Wölfe reißen 269 Nutztiere im Kanton Wallis +++ Niederösterreich beschließt Wolfsverordnung +++

Der Bauernbund Brandenburg kritisiert in einer Pressemitteilung das im Wildpark Schorfheide gestern eröffnete “Wolfspropagandazentrum” (JAWINA berichtete). Die Leiterin des mit rund einer Million Euro geförderten Wolfspropagandazentrums, Imke Heyter, sei nach eigenen Angaben „bekennender Wolfsfan“, so der Bauernbund. Heyter beschreibe die Aufgabe der Einrichtung darin, „die Akzeptanz des Wolfes zu erhöhen“ und angeblichen „Wolfshassern“ sachliche Information entgegenzusetzen. Der Bauernbund erklärt dazu, dass er keine zusätzlichen Informationen über den Wolf braucht. “In unmittelbarer Umgebung von meinem Biobetrieb wurden in diesem Jahr bereits zwei Kälber, acht Schafe und neunzehn Stück Gatterwild gerissen”, merkt der Geschäftsführer des Bauernbundes, Reinhard Jun, dazu an: “Die mir von der Wolfsberaterin des Landes empfohlenen Herdenschutzmaßnahmen sind weder finanzierbar noch funktionieren sie in der Praxis.”

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NRW: LANUV bestätigt weitere Wolfsnachweise im Wolfgebietes Schermbeck

Die genetische Untersuchungen von Speichelproben zeigen, dass ein Wolf am 23.09.2018 in Dinslaken und am 25.10.2018 in Hünxe eins bzw. zwei Schafe getötet hat. Bewiesen ist nun auch, dass die 11 Damtiere am 27.10. 2018 in einem Wildgehege in Dinslaken ebenfalls von einem Wolf getötet wurden. Der zwei Meter hohe Knotengeflechtzaun wies geeignete Durchschlupfmöglichkeiten für den Wolf auf. Der Tierhalter wurde gebeten diese Schwachstellen auszubessern. In allen drei Fällen wurde also ein Wolf als Verursacher festgestellt, die Individualisierung des Tieres ist beim Senckenberg Institut jedoch noch in Bearbeitung.

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Herdenschutz gescheitert: Wölfe reißen 34 Schafe trotz Grundschutz und Herdenschutzhunden

+++ Schleswig-Holstein: Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) will “verhaltensauffällige Wölfe” töten lassen +++

In der Nacht zum 31. Oktober 2018 ereignete sich im Landkreis Ludwigslust-Parchim (M-V) im Bereich der Rögnitz ein Wolfsangriff auf eine ca. 600-köpfige Herde tragender Mutterschafe. Das teilt das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt mit. Dabei wurden 34 Schafe getötet und mindestens elf weitere verletzt. Einige Tiere wurden heute Mittag noch vermisst. Der von dem Schäfer herbeigerufene Rissgutachter bestätigte, dass es sich um einen Wolfangriff handelte.

Ein Teil der nach Grundschutzvorgaben eingezäunten und von Herdenschutzhunden begleiteten Schafe hatte bei dem Angriff den Zaun niedergedrückt, war ausgebrochen und über etwa sieben Kilometer entlang des Flusses Rögnitz geflüchtet.

In dem Gebiet sind zwei Wolfsansiedlungen nachgewiesen, beide sind genetisch erfasst. Neben dem Kallißer Rudel kommt auch ein im Amt Neuhaus ansässiges Wolfspaar als Verursacher des Rissvorfalls in Betracht. Der Rissgutachter sicherte Spuren und Genetikproben. Die Untersuchungen dauern gegenwärtig noch an. PM

NRW: Schafzuchtverband fordert besser Prävention und Abschuss von “Problemwölfen”

Der Schafzuchtverband Nordrhein-Westfalen fordert verbesserte Präventionsförderung und den Abschuss von Problemwölfen. Die Weidetierhalter seien “nicht mehr bereit, die dauernden Risse zu akzeptieren.” In einer Pressemitteilung des Verbandes heißt es dazu:

“In Hünxe sind wiederum zwei Schafe gerissen worden, in Dinslaken zehn Stück Damwild in einem Gehege mit 2 m hohen Zäunen, aus in den Boden eingelassenem Knotengeflecht (JAWINA berichtete). Die endgültige Klärung der Risse steht noch aus, die Risse wurden vom LANUV aufgenommen und die Proben befinden sich zur Untersuchung im Senckenberg-Institut.

Die Weidetierhalter in den betroffenen Gebieten sind nicht mehr bereit, die dauernden Risse zu akzeptieren.

Im Wolfsmanagementplan für NRW wird der Schutz der Weidetiere gefordert, im ersten ausgewiesenen Wolfsgebiet wird der Herdenschutz seit 1.10.2018 nun auch auf Antrag mit Zuschüssen zu Präventionsmaßnahmen gefördert. Leider sorgt die Praxis, Prävention erst nach sechsmonatiger Anwesenheit desselben Wolfes zu fördern, in diesem Gebiet dafür, dass die territoriale Wölfin dort ein halbes Jahr Zeit zum Üben und Trainieren des Überwindens von Zäunen hatte. Die Weidetierhalter sind oft nicht imstande, Prävention über den normalen Grundschutz hinaus aus eigener Tasche zu finanzieren.

Zudem stellt sich den Weidetierhaltern immer häufiger die Frage ob und welche Präventionsmaßnahmen überhaupt geeignet sind, Schutz vor bestimmten Wölfen zu bieten. So ist die territoriale Wölfin im Kreis Wesel nun offensichtlich in ein Gehege in Ortstrandlage eingedrungen, das der Wolfsrichtlinie für den Grundschutz entspricht – in den Boden eingelassenes Knotengeflecht, 2 m hoch. Der Zaun sei nicht untergraben worden. Es scheint Wölfe zu geben, die nach entsprechendem Training in der Lage sind auch Zäune zu überwinden, die den Grundanforderungen zum Herdenschutz genügen. Allgemein setzt sich mittlerweile die Erkenntnis durch, dass Problemwölfe zu entnehmen sind. Jedoch gibt es bisher keine anerkannte Definition des Problemwolfs, die auch den Schutz der Weidetiere einbezieht.

Daher fordert der Schafzuchtverband:

1. Frühzeitige Präventionsförderung bei begründetem Verdacht der Ansiedlung von Wölfen – was eine Situation wie diese möglicherweise hätte verhindern können.

2. Einstufung von Wölfen, die mehrfach Herdenschutzmaßnahmen überwinden und Nutziere reißen als Problemwölfe und als Konsequenz Entnahme dieser Wölfe.” PM

Beitragsbild: Von Wolf gerissene Schafe (Archivbild)

Kommentar: Pilgerreise ins Wolfsgebiet – Rituale der Symbolpolitik

Einem uralten Brauch des Politikbetriebs folgend finden sich Politiker an Katastrophenschauplätzen ein, magisch angezogen von anderer Leute Unglück wie Geier von einem Kadaver oder Fliegen von – lassen wir das. Ob Flutwelle, Wirbelsturm, Feuersbrunst oder nun eben ein “verheerender Wolfsangriff”: Der Landesvater wird zwecks medienwirksamer Inszenierung eingeflogen, mit den Insignien des Katastrophentourismus ausstaffiert wie nagelneuen Gummistiefeln, einer neckischen Warnweste oder einem Sicherheitshelm in Signalfarbe, damit er vor laufenden Kameras gütig lächelnd Hände schütteln kann von Helfern und Betroffenen, denen es nicht gelang, schnell genug das Weite zu suchen. Da die bei dieser Gelegenheit üblicherweise gegebenen Hilfszusagen genauso gut, aber bequemer und kostensparend von der heimischen Staatskanzlei aus abgegeben werden könnten, ist die Anwesenheit von Politikern am Ort des Geschehens natürlich komplett nutzlos, wenn man einmal davon absieht, dass sie die Aufmerksamkeit jener anderen, von katastrophischem Zerfall sich nährenden Gattung, der Journalisten, auf sich ziehen und jene somit wenigstens zeitweise davon abhalten, die Rettungskräfte bei der Arbeit zu behindern.

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Auch der Nabu kann seine Schafe nicht schützen

Wiederholte Wolfsangriffa auf Nabu-Herde trotz Zwei-Meter-Zäunen und Stacheldraht

Bei jeder Gelegenheit behauptet der Nabu, dass es nur auf korrekten Herdenschutz ankomme, und schon sei die friedliche Koexistenz von Wolf und Weidetierhaltung überhaupt kein Problem. So einfach scheint es dann wohl doch nicht zu sein: Jedenfalls gelingt es dem Nabu nicht, seine eigenen Schafe zuverlässig vor Wolfsattacken zu schützen – und das trotz Einzäunung à la Hochsicherheitstrakt. In einem Moorgebiet bei Aschen (Niedersachsen, Landkreis Diepholz) bewirtschaftet der Nabu eine ca. vier Hektar große Streuobstwiese. Vor zwei Jahren fielen hier bereits einige Schafe einem Wolfsangriff zum Opfer. Daraufhin wurde die Fläche komplett neu eingezäunt. Bis zu zwei Meter hoch ist der Zaun, die Zaunspitze ist zusätzlich mit Stacheldraht gesichert, wie die Oldenburgische Volkszeitung berichtet. Nun wurden bei einem neuerlichen Wolfsangriff wieder mindestens sieben Schafe getötet. Weitere drei Schafe werden vermisst.

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Brandenburg: “Wolfsfutter am Elbedeich”

Wölfe reißen Schafe trotz vorschriftsmäßiger Schutzzäune und Herdenschutzhunden

Zum dritten Mal haben Wölfe eine Herde des Schäfers Marc Mennle bei Lenzen in der Prignitz angegriffen. Drei Schafe sind verschwunden, drei weitere so schwer verletzt, dass sie getötet werden mussten. Die Weide ist an allen vier Seiten – auch zum Wasser hin – vorschriftsmäßig eingezäunt, zusätzlich kamen Herdenschutzhunde zum Einsatz. Er habe “jeden zumutbaren Aufwand betrieben”, erklärt der Schäfer gegenüber der MAZ: “Was soll ich denn noch tun?” Er sei mit seinem Latein am Ende. Reinhard Jung, Geschäftsführer des Bauernbunds Brandenburg, forderte die Politik in der MAZ auf, “endlich die Genehmigung zur Entnahme des Wolfes an diesem Standort” zu erteilen. Dass das Landesumweltamt die Abschussgenehmigung trotz wiederholter Nutztierrisse hartnäckig verweigere, beweist für Jung, “dass die Wolfsverordnung nichts taugt und den Naturschutzbürokraten die Weidetierhalter völlig egal sind.” red.

Beitragsbild: Existenzbedrohend für den Schäfer, aber was juckt es die Umweltbürokratie: Von Wolf gerissenes Schaf. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser DF für den Hinweis!

 

Niedersachsen: Aus Angst vor Wolf – Eltern zäunen Kindergarten ein

+++ Sachsen-Anhalt: Regionalexpress überfährt sechs Wildschweine +++

Im niedersächsischen Landkreis Nienburg wurden bis zu 300 Kilogramm schwere Rinder vom Wölfen gerissen, in unmittelbarer Nähe zu einem Waldkindergarten in der Gemeinde Steimbke fiel ein Alpaka dem Wolf zum Opfer. Aus Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder haben die Eltern der in dem Waldkindergarten untergebrachten Kinder jetzt Konsequenzen gezogen – und den Kindergarten eingezäunt. Als der Zaunbau noch erwogen, aber nicht umgesetzt worden war, hatte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Dirk Toepffer, bereits kritisiert: “Kinder hinter Zäune, damit der Wolf frei leben kann – dies ist den Menschen in Niedersachsen nicht mehr vermittelbar.” (JAWINA berichtete). Außerdem werden die Kinder mit Trillerpfeifen ausgestattet, damit sie auf sich aufmerksam machen können, wenn sie etwas Verdächtiges sehen, berichtet der NDR. Die Maßnahmen dienten dazu, das “subjektive Sicherheitsgefühl” von Eltern und Kindern zu erhöhen, erklärte der Bürgermeister der Gemeinde gegenüber dem Sender.

Beitragsbild: Erhöht das subjektive Sicherheitsempfinden – Trillerpfeife. Foto: SE

NRW: LANUV bestätigt weitere Wolfsnachweise im Kreis Wesel

+++ Schweiz: Pferde vertreiben Wolf von der Weide +++ Sachsen: Elche bei Görlitz gesichtet +++

Dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) liegen weitere genetische Ergebnisse des Senckenberg Forschungsinstitutes auf Wolfnachweise Schermbeck-Gahlen im Kreis Wesel vor. So ergaben bei drei Übergriffen auf Schafe in der zweiten Augusthälfte Analysen von Speichelproben, dass die Nutztiere von einem Wolf getötet beziehungsweise verletzt wurden. Im Einzelnen handelt es sich dabei um zwei tote Schafe am 19. August 2018, fünf tote und zwei verletzte Schafe am 28. August 2018 und zwei tote Schafe am 29. August 2018. Zudem wurden in angrenzenden Waldgebieten im Juni und im August Kotproben (Losungen) gefunden, die ebenfalls genetisch einem Wolf zugeordnet werden konnten.

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Brandenburg: Familienbetrieb verliert in einem Jahr 21 Kälber und 1 Pony an Wolf

Streit um Wolfsrisse eskaliert – Hausverbot für Nabu-Rissgutachter

21 Rinder und ein Reitpony hat der Brandenburger Landwirt Ralf Högemann in seinem 500-Hektar-Familienbetrieb innerhalb nur eines Jahres an Wölfe verloren. Die Wölfe, manchmal einer, manchmal zwei oder drei, schleichen “morgens, mittags, abends und nachts” um den Betrieb, bis auf 100 Meter nähern sie sich seinem Wohnhaus, Högemann fährtet sie auf dem Weg zwischen den Ställen, den Kindern hat er verboten dort zu spielen, wie der Landwirt in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) berichtet. Vier Wochen lang hat er aus Angst vor Wolfsangriffen auf der Weide übernachtet. Inzwischen fürchtet Högemann um seine Existenz: Wir sind ein Familienbetrieb, ein kleines Unternehmen, wir wissen nicht, wie es weitergehen soll, klagt er in der MAZ. Für keinen der Wolfsrisse hat er bislang eine Entschädigung erhalten.

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Bayern: DNA-Untersuchung bestätigt: Kälber im Allgäu von Wolf gerissen

Aktionsplan Wolf geht in Verbändeanhörung

Ende Juli und Anfang August wurden im Landkreis Oberallgäu (Burgberg; Wertach) mehrere Kälber tot aufgefunden. Zur weiteren Abklärung beauftragte das Landesamt für Umwelt (LfU) die genetische Analyse gesicherter Speichelspuren am nationalen Referenzlabor. Die nun vorliegenden Untersuchungsergebnisse dieser Fälle bestätigen einen Wolf. Derzeit laufende Analysen sollen weitere Erkenntnisse zu Geschlecht und Herkunft liefern. Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern werden informiert. Im Fall eines Wolfsrisses erhält der Nutztierhalter eine Entschädigung durch den Ausgleichsfonds Große Beutegreifer. Die Auszahlung der entsprechenden Entschädigungssumme wird vorbereitet. Claus Kumutat, Präsident des LfU: „Wir nehmen die aktuelle Situation sehr ernst. Die betroffenen Landwirte vor Ort werden zügig und unbürokratisch entschädigt. Außerdem werden wir den Runden Tisch vor Ort erneut einberufen, um gemeinsam über das weitere Vorgehen zu diskutieren. Dabei werden wir klären, wie wir die Landwirte in der Region schnell unterstützen können. Die Landwirte werden dazu einen festen Ansprechpartner zur Verfügung gestellt bekommen.“

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Brandenburg: Zwischen Schäfer, Bauernbund und Nabu fliegen die Fetzen

Bauernbund: Rufmord an Schäfer durch den NABU, Mithilfe des Landes Brandenburg

Ausgangspunkt des Streits ist ein vermutlicher bzw. je nach Sichtweise angeblicher Wolfsriss bei dem Schäfer Marc Mennle, der bei Lenzen in der Prignitz 350 Mutterschafe hält. Drei seiner Schafe sind trotz Herdenschutzhunden und Stromzäunen bei zwei Rissvorfällen getötet worden – von einem Wolf, wie Mennle meint. Kehlbisse und aufgerissene Bauchdecken seien unverkennbar, erklärt der Schäfer gegenüber den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN). Mennle verständigte den offiziellen Rissgutachter Wolfgang Schanz. Dieser will jedoch nur in einem Fall Wölfe “als Verursacher nicht ausschließen”, wie die offizielle Formulierung lautet. In dem anderen Fall erhebt er laut PNN schwer wiegende Vorwürfe gegen den Schäfer: Es seien keine Schleifspuren am Boden zu erkennen, “der Übergriff sei spät gemeldet worden und vom Kadaver seien trotz der Anwesenheit vieler Herdenhunde große Teile genutzt worden.” Der Verdacht liege nahe, dass Mennle den Wolfsriss nur vorgetäuscht habe. “Rufmord an einem Schäfer durch den Nabu” sei das, empört sich der Bauernbund Brandenburg. Doch es geht um mehr als um den Ruf des Schäfers und die Entschädigung für gerissene Schafe – hätte ein Wolf zweimal Schafe gerissen, so könnte er nach der Brandenburger Wolfsverordnung “entnommen”, also abgeschossen werden. Ein Präzedenzfall, den es zu verhindern gilt? Dies dürfte durchaus im Interesse des Nabu liegen, der dem Schäfer unzureichenden Herdenschutz vorwirft – und Rissgutachter Wolfgang Schanz ist zugleich “Nabu-Wolfsbotschafter”.

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Schleswig-Holstein: Dänische Wölfe reissen Schafe in Norddeutschland

+++ Bayern: Zwei Kälber im Oberallgäu gerissen – Landrat fordert Wolfsabschuss +++ RLP: Jäger von Hochsitz erschlagen +++

Im Verlauf des Juni wurden in Schleswig-Holstein im Vergleich zu den Vorjahren ungewöhnlich viele Wolfsnachweise erbracht. Das teilt das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUlR) mit. Die Gründe für diese ungewöhnliche Häufung von Nachweisen könnten in dem Umstand liegen, dass im vergangenen Jahr in Dänemark in der Nähe der Ortschaft Ulfborg in einem Wolfsrudel acht Welpen geboren wurden, die in diesem Jahr damit begonnen haben, ihr Rudel zu verlassen, um Geschlechtspartner und geeignete Lebensräume zur Gründung eines eigenen Rudels zu finden. Zumindest einige dieser Tiere sind auch in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden.

Zwar konnte im Falle genetischer Untersuchungen in den meisten Fällen lediglich der Haplotyp HW01 ermittelt werden – der in Mitteleuropa häufigste -, aufgrund des Nachweises von mindestens drei dänischen Welpen kann zumindest vermutet werden, dass diese Tiere für den auffälligen Anstieg der Nachweise im Verlauf des Juni verantwortlich sind. Es konnten bislang die im Folgenden aufgeführten dänischen Jungwölfe in Schleswig-Holstein nachgewiesen werden:

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Sachsen: Schadensausgleich für Wolfsrisse jetzt in unbegrenzter Höhe aus Steuermitteln möglich

Der Freistaat Sachsen kann Nutztierhaltern nach Wolfsübergriffen künftig noch besser helfen, freut sich das Landwirtschaftsministerium Sachsen in einer Pressemitteilung: Der Schadensausgleich, mit dem der Wert gerissener Tiere erstattet werden kann, ist jetzt auch über die sogenannte Deminimisgrenze von 15.000 Euro hinaus in voller Höhe aus staatlichen Mitteln möglich.

„Der Freistaat Sachsen hilft seinen Nutztierhaltern nicht nur durch Zuschüsse für Präventionsmaßnahmen, also bei der Anschaffung von Elektrozäunen und Herdenschutzhunden“, so Thomas Schmidt, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft. „Genauso wichtig ist eine Entschädigung in voller Höhe, wenn es trotz der Vorsorge zu Schäden an Nutztieren kommt. Ich bin froh, dass dies jetzt auch oberhalb der 15.000 Euro-Grenze möglich ist. Außerdem können wir jetzt die Auszahlung auch beschleunigen“. Bisher konnten gewerbliche Tierhalter nur dann eine vollständige Entschädigung vom Freistaat Sachsen erhalten, wenn der Gesamtbetrag in drei aufeinanderfolgenden Jahren den Betrag von 15.000 Euro nicht überschritt. Darüber hinaus war nur noch ein Ausgleich in Höhe von 80 Prozent des Schadens möglich. Die verbleibenden 20 Prozent konnte der betreffende Halter zwar von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe erhalten, dies war jedoch mit weiterem Aufwand verbunden.

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Sachsen: Ministerpräsident stellt Schafzüchtern Hilfe gegen Wölfe in Aussicht

“Wölfe, die Weidetiere reißen, müssen erschossen werden dürfen” – “Kein Artenschutz für Hybriden”

Der sächsische Ministerpräsdient Michael Kretschmer (CDU) hat sich bei Cunnewitz (Landkreis Bautzen) mit Schafzüchtern getroffen und Hilfe für Weidetierhalter in Aussicht gestellt. Mehr als 220 Schafe und Ziegen wurden von den Wölfen des Rosenthaler Rudels bereits gerissen, ein Schäfer hat alleine bereits fast 80 Schafe an die Wölfe verloren, berichtet die Sächsische Zeitung (SZ). Ministerpräsident Kretschmer erklärte der SZ zufolge, dass es zulässig sein müsse, Wölfe, die Weidetiere reißen, zu schießen. Dies sei auch die Meinung der Landesregierung, die daher eine Überprüfung des Schutzstatus von Wölfen und bundeseinheitlich geltende Regeln für den Abschuss von Problemwölfen fordere. Für Wolfshybriden, also Kreuzungen von Wölfen und Hunden, dürfe es keinen Artenschutz geben. Die Schäfer im Streifgebiet des Rosenthaler Rudels haben in einer Petition an den Landtag die Entnahme des Rudels gefordert. Die immer aufwändigeren Herdenschutzmaßnahmen erwiesen sich zunehmend als unpraktikabel, kritisierten die Schäfer, die Entschädigungen, wenn sie denn gezahlt werden, würden nicht den tatsächlichen Wert der gerissenen Tiere ersetzen. Kretschmer versprach, dass die “Art und Weise” und die Höhe der Entschädigungen überprüft werde. red.

Beitragsbild: Schafe (Symbolbild). Foto: SE